MGM Resorts: Verkauf von Bellagio und Circus Circus bestätigt

Jetzt ist es also amtlich. Die MGM trennen sich in zwei spektakulären Deals von ihren Resorts im Bellagio und dem Circus Circus. Beide Verkäufe zusammen spülen rund fünf Milliarden US-Dollar in die Kasse des Unternehmens, welche künftig in Japan investiert werden sollen. Zudem sind die Verkäufe ein Schritt in die digitale Zukunft, welche die MGM Resorts bereits seit geraumer Zeit anstreben.

4,25 Milliarden US-Dollar für das Bellagio

Schon vor einigen Tagen wurde der Öffentlichkeit bekannt, dass sich die Blackstone Group offenbar stark für das Bellagio der MGM Resorts interessiert. Was zunächst nur unbestätigte Gerüchte waren, hat jetzt allerdings feste Formen bekommen. Wie die Unternehmen vermeldeten, wird die Investmentfirma das Glücksspiel-Resort in Las Vega tatsächlich übernehmen. Die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ vermeldet hierzu, dass rund 4,25 Milliarden US-Dollar für die Übernahme gezahlt werden. Wie so oft in der Glücksspielbranche, handelt es sich aber nicht um einen klassischen Verkauf. Stattdessen werden die MGM Resorts das Bellagio weiter betreiben und hierfür einen Leasingvertrag mit dem neuen Eigentümer eingehen. Bei einer geschätzten Jahresmiete von rund 240 Millionen US-Dollar entspricht der Verkaufspreis rund 17 Jahren Miete.

Jim Murren, der CEO der MGM Resorts erklärt: „Die Glücksspielindustrie entwickelt sich. Wir haben unsere intellektuellen Kapazitäten gebündelt und sind der Überzeugung, dass wir mit Sportwetten, Live-Entertainment und der generellen Reduzierung der Kosten am besten aufgestellt sind.“ Tatsächlich sind die beiden Verkäufe für die MGM Resorts ein wichtiger Schritt. Nur noch zwei eigene Casinos sind jetzt im landbasierten Bestand zu finden. Ausgerichtet ist der Konzern vor allem auf eine digitale Zukunft. Zusätzlich dazu halten die MGM Resorts immerhin fünf Prozent Aktienanteile am neuen Eigentümer von der Blackstone Group.

Rund 800 Millionen US-Dollar für Circus Circus

Während die Kassen der MGM Resorts durch die mehr als vier Milliarden US-Dollar aus dem Bellagio-Geschäft fast zum Platzen gebracht werden, bringt der Verkauf des Circus Circus noch einmal rund 825 Millionen US-Dollar ein. Übernehmen wird da Resort der Immobilien-Händler Phil Ruffin, der bereits im Jahre 2009 das Treasure Island von den MGM Resorts übernahm. Wie berichtet wird, sollen 662,5 Millionen US-Dollar in Form von Bargeld überwiesen werden. Die restlichen 162,5 Millionen seien demnach erst bis zum Jahr 2024 fällig. Ruffin erklärt zu dem Deal, dass er ganz aufgeregt sei, dass traditionsreiche Circus Circus mit seiner 50-jährigen Geschichte in sein Casino-Portfolio aufnehmen zu können. Zusätzlich zum eigentlichen Casino gehört zum Deal demnach auch ein rund 37 Hektar großes Festivalgelände.

Investoren wollen etwas sehen

Begrüßt wird der Verkauf vom Bellagio und dem Circus Circus auch von den Investoren der MGM Resorts. Diese hatten den Druck auf den Konzern in den letzten Monaten deutlich erhöht und unter anderem dafür gesorgt, dass auf der Management-Ebene einige Personalwechsel vorgenommen wurden. Ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf soll nun laut Murren auch dafür genutzt werden, um die Investoren zu besänftigen. Weitaus größere Summen benötigen die MGM Resorts allerdings an anderer Stelle. So ist der Bau eines Casino-Resorts im japanischen Osaka geplant, in den rund zehn Milliarden US-Dollar investiert werden sollen. Neben den etwa fünf Milliarden US-Dollar aus dem jetzigen Verkauf spült das Unternehmen auch Geld dadurch in die Kassen, dass die eigenen Resorts an die MGM Growth Properties Inc. verkauft wurden. Ein Real Estate Investment Trust, der von den MGM Resorts vor rund drei Jahren ins Leben gerufen wurde. Ebenfalls große Kosten rollen auf die MGM Resorts zudem aufgrund des Amoklaufs im Oktober 2017 zu. Hier hat sich das Unternehmen mit den Opfern und Hinterbliebenen auf Schadenersatzzahlungen geeinigt. Die Höhe soll bei bis zu 800 Millionen US-Dollar liegen. 2017 hatte ein bewaffneter Mann von seiner Suite aus dem Mandalay Bay wahllos auf Konzertbesucher geschossen, mehr als 800 Personen verletzt und 58 Menschen getötet. In den vergangenen zwei Jahren verhandelten die Resorts mit den Betroffenen, jetzt konnte eine Einigung erzielt werden. Alles in allem ist der Glücksspielriese momentan also über den jeden Cent glücklich, der seinen Weg in die Kassen der MGM Resorts findet.