Baden-Württemberg: Spielbanken knacken 90-Millionen-Umsatz-Marke

Geschätzt war das Jahr 2018 für die Spielbanken in Deutschland nicht unbedingt einfach. Zwar konnten hier und da einige kleine Erfolge gefeiert werden, gleichzeitig wurde die Branche aber dennoch vor allem von den Online-Anbietern dominiert. Es gibt aber auch enorm erfreuliche Entwicklungen bei den Spielbanken, speziell in Baden-Württemberg. Hier geht es für alle drei Dependancen weiterhin bergauf, so dass 2018 sogar die Umsatz-Marke von 90 Millionen Euro geknackt werden konnte.

Geschäftsergebnis um fast fünf Prozent angehoben

Es sind äußerst beruhigende Zahlen, welche von den Spielbanken des Landes Baden-Württemberg vorgelegt werden können. Um genau 4,7 Prozent konnte das Ergebnis im Geschäftsjahr 2018 angehoben werden, womit die Spielbanken weiterhin auf ihrem Erfolgskurs bleiben. Bereits von 2018 auf 2017 konnte das Ergebnis um 4,9 Prozent gesteigert werden, das jetzige Ergebnis bestätigt die Strategien der Spielbanken somit eindeutig. Erfreulicherweise lässt sich dabei auch kein Ungleichgewicht zwischen den Betrieben feststellen, denn sowohl das Casino Baden-Baden, als auch das Casino Konstanz oder die Spielbank Stuttgart konnten ihr Ergebnis fast auf identischem Niveau anheben.

Besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang das Ergebnis beim Gesamt-Bruttospielertrag (BSE), welcher ungefähr mit dem Umsatz verglichen werden kann. Dieser stieg erstmals auf über 90 Millionen Euro an und erreichte im Detail einen Wert von 90,2 Millionen Euro in allen drei Häusern addiert. Im Jahr 2017 lag dieser Wert noch bei rund 86 Millionen, so dass hier ein Zuwachs von gut vier Millionen Euro vermeldet werden kann. Interessant: Als umsatzstärkstes Casino gilt der Betrieb in Stuttgart, welcher allein fast 50 Prozent des BSEs auf die Beine gestellt hat. Als Shootingstar wiederum muss das Casino Baden –Baden bezeichnet werden, denn hier wurde der Ertrag um mehr als zehn Prozent im vergangenen Jahr gesteigert. Vornehmlich verantwortlich für diesen Anstieg waren wiederum die klassischen Spiele Roulette und Black Jack, welche im Vergleich zu 2017 jeweils um mehr als 20 Prozent zulegen konnten.

Positiver Trend hält weiter an

Auch wenn die neuen Zahlen natürlich ein Grund zur Freude sind, überraschen sie auch nicht allzu stark. Bereits in den letzten Jahren zeigten sich die Spielbanken im Südwesten des Landes als relativ krisensicher und konnten stabile Zuwächse und Umsätze vermelden. 2014 wurde ein BSE von 68,9 Millionen Euro erwirtschaftet, ein Jahr später konnte dieser bereits auf 78,3 Millionen Euro gesteigert werden. 2016 ging es hoch bis auf 82,1 Millionen Euro. Kurios ist die positive Entwicklung 2018 vor allem auch deshalb, weil die Besucherzahlen um 1,1 Prozent leicht zurückgegangen sind. Insgesamt fanden so 2018 587.256 Besucher ihren Weg in die drei Spielbanken, nachdem es ein Jahr zuvor noch 594.000 Besucher gewesen sind. Heißt im Umkehrschluss: Die Besucher 2018 waren deutlich einsatzfreudiger als die Besucher in 2017.

Von einem ruhigen Zurücklehnen und genießen kann allerdings keine Rede sein, wie auch der Geschäftsführer Baden-Württembergische Spielbanken Otto Wulferding erklärt: „Derzeit spielt uns nicht nur die gute Konjunktur in die Karten. Jetzt zahlen sich auch Investitionen aus, um unsere Casinos zukunftssicherer zu machen. Unsere Gäste können spielen, aber auch mehr erleben. Sie treffen auf eine Spielkultur in einer Unterhaltungswelt, mit Roulette und Poker, aber auch mit Lesungen, Shows und mehr. Das gibt es im Internet nicht. Wir müssen im Wettbewerb mit den Online-Casinos bestehen, indem wir einen Mehrwert anbieten.“ Gleichzeitig verlangt Wulferding, dass die Marketingmaßnahmen aller Glücksspielunternehmen gleich behandelt werden. Er fordere „keine Sonder-Werbeerlaubnis für Spielbanken, sondern ein Glücksspielrecht, das für jedes Glücksspiel anzuwenden ist, für alle gleich gilt und auch im Internet durchgesetzt wird.“

Nicht alle Spielbanken mit gutem 2018

Was für die drei Spielbanken in Baden-Württemberg gilt, lässt sich nicht auf alle Spielbanken der Bundesrepublik übertragen. Noch immer eher als Last werden zum Beispiel die WestSpiel-Casinos angesehen, mit denen sich das Bundesland Nordrhein-Westfalen „herumärgern“ muss. Darüber hinaus war auch die Spielbank Bad Kötzting zuletzt nicht unbedingt erfolgreich unterwegs und musste einen Rückgang von elf Prozent im Spielertrag vermelden. Wiederum positiv lief es in Bad Steben, wo 2018 ein Rekordjahr vermeldet werden konnte. Auch die Spielbank Bad Kissingen zeigte zuletzt wieder positive Tendenzen auf. Stehen und fallen werden diese Erfolge allerdings auch damit, wie die Bundesregierung bzw. die Minister den neuen Glücksspielvertrag umsetzen. Sollte dieser Online-Casinos die Chance auf eine Lizenzierung in Deutschland ermöglichen, dürften sich die Spielbanken in den kommenden Jahren etwas größeren Problemen gegenüber gestellt sehen. Für die Spieler wäre das allerdings optimal, denn so könnte vom Wettbewerb zwischen Spielbanken und Online-Casinos profitiert werden.

Schwimmendes Casino: Größte Yacht der Welt soll Casino bekommen

Mega-Yachten sind in der Regel dafür gedacht, um den Schönen und Reichen dieser Welt eine exklusive Möglichkeit für ihre Reise zu bieten. Die breite Öffentlichkeit bekommt ein solches Exemplar in der Regel nur selten zu Gesicht. Und wenn, dann normalerweise nur aus großer Entfernung und nicht etwa direkt an Bord. Das allerdings soll sich ändern, denn die sich aktuell im Bau befindliche Yacht „Valkyrie“ soll nicht nur die größte Yacht der Welt bieten, sondern gleichzeitig auch einen Casino-Bereich für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

775 Millionen US-Dollar für den Bau geplant

Die aktuell größte Yacht der Welt befindet sich in Privatbesitz und trägt den Namen „Azzam“. Die Mega-Yacht ist mit einer Länge von rund 181 Metern ausgestattet und gehört Scheich Khalifa bin Zayed al Nayan, dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate. Zu bieten hat das Schiff alles, was sich ein Eigner nur wünschen kann. So erreicht die „Azzam“ eine Geschwindigkeit von mehr als 55 km/h und hat insgesamt sieben Decks. Die Öffentlichkeit bekommt den Koloss allerdings nur selten zu Gesicht. In der Regel nur dann, wenn sich der Präsident samt Entourage auf den Weg zu einer längeren Reise macht. Beeindruckend ist die „Azzam“ aber allemal.

Dennoch gibt es jetzt Konkurrenz für die Mega-Yacht des arabischen Präsidenten. In Planung ist nämlich eine weitaus längere Yacht, die den Namen „Valkyrie“ tragen soll. Der Bau des Schiffes soll mit rund 775 Millionen US-Dollar ebenfalls rekordverdächtig sein, zuständig ist für das Design des Mega-Schiffes der Designer Chulhun Park. Die Besonderheit der „Valkyrie“ soll allerdings nicht nur die Größe sein, sondern auch die Tatsache, dass Teile der Yacht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen – darunter auch ein Casino an Bord. Park sagte gegenüber „CNN“: „Die meisten Menschen denken, Superyachten sind ausschließlich für Milliardäre da, die damit ihren Reichtum zur Schau stellen. Ein solches Schiff wäre allerdings schwimmende Architektur und würde von der Öffentlichkeit genutzt werden können.“

Casino, Theater und Kunstgalerie: Alles an Bord vereint

Auf dem insgesamt rund 221 Meter langen Schiff der Superlative sollen dem Designer zufolge insgesamt 26 Kabinen für Gäste á zwei Personen und 46 Kabinen für Crew-Mitglieder á zwei Personen Platz finden. Darüber hinaus legte Park in seinem Entwurf auch die Pläne für ein Casino, ein Theater, eine Kunstgalerie und einen Konferenzsaal vor. Park selber ist in der Branche natürlich keinesfalls ein Unbekannter, sondern war nach seinem Bachelor-Abschluss 2008 mehrere Jahre bei „Palmer Johnsons Yacht“ in Monaco angestellt. Mittlerweile arbeitet der Designer für „Latitude Yachts“, wobei der geplante Bau allerdings zumindest am Rumpf auf dem von Palmer Johnson geschützten Timaran-Rumpf basieren. Park erklärte, dass dieser eine enorme Stabilität biete und gleichzeitig dafür sorge, den Luftwiderstand bei Fahrten mit hohen Geschwindigkeiten zu verringern.

Bis die Planungen wirklich in die Tat umgesetzt werden, wird wohl noch eine ganze Zeit vergehen – sollten die Pläne überhaupt realisiert werden. Bis dahin müsste zum Beispiel auch erst einmal geklärt werden, unter welcher Flagge das Schiff künftig unterwegs sein soll. Das ist unter anderem für den Betrieb des Bord-Casinos entscheidend, denn erlaubt ist dieses nur dann, wenn Glücksspiel in jenem Land, unter dessen Flagge das Schiff unterwegs ist, ebenfalls erlaubt ist. Generell spricht jedoch nichts dagegen, den Gästen auf hoher See abwechslungsreiche Casinospiele zur Verfügung zu stellen. Sollte das Schiff den Hafen eines Landes ansteuern, in welchem das Glücksspiel untersagt ist, müsste dieses zumindest für die Zeit des Anlegens ruhen. Rund um die Planungen der Mega-Yacht dürfte das Casino allerdings das kleinste Problem darstellen, denn grundsätzlich ist der Spielbetrieb auf hoher See enorm beliebt und gehört in gewisser Weise schon zur Tradition der Kreuzfahrten.

Grand Casino Baden: Gutes Jahr 2018 mit Umsatzsteigerung

Die Schweizer Spielbanken haben ein turbulentes, aber letztendlich erfreuliches Jahr 2018 hinter sich. Lange Zeit wurde darüber diskutiert, ob die Alpenrepublik ausländische Online-Casinos zulässt oder der Markt lediglich unter einheimischen Unternehmen aufgeteilt wird. Letzteres ist der Fall und so können sich die Schweizer Spielbanken auf ein möglicherweise starkes und ereignisreiches Jahr 2019 einstellen. Positiv verlief im Falle des Grand Casinos Baden aber auch das Jahr 2018, denn der Umsatz konnte wieder einmal gesteigert werden.

Über 63 Millionen Franken Umsatz generiert

Nicht alle Schweizer Spielbanken können das Jahr 2018 als sonderlich erfolgreich in den Akten ablegen – das Grand Casino Baden allerdings schon. Im vergangenen Jahr konnte die Spielbank ihren Umsatz um 4,3 Prozent auf mehr als 63 Millionen Schweizer Franken erhöhen und verzeichnete damit insgesamt ein äußerst erfreuliches Geschäftsjahr. Die Spielbank erzielte seit 2012 erstmals im Jahr 2017 wieder ein Plus im Bruttospielertrag und konnte diesen mit der neuen Marke unweigerlich unterstreichen. Weiterhin gehört die Spielbank in der Schweiz damit zu den Top 3 Spielbanken, was den Bruttospielertrag im Einzelnen betrifft.

Wenig überraschend ist man im Grand Casino mit dem Verlauf des Geschäftsjahres enorm zufrieden und sieht gleichzeitig die eigene Strategie als „Hous of Entertainment“ bestätigt. Die Spielbank möchte ihre Besucher nicht mehr nur zum Spielen an den Tischen begeistern, sondern gleichzeitig auch mit Events und einer guten Gastronomie punkten. Angesichts der starken Zahlen dürften die Aktivitäten insgesamt also noch weiter ausgebaut werden.

Betriebsaufwand konnte reduziert werden

Ebenfalls erfreulich für die Spielbank ist die Tatsache, dass der Betriebsaufwand reduziert werden konnte und so das Gesamtergebnis ein gutes Stück positiver ausfällt. Bei aller Freude fällt aber auch auf, dass ein Besucherrückgang von rund 4,4 Prozent im Vergleich zu 2017 in Kauf genommen werden musste. Begründet wird dies von der Spielbank vor allem mit der Fußball WM in Russland und einem starken Sommer, in welchem die Menschen lieber draußen ihre Zeit verbracht hätten, als in der Spielbank. Dennoch fasste CEO Detlef Brose zufrieden zusammen: „Nach schwierigen Jahren haben wir den Turnaround des letzten Jahres bestätigt und das Geschäftsergebnis erneut deutlich gesteigert.“

Für die Zukunft erhofft sich die Spielbank jetzt noch einmal ein deutliches Plus bei Umsätzen und Einnahmen, da bereits in wenigen Monaten auch ein eigenes Online-Angebot an den Start gebracht werden soll. Die Spielbank in Baden hat sich bereits im Januar bei der Spielbankenkommission in Bern um eine Lizenzerweiterung für den Online-Betrieb bemüht und wird diese aller Voraussicht nach Mitte 2019 in Empfang nehmen können. Laut Brose sei man auf den Start im Online-Geschäft mittlerweile gut vorbereitet und habe hierfür wichtige Erfahrungen mit dem eigenen Social-Casino „JackPots“ sammeln können. Klingt ganz so, als dürften sich die Schweizer Spieler in den kommenden Monaten auf einige interessante Veränderungen auf ihrem Heimatmarkt freuen.

NetEnt: Wichtiger Deal mit Parx für den US-Markt

Die USA gelten in der Glücksspielbranche bereits seit mehreren Monaten als ganz „heißes Eisen“ oder auch „The next big thing“. Die Aussichten darauf, dass es in Amerika in den nächsten Jahren für die Glücksspielunternehmen so richtig rund geht, stehen keinesfalls schlecht – auch nicht für die europäischen Unternehmen, die reihenweise Partnerschaften mit ihren Kollegen aus Übersee eingehen. So beispielsweise auch der Entwickler NetEnt, der eine Kooperation mit dem Unternehmen Parx bestätigt hat.

Parx ist ein echter Gigant der US-Branche

In Deutschland und Europa dürfte der Name Parx in der Glücksspielbranche bei Spielern bisher noch nicht allzu bekannt sein. Das könnte sich jedoch ändern, denn mit dem schwedischen Konzern NetEnt hat Parx jetzt einen der bekanntesten europäischen Spieleentwickler für eine Partnerschaft begeistern können. Beide Seiten dürften von dieser profitieren und die eigene Popularität im Lande des jeweils Anderen spürbar erhöhen. Im Detail geht es beim Deal zwischen Parx und NetEnt darum, dass die Spiele des skandinavischen Providers künftig auf der Online-Webseite des Parx Casinos angeboten werden. Mit dabei sein sollen dann nicht nur verschiedene Spielautomaten, sondern auch Tischspiele.

Nachdem der Deal erst vor wenigen Tagen bestätigt wurde, soll es in den kommenden Wochen jetzt wohl ziemlich schnell gehen. Auf die Webseite kommen sollen die Games von NetEnt pünktlich für das zweite Quartal des Jahrs 2019. Wie NetEnt-Amerika-Geschäftsführer Erik Nyman mitteilte, werden die Spiele über eine GAN-Plattform bereitgestellt, auf der die Spieler auch Freispiele oder das kostenlose Spin-Widget des Entwicklers nutzen können. Für NetEnt ist die Partnerschaft mit Parx der dritte große Schritt auf dem US-Markt und kann sich wieder richtig sehen lassen. Parx ist ein wahrer Gigant der US-Glücksspielbranche und betreibt neben dem eigenen Parx Casino-Resort auch die Parx Racing Rennbahn und hat es so zum größten Glücksspiel-Komplex des Bundestaates Pennsylvania gebracht. Gemeinsam mit NetEnt möchte der Konzern seine Spiele jetzt auch online zur Verfügung stellen. „Es ist spannend, das Angebot von Pax Casino auf die Online-Welt auszudehnen. Als Teil der aktuellen Entwicklungen freuen wir uns darauf, die herausragenden Spielinhalte von NetEnt im Rahmen unseres Online-Casino-Starts in Pennsylvania anbieten zu können.“

Online-Lizenzen liegen noch nicht vor

Auch wenn sich die Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen offenbar schon in einem weit fortgeschrittenen Stadium befindet, gibt es aktuell noch eine regulatorische Hürde. Bereits 2017 wurde ein Gesetzesentwurf zur Einführung von Casino-Lizenzen für den Online-Betrieb im Bundestaat verabschiedet. Das entsprechende Gesetz sollte 2018 eingeführt werden, lässt aktuell allerdings noch auf sich warten. Dennoch sieht zumindest Nyman hier derzeit keine Probleme und erklärte, dass man im zweiten Quartal 2019 damit rechne, dass das Gesetz verabschiedet wird und fortan greift. Für die Spieler in Pennsylvania wäre dies enorm erfreulich, denn damit wäre der Bundestaat erst der vierte Staat, in welchem die Spieler offiziell Einsätze in den eigenen vier Wänden platzieren dürfen.

Der Staat könnte hiervon aber ebenfalls enorm profitieren. Angekündigt wurde bereits, dass ein Steuersatz von rund 54 Prozent auf die Online-Slots geplant wird. Zusätzlich dazu sollen Online-Sportwetten mit einem Steuersatz von 36 Prozent besteuert werden. Horrende Hürden, welche die Glücksspielunternehmen aber bisher nicht vom Markt abhalten. Ganz im Gegenteil: Auch in Pennsylvania dürften in den nächsten Monaten und Jahren zahlreiche europäische Glücksspielunternehmen aktiv werden – sofern denn die Online-Lizenzen tatsächlich vergeben werden.

NetEnt in den Staaten heiß begehrt

Parx ist längst nicht der einzige US-Konzern, der an einer Partnerschaft mit dem schwedischen Spieleentwickler interessiert ist. Wie NetEnt mitteilte, befinde man sich derzeit noch in Gesprächen mit zahlreichen weiteren Unternehmen. Darüber hinaus konnten in der jüngeren Vergangenheit auch bereits zwei Partnerschaften unter Dach und Fach gebracht werden. So teilte NetEnt vor wenigen Wochen mit, dass man als Zulieferer für Penn National Gaming agieren wird. Dies geschah kurze Zeit nachdem NetEnt offiziell eine Zuliefererlizenz für den Bundestaat entgegennehmen konnte. Ebenfalls eingegangen die Schweden zudem eine Kooperation mit dem Konzern Churchill Downs. Eigentlich handelt es sich hierbei um einen Betreiber von Pferderennbahnen im ganzen Land, der gleichzeitig aber auch verschiedene Casino-Etablissements betreibt.

Sollte die Regulierung tatsächlich problemlos durchgehen, dürfte NetEnt in den kommenden Monaten also einige Erfolge in Pennsylvania feiern können. Gleichzeitig dürfen wir gespannt sein, welche Partnerschaften die Schweden in der Zukunft für den US-Markt ebenfalls noch bekanntgeben werden.

Spielbank Bad Kissingen: Es geht wieder bergauf

Für die Spielbanken in Bayern verliefen die letzten Monate teilweise vollkommen unterschiedlich. Während sich die Spielbank Bad Steben zum Beispiel über ein Rekordjahr 2018 freuen konnte, ist der Spielertrag nur wenige Kilometer entfernt in der Spielbank Bad Kötzting um ganze elf Prozent gesunken. Ähnlich sah es in den letzten Monaten und Jahren auch bei der Spielbank Bad Kissingen aus, die zum Jahresende regelmäßig Fehlbeträge vermelden musste. Doch es geht scheinbar wieder bergauf und so schaut man mittlerweile wieder optimistisch in die Zukunft

Gewinn-Split bei den Spielbanken in Bayern

Die Spielbanken im Bundesland Bayern sind ein Phänomen für sich. Eigentlich würde es sich der Freistaat wünschen, dass alle Spielbanken des Bundeslandes Jahr für Jahr Gewinne einfahren. Die Praxis allerdings zeigt, dass dieser Plan nicht so wirklich aufgeht. Stattdessen gibt es einen deutlichen Gewinn-Split innerhalb des Spielbanken-Verbundes. Einige Häuser, wie zum Beispiel die Spielbanken in Feuchtwangen, Garmisch-Partenkirchen, Bad Steben oder Bad Wiessee können immer wieder gute und gewinnreiche Jahre einfahren. Insbesondere in Bad Steben wurde zuletzt ein enorm erfolgreiches Jahr 2018 verbucht, welches als Rekordjahr für die Spielbank in die Geschichtsbücher eingehen wird. Es gibt allerdings eben auch Spielbanken in Bayern, bei denen läuft es überhaupt nicht rund. So zum Beispiel die Spielbank Bad Kötzting, deren Ertrag um ganze elf Prozent gesunken ist. Zudem war in den letzten Jahren auch die Spielbank in Bad Kissingen ein echtes „Sorgenkind“ des Bundeslandes.

Doch damit könnte jetzt offenbar Schluss sein. Wie die „Mainpost“ berichtet, teilte Marina Klein als Direktorin der Spielbank in Bad Kissingen mit, dass der Bruttospielertrag im Jahr 2018 um fast 21 Prozent auf 5,615 Millionen Euro gestiegen sei. Als Bruttospielertrag wird dabei die Differenz zwischen den Einsätzen und den Gewinnen der Spieler bezeichnet. Darüber hinaus teilte die Spielbank mit, dass die Spielbankabgabe um 0,55613 Prozent gesenkt worden sei – ein Betrag von 1,4 Millionen Euro. Gezahlt werden muss dieser als Spielbankabgabe an den Freistaat Bayern bzw. die jeweilige Kommune, in der sich die Spielbank befindet.

Genaue Zahlen für 2018 liegen noch nicht vor

Äußerst erfreulich gestaltet sich für die Spielbank unterdessen auch der Blick auf die Besucherzahlen. So waren es 2018 rund 57.500 Gäste, so dass man im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 3,94 Prozent beobachten konnte. Umgerechnet in „harte Zahlen“ entspricht dies rund 2.000 Besuchern mehr im Jahr. Wie die Spielbank laut „Mainpost“ mitteilt, sei in den ersten Wochen des Jahres 2019 ein Anhalten dieses Trends erkennbar. Wiederum keine detaillierten Informationen liegen aktuell darüber vor, wie genau das Casino das Jahr 2018 beenden wird. Im Jahr 2017 stand am Ende ein Minus von rund 1,733 Millionen Euro zu Buche, welches 2018 allerdings gesunken sein dürfte. Ob der Umsatz und die Besucherzahlen jedoch ausgereicht haben, um das Minus hier ganz von der Rechnung zu nehmen, bleibt fraglich. Tendenziell eher nicht, dennoch dürfte der Fehlbetrag zumindest stark gesunken sein.

Es scheint also ganz so, als könne auch die Spielbank Bad Kissingen bald wieder zu den Casinos im Freistaat gezählt werden, die für ein positives Ergebnis sorgen. Ohnehin sieht es allerdings laut dem bayerischen Finanzminister Albert Füracker rund um die Spielbanken eigentlich nicht schlecht aus. So sei die Summe der Bruttospielerträge aller Spielbanken im vergangenen Jahr auf 72,7 Millionen Euro gestiegen, was einem Anstieg von rund zwölf Prozent entspricht. Die Besucherzahlen der Spielbanken sind laut Füracker insgesamt ebenfalls gesteigert worden.

Herausforderungen für die Spielbanken bleiben groß

Obwohl die Zahlen der Spielbanken in Bayern zum Großteil einen optimistischen Blick in die Zukunft zulassen, bleiben die Herausforderungen für die landbasierten Betriebe enorm groß. Bereits in den letzten Monaten haben die Online-Konkurrenten stark zugelegt, eine Abnahme dieses Trends ist zumindest derzeit nicht erkennbar. Nicht unbedingt angenehm für das Bundesland ist zudem die Tatsache, dass mit Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Hessen nun schon drei Bundesländer dafür sind, das Online-Glücksspiel zu legalisieren und zu regulieren. Bayern stellt sich allerdings bislang noch vor seine heimischen Spielbanken, denen eine Legalisierung vermutlich keine große Freude bereiten dürfte. Dann nämlich könnte jeder Bayer und jede Bayerin ganz einfach im eigenen Wohnzimmer bei einem Anbieter spielen und müsste nicht mehr den Weg in die nächste Spielbank auf sich nehmen. Ein Umstand, der sich auf die aktuell noch erfreulichen Zahlen der Häuser sicherlich negativ auswirken würde.

Gauselmann Gruppe: ICE 2019 war ein Erfolg

Vor wenigen Tagen ging in London mit der internationalen Glücksspielmesse ICE eine der bedeutendsten Branchenmessen im Glücksspielbereich zu Ende. Wieder einmal wurden den Besuchern eine ganze Menge Highlights zur Verfügung gestellt, gleichzeitig konnten sich auch einige Anbieter über verschiedene Auszeichnungen freuen. Einen guten Aufritt hat auch die deutsche Gauselmann Gruppe hingelegt, die den ICE-Auftritt 2019 definitiv als Erfolg verbuchen kann.

Gauselmann Gruppe in eigenen Augen gut aufgestellt

Die Blicke der Glücksspielbranche waren vom 5. Bis zum 7. Februar 2019 nach London gerichtet. Im London Exhibition Centre, welches kurz auch als ExCeL bekannt ist, trafen sich die größten Unternehmen der Glücksspielbranche, um ihre neuen Produkte und Innovationen vorzuführen. Gleichzeitig wird der Branchenbesuch aber auch regelmäßig zum Austausch mit Unternehmen oder teilweise sogar den Glücksspielbehörden genutzt. Mehr als 2.000 Quadratmeter Fläche bietet das ExCeL und die wurden von den Glücksspielunternehmen auch auf beeindruckende Art und Weise gefüllt. Mit von der Partie waren zahlreiche Branchengrößen und so natürlich auch das deutsche Unternehmen der Gauselmann Gruppe aus dem ostwestfälischen Espelkamp.

Gauselmann war mit insgesamt acht großen Tochterunternehmen vor Ort und selbst der Firmenchef und Vorstandssprecher Paul Gauselmann ließ es sich nicht nehmen, den Auftritt seines Unternehmens in London zu verfolgen. Im Anschluss an die Branchenmesse erklärte Jürgen Stühmeyer, Vorstand im Merkur Vertrieb der Gauselmann Gruppe: „Ich freue mich, dass wir so viele Besucherinnen und Besucher auf unserem Messestand begrüßen durften. Das überwältigende Feedback der Kundinnen und Kunden aus aller Welt zeigt, dass die Gauselmann Gruppe mit ihrem vielfältigen Angebot, von der Spielstätte über die Sportwette bis hin zum Cash-Handling, sowohl national aus auch international bestens aufgestellt ist.“

Neue Spielepakete und Gehäuse sollen überzeugen

Bereits jetzt gehören die Spielautomaten der Gauselmann Gruppe bekanntlich zu den beliebtesten Angeboten überhaupt. Und daran dürfte sich auch in der Zukunft erst einmal nichts ändern. Der Konzern präsentierte in London zahlreiche Neuheiten und Innovationen und stellte damit unter Beweis, dass man noch immer erstklassig in der Produktentwicklung aufgestellt ist. Unter der Marke der adp Gauselmann stellt Merkur für den nationalen Spielspaß zum Beispiel unterschiedliche Varianten der M-Box-Spielautomaten bereit oder bietet den Ideal Slimline Full HD an. Darüber hinaus dürfen sich die Spieler bald auch über ein ganz neues Feature an den Geräten freuen – den sogenannten Bank Safe.

Für das internationale Geschäft ist die Merkur Gaming ebenfalls auf der ICE in London aktiv gewesen. Hier lag der Fokus vor allem auf den Premium-Spielautomaten Allegro, Allegro+ und der beliebten G-Box. Ebenfalls ein Hingucker waren darüber hinaus die sogenannten Electronic Table Games, die Merkur in Kooperation mit Spintec Gaming Technology entwickelte und erstmals der Öffentlichkeit präsentierte. Athanasios Isaakidis, der Chief Executive International and Head of International Product Management von Merkur Gaming, erklärte: „Die ICE London ist eine der wichtigsten Shows für die internationale Glücksspielbranche und damit ein tolles „Schaufenster“ für Merkur Gaming und die gesamte Gauselmann Gruppe. Unser Stand war in diesem Jahr größer als je zuvor und die vergangenen drei Tage haben gezeigt, dass wir mit unser großen und vielseitigen Produktauswahl weltweit Standards setzen.“ Kurzum: Der Branchenauftritt der Gauselmann Gruppe lässt sich als großer Erfolg verbuchen.

Gambling Commission: Verpflichtende ID-Checks für Online Casinos

Wer heutzutage beispielsweise in Deutschland eine Spielbank aufsuchen möchte, muss hier an der Eingangstür erst einmal seinen Personalausweis vorlegen und kann erst anschließend an einem der Automaten oder Spieltische Platz nehmen. In den Online Casinos läuft dieser Prozess aktuell etwas anders ab, geprüft wird in der Regel erst vor der ersten Auszahlung der Spieler. Die britische Gambling Commission allerdings möchte diesen Umstand ändert und führt bereits in den kommenden Monaten verpflichtende ID-Checks für alle britischen Online Casinos ein.

Keine freiwillige Prüfung mehr

In den britischen Online Casinos verliefen die Prüfungen der Spieler bislang ähnlich wie bei den Anbietern, die hierzulande aktiv sind. Allerdings: In Großbritannien wird die Prüfung der Spieleridentität auf freiwilliger Basis durchgeführt. Gesetzlich sind die Anbieter hierzu also nicht verpflichtet, dennoch nutzen die Unternehmen diese Prüfung auch, um sich selbst vor Kriminellen oder kriminellen Aktivitäten schützen zu können. Genau wie in Deutschland auch, mussten die Spieler bisher immer eine Ausweiskopie einreichen – spätestens dann, wenn sie eine Auszahlung von ihrem Spielerkonto vornehmen wollten. Genau das wird sich in Großbritannien jetzt aber ändern, denn die Gambling Commission kündigte an, dass man den Verifizierungsprozess künftig per Gesetz neu definieren wolle.

Im Detail geht es darum, dass die Spieler ihre Identität dann schon deutlich früher nachweisen müssen. Nämlich dann, wenn sie das erste Mal einen Betrag auf das Spielerkonto einzahlen wollen. Das britische Gesetz sieht vor, dass den Anbietern der Name, die Adresse und das Alter des jeweiligen Spielers bekannt sein müssen, ehe dieser das erste Mal Geld auf sein Konto einzahlen und damit spielen kann. Ebenso sieht das Gesetz vor, dass die Glücksspielunternehmen ihre Kunden künftig darauf hinweisen müssen, dass im weiteren Verlauf noch Prüfungen von Ausweispapieren, bzw. der Identität durchgeführt werden. Umgesetzt werden sollen die neuen Regelungen in Großbritannien ab dem 7. Mai 2019. Als besondere Herausforderung ist in diesem Zusammenhang natürlich auch der Schutz der Daten anzusehen. Die Glücksspielanbieter müssen laut Gesetz dafür Sorge tragen, dass diese sicher und geschützt übertragen und gespeichert werden.

Beschwerden von Spielern gingen der Anpassung voraus

Mitgeteilt wurde von Seiten der Behörden, dass die Änderungen natürlich vor allem deshalb eingeführt worden sein, um Kinder und Jugendliche künftig besser vor dem Glücksspiel schützen zu können. Gleichzeitig gab die UKGC bekannt, dass sich zahlreiche Spieler bei der Behörde beschwert hätten und hier immer wieder der Auszahlungsprozess der Casinos als Kritikpunkt genannt worden sei. Allerdings: Der Jugendschutz dürfte eine ähnliche wichtige Rolle bei der Entscheidung gespielt haben. So gelten rund 55.000 Briten unter 18 als problematische Spieler, gleichzeitig ergab eine Studie, dass rund 14 Prozent der Elf- bis Sechzehnjährigen regelmäßig an Glücksspielen um Geld teilnehmen würden. Durch die zusätzliche bzw. verfrühte Hürde in Form der Verifizierung sollen die Kinder und Jugendlichen vom Angebot also besser ausgeschlossen werden können.

Neil McArthur, der Chef der Gambling Commissiom, erklärte zur Gesetzesnovelle: „Diese Änderungen werden Kinder und Suchtgefährdete vor den Schäden des Glücksspiels schützen und das Risiko von glücksspielbezogenen Straftaten reduzieren. Sie werden das Glücksspiel auch fairer gestalten, indem sie den Verbrauchern dabei helfen, ihre Gewinne ohne unnötige Verzögerungen auszuzahlen. Der britische Online-Glücksspielmarkt ist der größte regulierte Markt der Welt und wir möchten sicherstellen, dass er zudem auch der sicherste und fairste ist.“ In der Tat handelt es sich beim Glücksspielmarkt in Großbritannien um einen riesigen Markt, der sich in den letzten Jahren stetig über Zuwächse freuen durfte – und die sollen auch weiterhin in kontrollierten Bahnen gehalten werden.

Standpunkt der Anbieter noch nicht erkennbar

Akzeptieren müssen die Glücksspielunternehmen die Entscheidung der britischen Gambling Commission auf jeden Fall. Aktuell ist allerdings noch nicht ganz klar, wie diese Entscheidung aufgefasst wird. In gewisser Hinsicht könnte dies auch ein Schutz für die Anbieter sein, immerhin wurden diese in der Vergangenheit immer wieder zu hohen Strafzahlungen verdonnert, da die Verifizierungsprozesse nicht optimal umgesetzt wurden. Gleichzeitig allerdings dürften Spieler, wenn sie erst einmal einen passenden Anbieter gefunden haben, deutlich geringeres Interesse daran haben, diesen zu wechseln und anschließend wieder einen neuen Verifizierungsprozess zu durchlaufen. Die Bewegung innerhalb der Online-Branche dürfte also eingeschränkt werden.

Interessant ist im Zusammenhang mit der Entscheidung der Gambling Commission zudem zu beobachten, wie der Schritt von anderen Nationen aufgenommen wird. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die UKGC immer wieder als Vorreiter unterwegs war. Gut möglich, dass diese Änderung also auch schon bald deutsche Spieler erreicht.

Novomatic: Glücksspielkonzern pausiert Firmen-Übernahmen

Wenn in den letzten Jahren ein Unternehmen mit Übernahmen und Zukäufen auf sich aufmerksam machen konnte, dann war dies in der Glücksspielbranche vor allem der österreichische Glücksspielkonzern Novomatic. Das Unternehmen aus Gumpoldskirchen hat sich in den letzten drei Jahren rund 100 Firmen gesichert und kann als enorm großer Mutterkonzern bezeichnet werden. Doch jetzt sollen die Zukäufe erst einmal pausiert werden, denn Konzernchef Harald Neumann fordert schlankere Strukturen.

Marktführer Novomatic: Ziel erreicht

Auf der Londoner Glücksspielmesse ICE erklärte Novomatic-Chef Harald Neumann durchaus ein wenig überraschend, dass sich der Konzern bei seinen Zukäufen in der nächsten Zeit zurücknehmen möchte. Überraschend deshalb, weil die Österreicher in den letzten drei Jahren doch stark in Kauflaune waren und rund 100 Firmen aufgekauft haben. Insgesamt wurden dabei knapp 1,5 Milliarden Euro in die Hand genommen, um Novomatic zum Markführer in verschiedenen Regionen werden zu lassen. Genau dieser Plan ist laut Neumann aufgegangen. Auf der ICE verkündete der Konzernchef: „Wir haben unser Ziel, Marktführer in den Kernmärkten Österreich, Deutschland, Großbritannien, Italien und in Osteuropa zu werden, erreicht.“ Damit könne man sich jetzt erst einmal ruhiger verhalten und wolle Zukäufe nur noch dann realisieren, wenn diese „strategisch extrem wichtig sind oder Synergien bringen“.

Mittlerweile gehören rund 223 Firmen zum Imperium von Novomatic und dessen Firmengründer Johann Graf. An insgesamt 500 Unternehmen halten die Gumpoldskirchener zudem eine Beteiligung – und das rentiert sich. Allein im letzten Jahr wurde ein Umsatz von gut fünf Milliarden Euro realisiert, allein die Novomatic AG als Mutterkonzern sorgte hier für drei Milliarden Euro Umsatz. Allerdings: Neumann erklärte in London auch, dass sich nicht alle Zukäufe so entwickelt hätten, wie geplant. Rund zehn Prozent der Unternehmen seien entweder zu teuer gekauft worden oder würden noch nicht die gewünschten Zahlen liefern können. Aus diesem Grund solle nun konsolidiert und optimiert werden. Firmen werden also zusammengelegt oder sogar geschlossen. Neumann erklärt dazu: „Wir brauchen eine schlankere Struktur.“ Und für Zukäufe ist da natürlich erst einmal kein Platz vorhanden.

Trotz Umsatz kein starkes Nettoergebnis

Obwohl sich der Umsatz mit über fünf Milliarden Euro bei Novomatic hervorragend entwickelt hat, stimmt das Nettoergebnis nicht wirklich. Im Jahr 2017 wurde der Nettogewinn bereits halbiert, 2018 hat man noch einmal 300 Millionen Euro in die Übernahme der australischen Ainsworth Gaming Technologies investiert. Darüber hinaus musste Novomatic eine Menge Geld in die Hand nehmen, um die hauseigenen Automaten gemäß der neuen gesetzlichen Richtlinie TR 5.0 in Deutschland umzustellen. Gut 100.000 Geldspielgeräte mussten komplett ausgetauscht und umgerüstet werden. Laut Konzern ein Kostenpunkt von ebenfalls rund 300 Millionen Euro. Kritisch beäugt wird aber vor allem der Kauf von AGT aus Australien. Zahlreiche Glücksspielkonzerne in „Down-Under“ hatten zuletzt mit negativen Entwicklungen an der Börse zu kämpfen. Und das wiederum zog auch den Kurs der börsennotierten AGT mit nach unten. Betont wird auf Seiten von Novomatic aber dennoch, dass es sich auf keinen Fall um einen Fehleinkauf handele. Immerhin sei AGT der „Türöffner“ für den US-amerikanischen Markt gewesen. Und auf dem vermutet nicht nur Novomatic in den nächsten Jahren große Einnahmen. Vor allem im Sportwetten-Bereich möchte Novomatic bereits jetzt groß angreifen und mindestens 1.000 Wett-Terminals in US-amerikanischen Casinos aufstellen. Entsprechende Gespräche mit Vertretern aus den USA wurden bereits geführt.

Interessant dürfte die nächste Zeit insbesondere deshalb werden, weil der Brexit wie ein Damoklesschwert über Großbritannien schwebt – und dort liegt der größte Online-Markt für Novomatic. Der Konzern ist mit sieben Firmen und mehreren Tausend Mitarbeitern auf der Insel aktiv, ist in Sachen Brexit allerdings positiv aufgestellt. „Der Brexit betrifft uns nicht, egal, ob weich oder hart“, erklärte Harald Neumann in London. Der Grund: Die Geschäfte in Großbritannien werden ausschließlich auch für den britischen Markt abgewickelt und benötigen daher keinerlei Kooperationen mit anderen europäischen Ländern. In der österreichischen Heimat wiederum hat sich laut Neumann zuletzt wenig ergeben. Noch immer ist der Konzern enttäuscht darüber, dass ausgerechnet in Wien ein Automatenverbot für das kleine Spiel ins Leben gerufen wurde und so die illegalen Automaten aus dem Boden sprießen. Ins Spiel gebracht wurde vom Konzern in diesem Zusammenhang auch das biometrische Erkennungssystem von Novomatic. Dies wird gerade schon in Niederösterreich eingesetzt und sorgt dafür, dass gesperrten bzw. süchtigen Spielern der Zugang zum Spielangebot verwehrt wird. Das funktioniere aber eben nur, wenn dafür auch legale Spielhallen von Novomatic eröffnet werden dürften. Trotz insgesamt guter Entwicklungen gibt es also auch in Gumpoldskirchen noch den einen oder anderen Punkt, über den man sich Gedanken machen muss.

Spielhallen: Betreiber sollen sich vor Raubüberfällen schützen

Gewaltangriffe wie Raubüberfälle auf Spielhallen haben in Deutschland in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Das liegt vor allem der guten Vorbereitung der Unternehmen, die teilweise gar keine Bargeldbestände in den Spielhallen führen, sondern sämtliche Wechselgeschäfte über Wechselstationen durchführen lassen. Dennoch hat das Forum der Automatenunternehmer in Deutschland jetzt noch einmal einen Leitfaden veröffentlich, mit dem sich die Betreiber noch besser gegen derartige Vorfälle schützen können.

Raubüberfälle keine überdurchschnittliche Bedrohung

Während insbesondere Tankstellen oder Kioske schnell zum Opfer von Raubüberfällen werden können, hat die Anzahl der Angriffe auf Spielhallen in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Spielbanken haben mit diesem Problem ohnehin weniger zu kämpfen. Allerdings mahnt die Branche, dass derartige Vorfälle noch immer ein „ernstzunehmendes Problem“ für die Branche darstellen. Gerade auch deshalb, weil es in der Regel nicht nur beim finanziellen Schaden bleibt, sondern auch die psychischen Folgen für Mitarbeiter und Gäste oder der materielle Schaden an den Spielautomaten nicht zu unterschätzen sind. Genau deshalb wurde vom Forum der Automatenunternehmer einen Katalog veröffentlich, in welchem den Betreibern Tipps gegeben werden, wie sich Überfälle vermeiden lassen.

So sollen die Betreiber beispielsweise darauf achten, dass das Innere der Spielhalle möglichst hell beleuchtet ist und übersichtlich eingesehen werden kann. Darüber hinaus wird auf einen speziellen Schutz für die sensiblen Bereiche hingewiesen, zu denen beispielsweise ein möglicher Tresorraum gehören kann. Hier kann ein Türspion schon hilfreich sein, gleichzeitig sollte sich der sensible Bereich natürlich verriegeln lassen.

Spielhallen verzichten auf große Bargeldbestände

Zusätzlich zur hellen Beleuchtung im Inneren, empfiehlt der Katalog auch eine helle Beleuchtung im Außenbereich. Darüber hinaus wird den Betreibern nahegelegt, dass diese eine Videoüberwachung einbauen, um das Risiko für Angriffe auf die Angestellten zu verringern. Darüber hinaus wird den Spielhallen dazu geraten, sogenannte Überfallmelder an sensiblen Orten zu installieren, welche im Falle eines unbefugten Betretens einen stillen Alarm auslösen. Die Bargeldbestände sollen die Betreiber zudem gering halten, wobei dies in den meisten Spielhallen ohnehin schon der Fall ist. Die Betreiber bauen überwiegend auf Wechselautomaten, so dass sich die Gelder lediglich in den Automaten oder in den Händen der Spieler befinden. Hilfreich ist es dabei, wenn die Unternehmer in ihrer Spielhalle auf diesen Umstand hinweisen – das gilt aber natürlich auch für alle weiteren Sicherheitsvorkehrungen. Wird ein Tresor genutzt, sollte dieser über eine Einbruchmeldeanlage und ein Zeitschloss gesichert werden. So wird sichergestellt, dass die Mitarbeiter auch nach Aufforderung durch einen Kriminellen keinen Zugriff auf die Bestände haben.

Kurios: Offenbar ist es nicht gängig, dass die Spielhallen ihr Bargeld von Geldtransportunternehmen abholen lassen. Genau hierauf weist der Katalog hin, wobei alternativ auch mehrere Angestellte das Geld transportieren können. Dann allerdings immer zusammen in Gruppen und mit möglichst unauffälligen Behältern. Ohnehin spielen die Angestellten beim Schutz vor Raubüberfällen ebenfalls eine wichtige Rolle und sollten regelmäßig sensibilisiert werden. Der Katalog weist zudem darauf hin, dass sich die Angestellten dazu verpflichten sollten, niemals mit einer dritten Person über die Bargeldbestände oder interne Sicherheitsmaßnahmen zu sprechen. Viele der Vorschläge im Katalog können also ohne große Probleme und mit einfachen Mitteln umgesetzt werden. Insbesondere der Transport der Bargelder dürfte in einigen Filialen eine Sicherheitslücke sein, die nach der Veröffentlichung des Katalogs aber vermutlich zügig geschlossen werden wird.

Glücksspiel als Studium: Donau-Universität macht es möglich

Hand aufs Herz: Abgesehen von den möglichen beruflichen Chancen ist ein Studiengang in der Regel nur wenig attraktiv. Vor allem inhaltlich werden oftmals zähe Themen behandelt, in denen auch kein wirklicher Bezug zur Praxis hergestellt werden kann. Die Donau-Universität Krems hat daher bereits vor geraumer Zeit den Studiengang „Leisure, Entertainment and Gaming Business Management“, in welchem Themen rund um Spiele und das Glücksspiel gelehrt werden. Eigentlich eine sehr sinnvolle Entscheidung, die aber nicht überall auf Gegenliebe stößt.

Seit 2017 wird der Studiengang angeboten

Die Donau-Universität Krems wird auch als Universität der Weiterbildung bezeichnet. 1994 wurde die Universität eröffnet, seit dem werden hier berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengänge angeboten. Aufgeteilt ist die Uni in verschiedene Fakultäten, wobei der größte Anteil der Studenten auf die Fakultät für Gesundheit und Medizin entfällt. Bereits seit 2017 stellt die Universität aber auch den Studiengang „Leisure, Entertainment and Gaming Business Management“ zur Verfügung – als sogenanntes Kurzprogramm. Seit 2018 wird der Studiengang zudem als Vertiefungsmodul zur Verfügung gestellt und kann zum Beispiel bei einem Studiengang in Wirtschaftsrecht, Qualitätsmanagement oder Unternehmensplanung besucht werden. Inhaltlich beschäftigt sich der Kurs laut der Universität mit verschiedenen Themen. Hierzu gehören beispielsweise die Technologie, die Spieletheorie und Gamification, das Recht, aber auch der Spielerschutz und die Suchtprävention. Von Seiten der Donau-Universität heißt es hierzu, dass Teilbereiche des Studienganges gesellschaftlich enorm sensibel behandelt werden würden und die Hochschule daher ihrer Verantwortung der Aufklärung nachkomme. Gerade mit Blick darauf, dass das Glücksspiel in den letzten Jahren ein immer stärkerer Faktor in der Wirtschaft geworden ist, ist dieser Studiengang sicherlich ein guter Ansatz und dürfte gleichzeitig aufgrund der Praxisnähe auch interessant sein.

Doch das sehen nicht alle so. In der Politik regt sich in der Partei der Grünen stattdessen kräftiger Widerstand. Die Landessprecherin Helga Krismer fand ziemlich deutliche Worte und erklärte, das Land solle kein Steuergeld für das „Las-Vegas-Studium“ zur Verfügung stellen. In einer Mitteilung erklärte Krismer: „Mit dieser Lehre ernten wir nur noch mehr Leid und Gewalt durch die Sucht Glücksspiel. Denn mit der Glücksspiel-Sucht kommt es zu weiteren Begleiterscheinungen wie Gewalt generell und vor allem in der Familie.“

Harter Kern: Glücksspiel-Studium fördert die Gewalt?

Mit ihrer Aussage bewegt sich die Politikerin durchaus auf dünnem Eis, denn ganz offensichtlich sieht Krismer einen Zusammenhang zwischen dem Studium an der Donau-Universität und der Gewalt von Spielsüchtigen gegenüber der eigenen Familie. Erstaunlich gelassen reagierte die Hochschule, die nur erklärte, dass Krismer ein Übersetzungsfehler unterlaufen sei. Die korrekte Übersetzung für das Wort „Gaming Business Management“ sei „Spiele-Management“ und nicht wie von der Politikerin behauptet „Glücksspiel-Management“. Die Uni ergänzte, dass sich der Kurs vornehmlich an Manager aus der Glücksspiel- und Unterhaltungsbranche richte, aber auch App-Entwickler oder Spiele-Programmierer zur Zielgruppe gehören würden. Statt sich nur mit dem Glücksspiel zu beschäftigen, biete dieser Kurs weitaus mehr, so die Universität.

Scharf kritisiert hat die Grünen-Politikerin zudem den Glücksspielkonzern Novomatic, der unter anderem für die Spiele in den Novoline Casinos sorgt. Zwischen dem Studiengang und Österreichs größtem Glücksspielunternehmen sieht Krismer offenbar einen Zusammenhang und erklärte: „Wenn Unternehmen wie die Novomatic AG Schulungen ihrer Mitarbeiter benötigen, dann mögen sie es auch ohne Steuergeld selbst organisieren.“ Der Konzern aus Gumpoldskirchen reagierte ebenfalls gelassen auf die Kritik und teilte mit: „Wir bieten unseren Mitarbeitern zahlreiche interne Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Natürlich begrüßen wir die Initiative der Donau-Universität, auch öffentlich einen Lehrgang anzubieten, der Themen wie Spielerschutz und Casinomanagement verstärkt wissenschaftlich bearbeitet.“ Zuspruch bekommt die Universität für ihre Pläne ganz offensichtlich auch von anderen Teilen der Politik. Im Landtag wurde der Antrag der Grünen, sich die Sache doch noch einmal genauer anzusehen, vor wenigen Tagen abgelehnt.

Macau: Casinos verzeichnen erstmalig seit 29 Monaten kein Wachstum

Wer über die drei großen Glücksspielmetropolen dieser Welt spricht, der meint damit in aller Regel Las Vegas, Macau und Atlantic City. Während speziell Las Vegas als ungemein krisensicher gilt, hat sich auch Macau über die letzten Jahre diesen Ruf erarbeiten können. Kein Wunder, immerhin konnte 29 Monate lang am Stück ein Wachstum vorgewiesen werden. Doch damit scheint Schluss zu sein, denn im Januar 2019 kam es erstmalig seit mehr als zweieinhalb Jahren zu einem Abschwung in der Casino-Branche.

Experten haben die Entwicklung erwartet

Während sich der eine oder andere Chinese angesichts der Meldungen aus Macau möglicherweise verwundert die Augen reiben musste, haben Experten diese Entwicklung durchaus bereits erwartet. Immerhin steht das Glücksspiel auch in China in direktem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Stimmt diese nicht, bleiben insbesondere die Highroller aus, die in Macau für große Umsätze sorgen. Anzutreffen sind in Zeiten der negativen wirtschaftlichen Entwicklung in den Casinos hingegen oft die Krisenspieler, die mit geringen Einsätzen versuchen, einen Gewinn zu erzielen – allerdings bringen diese den Casinos einen deutlich geringeren Umsatz. Allerdings: Der Einbruch ist in Macau nicht so groß ausgefallen, wie einige Branchen-Experten im Vorfeld prophezeit hatten.

Das wiederum wirkt einen gegenteiligen Effekt auf die Aktienmärkten aus. Bedeutet im Klartext: Die Casino-Aktien haben sich von dem Abschwung längst erholt und sind schon wieder im Aufwind – vor allem eben deshalb, weil der Abschwung deutlich geringer ausgefallen ist als erwartet. Darüber hinaus war laut zahlreichen Experten auch abzusehen, dass es die Branche irgendwann einmal erwischen würde. Immerhin ging es seit 2016 für die Casinos in Macau steil bergauf – und das trotz aller internationalen Konkurrenz und insbesondere der Neuausrichtung von Las Vegas.

Gaming Inspection & Coordination Bureau vermeldet Abschwung von fünf Prozent

Erwartet worden war von Experten ein Rückgang von rund neun Prozent beim Umsatz der Casinos. Das Gaming Inspection & Coordination Bureau gab jetzt allerdings bekannt, dass der Abschwung deutlich geringer ausfiel. Demnach sanken die Brutto-Einnahmen im Januar auf 3,1 Milliarden US-Dollar, was einer Abnahme von fünf Prozent entspricht – immerhin fast die Hälfte. Genau dieser Umstand hat nun dafür gesorgt, dass die Aktienkurse der großen Casino-Unternehmen an der Börse bereits wieder zulegen. So freuten sich die Aktie der Wynn Gruppe und die Aktien der Galaxy Entertainment jeweils über ein Plus von zwei Prozent. Trotz dieser eigentlich doch erfreulichen Nachrichten, gibt es aber auch ein paar dunklere Aussichten.

Im Jahr 2019 wird von Analysten insgesamt damit gerechnet, dass die Spieler zurückhaltender agieren werden. Zurückzuführen ist das demnach offenbar auf die Entwicklungen der Weltwirtschaft. Auch hier liegt der Fokus vor allem auf den Highrollern, die laut Bloomberg-Analystin Margaret Huang deutlich weniger Geld einsetzen könnten: „Der Umsatzrückgang im Januar spiegelt die anhaltende Schwäche des Geschäfts von hochrangigen Spielern wider, die angesichts Chinas wirtschaftlicher Unsicherheit wie des Handelskrieges stärker an ihrem Geld festhalten.“ Erwartet wird trotz alledem aber auch schon wieder ein besserer Februar, denn da findet auch das chinesische Neujahresfest statt. Und da besonders viele Chinesen die Spielerschaft in Macau bilden, ist mit zahlungskräftigen Besuchern zu rechnen. Ein erstes Anzeichen dafür: Die Resorts in Macau sind am chinesischen Neujahrfest bereits ausgebucht. Experten rechnen damit, dass so im Februar ein Anstieg von bis zu fünf Prozent erzielt werden kann. Begünstigt auch dadurch, dass zeitgleich in China die Ferienzeit beginnt.

Fokus mehr auf andere Bereiche legen

Um dauerhaft einem drohenden Abschwung der Casino-Branche entgegenzuwirken, sollte auch Macau möglicherweise über Schritte in anderen Bereichen nachdenken. Konkret ist damit vor allem das Urlaubsgefühl für Familien gemeint. Bisher gibt es schon sanfte Vorstöße in diese Richtung, dennoch ist das Glücksspiel in der chinesischen Sonderzone weiterhin die treibende Kraft. Auch in diesem Zusammenhang sehen Experten jedoch eine positive Entwicklung und begründen dies damit, dass viele US-amerikanische Unternehmen in Macau angesiedelt sind – und die können ihre gesammelten Erfahrungen aus der Heimat und Las Vegas einfach mit nach Macau bringen. Gut möglich also, dass es auch in China schon lange nicht mehr dauert, bis der erste Superstar mit seiner eigenen Show dauerhaft verpflichtet werden kann. Allerdings: Dann müssten die Chinesen schnell sein, denn Las Vegas reißt sich in diesem Zusammenhang gerade einen Top-Star nach dem anderen unter den Nagel.

Ocean Resort Casino: Luxor Capital übernimmt Spielbetrieb

Las Vegas ist als Glücksspielmetropole in den USA bekannt in der ganzen Welt. Lange Zeit genoss auch Atlantic City diesen Ruf und war die Heimat für zahlreiche Casinos in den Vereinigten Staaten. Das hat sich ein kleines bisschen verändert, zwischenzeitlich war „AC“ wie ausgestorben. Doch mittlerweile wird wieder in die ehemalige Casino-Metropole investiert – auch vom Hedgefonds Luxor Capital Group, der das Ocean Resort Casino übernimmt.

Luxor besitzt noch gar keine Casino-Lizenz

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das Ocean Resort Casino in Atlantic City künftig in neue Hände gehen wird. Die Luxor Capital Group, die im Bundestaat New York beheimatet ist, wird das rund 220 Meter hohe Casino übernehmen. Kurios ist dabei, dass der neue Eigentümer noch gar keine Lizenz für den Betrieb besitzt. Laut Angaben des Konzerns solle diese aber innerhalb der nächsten drei bis vier Monate durch die New Jersey Casino Control Commission erteilt werden. Danach wäre der Weg dann frei für den neuen Inhaber, der schon zahlreiche Ideen für den Komplex hat. Ganz neu ist das Projekt für die Luxor Capital Group auch nicht. Der Konzern war finanziell gesehen bereits einmal an Umbauarbeiten beteiligt und hat dem ehemaligen Revel Casino hierfür Geld zur Verfügung gestellt. Nicht einmal sieben Monate nach der Wiedereröffnung wechselt nun die Inhaberschaft – ein optimaler Verlauf für die Luxor Capital Group, die ihr geliehenes Geld nun gleich auf zwei Wegen zurückerhalten wird.

Rund um die Beschaffung der Lizenz gilt laut dem CEO des Ocean Resort Casino, dass bis zu deren Erhalt ein Trust für das vorübergehende Eigentum des Casinos eingerichtet worden war. Dann, wenn Luxor ein Kapital von rund 61 Millionen Euro in die Immobilie investiert hat, wird ein Treuhändler damit beaufsichtigt, diesen Trust zu verwalten – bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Konzern seine Lizenz für New Jersey erhalten hat.

Comeback nach vier Jahren Pause

Für das Ocean Resort Casino ist es damit im Prinzip bereits das zweite Comeback nach einer vierjährigen Pause. Von 2014 bis 2018 musste der Betrieb geschlossen werden, nachdem immer mehr Konkurrenten in der Stadt ansiedelten. Zahlreichen Mitbewerbern ging es ähnlich, doch im letzten Jahr fanden wieder vermehrt Investoren Interesse an Atlantic City und so flossen wieder Millionen in die eigentlich totgeglaubte Stadt „AC“. Und damit kommen auch die Hoffnungen wieder. So erklärte Frank Leone als CEO des Ocean Resort Casinos mit Blick auf die Luxor-Übernahme: „Wir sind unglaublich stolz auf die Fortschritte, die unsere Teammitglieder bei der Etablierung des Ocean Resort Casinos, als eines der führenden Glücksspiel- und Freizeitziele in den Vereinigten Staaten gemacht haben. Wir sind dankbar für die Unterstützung, die wir von Luxor und unserer Community und ebenso von Atlantic City und New Jersey erhalten haben und freuen uns auf ein aufregendes Jahr 2019.“

Übernehmen wird die Luxor Capital Group mit ihrem Kauf auch die letzten Eigentumsrechte von Bruce Deifik, der das Casino im Jahr 2018 für rund 200 Millionen US-Dollar erworben hatte. Ein echtes Schnäppchen, schließlich wurde der Wert des Etablissements ursprünglich einmal mit rund 2,4 Milliarden US-Dollar taxiert worden. Obwohl Deifik eine ganze Reihe von Veränderungen in den Laden brachte, kam das Casino im Vergleich zur Konkurrenz nicht wirklich in eine bessere Ausgangslage. Eigentlich erstaunlich, denn Deifik hat enorm viel Wert auf die Unterhaltung seiner Kunden gelegt. Spieler und Spielerinnen durften im Casino rauchen, gleichzeitig standen eine Indoor-Golfanlage und ein umfangreiches Sportwetten-Angebot zur Verfügung.

Wie sich Atlantic City und insbesondere auch das „neue“ Ocean Resort Casino in der näheren Zukunft entwickeln werden, bleibt erst einmal abzuwarten. Immerhin scheint die Stadt wieder interessant für Investoren zu sein, so dass sich wieder eine breite Front an Konkurrenten bilden dürfte. Unter anderem die Stars Group ist hier einer der Namen. Abzuwarten bleibt darüber hinaus auch, ob der Zeitplan des neuen Eigentümers überhaupt eingehalten werden kann. Immerhin ist noch keine Casino-Lizenz vorhanden, die zum Betrieb des Casinos notwendig ist. Und sich darauf zu verlassen, dass die Behörden New Jerseys hier alles rechtzeitig über den Tisch kriegen, ist zumindest eine mutige Herangehensweise.

Las Vegas: Pop-Diva Christina Aguilera bekommt eigene Show

Immer wieder wurden in der Vergangenheit Töne laut, dass sich Las Vegas mehr und mehr davon verabschieden wollte, für die Besucher einzig und allein aufgrund seiner Casinos interessant zu sein. Nicht zuletzt aufgrund der großen Konkurrenz wird stattdessen ein wesentlicher Fokus auf Shows gelegt – und da hat die „Stadt der Sünde“ jetzt eine weitere Top-Verpflichtung an Land ziehen können: Die Pop-Diva Christina Aguilera.

Show im Fernsehen bei Ellen deGeneres verkündet

Ellen deGeneres ist eine der bekanntesten Talkshow-Masterinnen in den USA und konnte in ihrer Karriere bereits zahlreiche Superstars neben sich begrüßen. So auch im Falle von Christina Aguilera, die ebenfalls nicht das erste Mal bei deGeneres zu Gast war. So große Neuigkeiten wie jetzt hatte die Sängerin allerdings selten im Gepäck. „Ich werden eine Show in Las Vegas machen“, gab die heute 38-Jährige zu und erklärte auch, dass diese Planungen offenbar nicht erst seit gestern vorhanden sind. „Es war schon seit ein paar Jahren im Gespräch“, so Aguilera gegenüber deGeneres. Millionen Zuschauer wurden damit also Zeuge, wie eine weitere Pop-Gigantin Auftritte in Las Vegas bestätigt und sich damit in eine Liste prominenter Vorgänger einfügt.

Geplant ist, dass Aguilera mit ihrer eigenen Show namens „Christina Aguilera: The Xperience“ auftritt. Eine Idee, von der die Sängerin laut eigener Aussage schon seit geraumer Zeit angetan ist. Auf Instragam verkündete Aguilera, dass sich die Fans auf eine „multisensorische Flucht in eine Welt der Magie und der absoluten Freiheit“ einstellen können. Zudem erklärte sie im TV, dass die Show voller Fantasie, Liebe und Spannung stecken werde. Konkret sieht der Zeitplan vor, dass die Show schon im Mai 2019 beginnt. Am 31. Mai wird Aguilera mit ihrer neuen Tour das erste Mal auftreten und im Zappos Theather im Planet Hollywood Resort & Casino performen. Anschließend sind dann noch 15 weitere Shows geplant, die im Juni, September und Oktober durchgeführt werden sollen.

Vegas möchte mehr bieten, als nur Casinos

Die Verpflichtung von Christina Aguilera ist angesichts der letzten Entwicklungen in Las Vegas keine ganz große Überraschung. Immerhin kündigte die Stadt schon vor geraumer Zeit an, dass man den Besuchern künftig mehr bieten wolle, als nur die Unterhaltung in den Casino-Resorts. Dazu gehört also, dass in den letzten Monaten zahlreiche Stars Verträge in Vegas unterschrieben. So zum Beispiel auch Lady Gaga, die Berichten zufolge mehr als eine Million US-Dollar pro Auftritt in „Sin City“ kassieren soll. Warum sich Las Vegas von den Casinos als einziges Highlight verabschieden möchte, liegt relativ deutlich auf der Hand. Die Konkurrenz, nicht nur in Form der Online Casinos, macht der Stadt in dieser Hinsicht durchaus zu schaffen- speziell, seit sich immer mehr Investoren wieder für das eigentlich „ausgestorbene“ Atlantic City interessieren.

Zudem muss Las Vegas vermutlich auch einen Rückgang der Besucherzahlen aus den umliegenden Bundestaaten in Kauf nehmen. Der Grund hierfür liegt in der Legalisierung der Sportwetten in den USA. Die Tipper müssen für die Wettabgabe jetzt nicht mehr die Reise nach Vegas auf sich nehmen, sondern können die Sportwetten stattdessen im eigenen Bundestaat platzieren. Allzu groß werden diese Einbußen in Las Vegas aber offenbar nicht eingeschätzt, denn auch ein zweiter Flughafen ist in Planung – um die großen Massen an Touristen künftig besser „abfertigen“ zu können.

Niedersachsen: Zukunft der Spielhallen weiter unklar

Seit nunmehr fast einem Jahr warten die Betreiber von Spielhallen in Niedersachsen auf Klarheit durch das Wirtschaftsministerium des Bundeslandes. Bislang allerdings hat sich enorm wenig getan und so ist die Zukunft der Betriebe weiterhin unklar. Die Zeit allerdings drängt, denn zahlreiche befristete Genehmigungen laufen spätestens Ende 2019 aus – und bis dahin sollte Klarheit geschaffen worden sein. Schon jetzt scheint dieser Zeitplan aber kaum mehr realistisch.

Ausgangslage in Niedersachsen mehr als unglücklich

Vor rund 1,5 Jahren hat die Führung im Bundesland Niedersachsen entschieden, dass das Spiel in den Spielhallen deutlich eingedämmt werden soll. Hierfür wurde ein neuer Glücksspielvertrag verabschiedet, der allerdings mehr Probleme als Lösungen geschaffen hat. So mussten bereits rund 700 Spielhallen in Niedersachsen schließen – und das teilweise doch aufgrund sehr fragwürdiger Entscheidungen. Ein gern zitiertes Beispiel hierfür wäre zum Beispiel der Mindestabstand zu Schulen, Jugendeinrichtungen oder anderen Spielhallen. Dieser wurde auf 100 Meter festgelegt, so dass Spielhallen innerhalb dieses Radius schließen sollten. Das Problem: Welche Spielhalle genau im Falle von mehreren betroffenen Betrieben schließen muss, wurde vom Ministerium erst einmal nicht definiert.

Eine Entscheidung, die natürlich nicht tragbar war und so wurde kurzerhand per Losverfahren entschieden, welche Spielhalle in einem derartigen Fall weiter bestehen bleiben dürfte. Ein Betreiber aus Niedersachsen erklärte gegenüber „PAZ“: „Im Ordnungsamt wurde eine Lostrommel mit Nummern gedreht.“ In diesem Fall hätte der Betreiber 14 Meter zu nah an der Spielhalle eines Konkurrenten gelegen, so dass das Losverfahren gegriffen hätte. „Ich habe mich mit meinem Konkurrenten im Vorfeld getroffen, wir haben gesagt, wir können die Entscheidung nicht beeinflussen, wir teilen uns die Kosten“, so der Betreiber. Sein Los wurde allerdings nicht gezogen und so musste die Halle geschlossen werden. Dank verschiedener Klagen konnte in diesem Fall aber noch eine befristete Genehmigung bis zum Jahresende 2019 erreicht werden – längst kein Einzelfall in Niedersachsen.

Ministerium lässt mit neuem Gesetz auf sich warten

Da auch das Ministerium relativ schnell erkannte, dass dieser Weg nicht der „Königsweg“ sein könne, wurde versprochen, dass Gesetz zu überarbeiten. Das war im letzten Sommer, seit dem hängen die Spielhallenbetreiber in Niedersachsen in der Luft. Ärgerlich vor allem deshalb, da in einigen Fällen noch Investitionen getätigt werden müssen. Es besteht also die Gefahr, dass ein Betreiber zum Beispiel in eine neue Alarmanlage investieren muss, wenig später aber dann entschieden wird, dass seine Spielhalle geschlossen wird – das wäre also gleich doppelt ärgerlich. Immerhin teilte das Ministerium in Hannover mittlerweile mit, dass die Vorarbeiten für das neue Gesetz fast abgeschlossen seien. Das heißt, dass sich schon bald auch verschiedene Verbände und das Kabinett mit dem Entwurf beschäftigen können. Auch das wird allerdings wieder Zeit in Anspruch nehmen, so dass der gesamte Prozess vermutlich nicht in 2019 zu bewerkstelligen sein wird. Offen bleibt, wie dann mit den befristeten Genehmigungen umgegangen wird, bzw. ob diese noch einmal verlängert werden.

Schon jetzt ist allerdings klar, dass der neue Vertrag deutlich detaillierter auf die Auswahlkriterien für Betreiber eingehen wird. So soll der Gesetzesentwurf zum Beispiel als Auswahlkriterien ein mögliches Rauchverbot beinhalten, gleichzeitig spielt wohl auch die Nähe zu Schulen oder Gaststätten eine wichtige Rolle. Pluspunkte können Betreiber zudem dadurch sammeln, dass sie die Spielautomaten in ihren Spielhallen nicht in Zweiergruppen, sondern einzeln aufstellen. Geplant ist außerdem, dass Kunden in den Spielbetrieben künftig kein Bargeld mehr bekommen sollen. Das ist schon vielerorts der Fall, lässt sich allerdings leicht durch Geldautomaten oder Terminals in unmittelbarer Nähe der Spielhalle umgehen. Interessant wird der neue Entwurf aber auch für besonders große Spielhallen. Diese sollen auf Antrag eine Verlängerung der Genehmigung bis zum 30. Juni 2021 erhalten – und bis dahin dürfte dann wirklich alles Rechtliche geklärt sein.

Pay ’n Play Casinos: Bahnt sich ein neuer Trend an?

Wer heutzutage in einem Online Casino seine Einsätze platzieren möchte, der muss sich in aller Regel erst einmal registrieren. Hier wird ein eigenes Spielerkonto eingerichtet, wofür zum Beispiel ein gewünschter Spielername oder die echte Wohnanschrift angegeben werden müssen. Ein ganz neuer Trend scheint sich jetzt aber mit den Pay ’n Play Casinos anzubahnen. Hierbei handelt es sich um Casinos, in denen die Spieler ohne eine vorherige Registrierung ihre Einsätze platzieren können. Aber ist das sinnvoll? Und wie funktioniert das Ganze?

Immer kürzere Wartezeiten werden geboten

Die heutige Konsumgesellschaft ist gerade in Zeiten der Digitalisierung enorm verwöhnt. Während vor ein paar Jahren noch lange Wartezeiten bei Zahlungen im Internet abgewartet werden mussten, sieht das mittlerweile ganz anders aus. Wer beispielsweise bei einem Streaming-Dienst einen Film erwirbt, kann diesen binnen weniger Sekunden dann auch anschauen. Nicht ausgenommen von dieser Lust auf immer schnellere Unterhaltung ist die Glücksspielbranche. Gut erkennbar ist dies zum Beispiel in den Kassenbereichen der Anbieter. Während die Online Casinos in ihren Anfangsjahren mit enorm langen Wartezeiten und nur einer begrenzten Auswahl von Zahlungsmöglichkeiten aufgetreten sind, sieht das Bild 2019 ganz anders aus.

Nicht selten finden sich zehn, 20 oder noch mehr Bezahlmethode im Portfolio eines Anbieters, wobei der Großteil aller Zahlungsmöglichkeiten eine sofortige Gutschrift der Einzahlungssumme bietet. Wer also beispielsweise die Kreditkarte zückt, kann innerhalb weniger Augenblicke einen Betrag auf sein Konto einzahlen und anschließend mit dem Spiel beginnen. Auf welchem Wege die Einzahlung dann genau durchgeführt wird, ist dem Spieler frei überlassen. Zur Auswahl stehen neben der Kreditkarte zum Beispiel auch eWallets wie Skrill, Neteller oder PayPal. Darüber hinaus kann bei den meisten Anbietern auch die Paysafecard für umgehende Einzahlungen auf das Spielerkonto genutzt werden.

Anmeldung kann mittlerweile umgangen werden

Auch wenn die Zahlungsportfolios der Anbieter zum Teil ganz unterschiedlich aussehen, vereint den überwiegenden Teil der Branche die Tatsache, dass vor der Spielteilnahme erst einmal eine Kontoeröffnung bzw. Registrierung erforderlich ist. Hierfür wird die Webseite des Casinos aufgerufen, anschließend wird dann ein Formular für die Kontoeröffnung ausgefüllt. Eingetragen werden müssen hier meist unterschiedliche Daten, zu denen zum Beispiel die Anschrift, die E-Mail-Adresse, der gewünschte Spielername oder ein eigenes Passwort gehören. Erledigt sind derartige Anmeldungen meist innerhalb von wenigen Augenblicken, trotzdem haben sich findige Köpfe nun dazu entschlossen, in ihren Casinos auf die Kontoeröffnung zu verzichten.

Es gibt auch bereits einen Namen für diese Herangehensweise: Pay ’n Play. Der Name kommt natürlich daher, dass abgesehen von den Einzahlungen keine weiteren Schritte notwendig sind. Spieler besuchen also die Seite eines Casinos und können einfach direkt ihre Einzahlung auf das Spielerkonto bringen – und dann ihren gewünschten Einsatz platzieren.

Wie funktioniert Pay ’n Play ohne Anmeldung?

Doch wie kann das funktionieren? Die Ursache lässt sich ganz einfach in der Zwei-Faktor-Authentifizierung finden, mit der die Identität eines Spielers bei der Abwicklung einer Zahlung lückenlos festgestellt werden kann. Aus diesem Grund ist es in den Pay ’n Play Casinos auch nicht möglich, zum Beispiel mit der Paysafecard eine Einzahlung durchzuführen. Stattdessen muss die Transaktion von einem Bankkonto in Auftrag gegeben werden. Allerdings: Mit Hilfe des Online-Bankings oder externer Anbieter wie Trustly kann die Einzahlung dann trotzdem innerhalb weniger Augenblicke auf das Spielerkonto überwiesen werden und eine tagelange Wartezeit lässt sich umgehen. Wer also Trustly nutzt, liefert bei der Abwicklung der Zahlung genug Informationen an das Casino, damit diese den Zahlungsbetrag eindeutig zuweisen kann. Genau das gleiche Prinzip greift dann bei der Auszahlung vom Spielerkonto.

Sicherlich wichtig zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass die Anbieter der Pay ’n Play Casinos sämtliche rechtlichen Vorgaben einhalten und ordnungsgemäß umsetzen. Das bedeutet also, dass die Daten hier natürlich ausschließlich verschlüsselt übertragen werden. Darüber hinaus sollten Spieler ihre Einsätze nur bei Anbietern platzieren, die eine offizielle Lizenz einer Regulierungsbehörde vorweisen können. Gibt es die nicht, ist das Angebot mit allergrößter Vorsicht zu genießen und in der Regel zu meiden. Abgewickelt wird die Zahlung im Casino dann zunächst einfach nur durch die Eingabe des gewünschten Einzahlungsbetrags und dem Klicken des jeweiligen Zahlungsbuttons. Anschließend muss zur Verifizierung dann ein Code oder ähnliches eingetragen werden, den die Spieler auf ihr Mobiltelefon zugeschickt bekommen.

DrückGlück: Casino bringt seine TV-Show zurück ins Fernsehen

Im Jahr 2016 hat das DrückGlück Casino mit seiner eigenen TV-Show vollkommen neue Maßstäbe im Bereich der Glücksspielwerbung setzen können. Das Konzept kam bei den Zuschauern gut an und wurde so wenig überraschend auch noch in einer zweiten Staffel ausgestrahlt. Jetzt teilte der Anbieter mit, dass die Show ab Ende Januar 2019 auch in einer dritten Staffel wieder im Fernsehen für Begeisterung sorgen soll.

Vollkommen neue Maßstäbe gesetzt

Die Konkurrenz für die Online Casinos ist riesig und so müssen sich die Unternehmen ausgefallene Marketingmaßnahmen einfallen lassen, um aus der breiten Masse der Anbieter hervorzustechen. Genau das ist DrückGlück im Jahre 2016 gelungen – und zwar auf eine bis dato und heute vollkommen neuartige Art und Weise. Vor drei Jahren führte der Konzern im Rahmen eines millionenschweren Marketingpakets nicht nur zahlreiche Partnerschaften ein, sondern auch seine eigene TV-Show. Das Prinzip war dabei denkbar einfach: Die Spieler konnten in der laufenden Show anrufen und in einem Spiel gegen einen Moderator antreten. Wählbar waren nicht nur Slotspiele, sondern zum Beispiel auch Roulette. Die Partei, die am Ende von einer gewissen Rundenanzahl den größeren Gewinn verbuchen konnte, durfte diesen behalten. Für Spieler also eine erstklassige Möglichkeit, ohne Risiko an einen großen Gewinn zu kommen – die Anrufe waren vollkommen kostenlos möglich.

Ein Jahr später strahlte DrückGlück dann bereits die zweite Staffel der Erfolgs-Show aus, nachdem die Sendezeit der ersten Staffel zwischenzeitlich schon von 30 auf 45 Minuten verlängert worden war. In der zweiten Staffel allerdings veränderte der Anbieter das Spiel-Prinzip. Die Sendungen waren nicht mehr live, sondern wurden aufgezeichnet. Die Spieler mussten sich also im Vorfeld bewerben und konnten dann für die Aufzeichnung der Show ihr Glück herausfordern.

Ab dem 30. Januar ist die dritte Staffel on Air

Ab dem 30. Januar 2019 möchte das Casino mit seiner Show jetzt zum dritten Mal an den Start gehen und im Rahmen einer groß angelegten Marketingkampagne erneut vergleichbare Erfolge wie in den Vorjahren feiern. Der Anbieter bietet den Zuschauern in insgesamt 22 Episoden wieder die Chance, live in der Show anzurufen und ihr Glück im Duell gegen einen der Moderatoren unter Beweis zu stellen. Wie das Casino bekanntgab, sollen die ersten fünf Episoden auf RTL2 ausgestrahlt werden, die folgenden 17 Episoden soll dann der altbekannte „DrückGlück-Sender“ Sport1 übernehmen. Maxim Batov, zuständiger Mitarbeiter von DrückGlück, erklärte: „Die DrückGlück TV Show hat bewiesen, dass sie beim Publikum in Deutschland enorm gut aufgenommen wird und so sind wir erfreut, mitteilen zu können, dass die Show ab dem 30. Januar wieder zurückkehren wird.“

Zurückkehren werden mit der Show auch altbekannte Moderatorengesichter. Max Schradin, Daniela Gotto, Norman Magolei und Lisa Maria Überbacher werden die Zuschauer durch die Sendung führen, wobei alle vier bereits lange Erfahrung im Moderieren von Spielshows vorweisen können. Für eine bunte Unterhaltung und das gewisse Extra wird hier also ganz sicher gesorgt sein. Hinsichtlich des Spielprinzips der Show teilte der Sender mit, dass man sich wieder zu den Ursprüngen begeben wolle. Das bedeutet also im Detail, dass die Anrufer live in die Sendung geschaltet werden und hier direkt im Duell gegen einen der Moderatoren oder Moderatorinnen antreten können. Dabei werden jeweils zehn Runden an einem Spielautomaten gespielt, der Spieler mit dem größeren Gewinn gewinnt diesen am Ende der Spielrunden. Im Idealfall räumen die Spieler also einen großen Gewinnbetrag ab, sollte das nicht klappen, macht das Casino als Entschädigung für den Anrufer 100 Euro locker. Gewonnen wird hier also in jedem Fall.

DrückGlück und das TV: Das passt

Dass DrückGlück vom TV und den Partnerschaften im und für das Fernsehen eine Menge versteht, hat der Anbieter in der Vergangenheit bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Das Casino kooperiert zum Beispiel mit dem Zweitligisten Holstein Kiel, der bekanntlich regelmäßig im Fernsehen zu sehen ist. Darüber hinaus hat der Anbieter in der jüngeren Vergangenheit auch schon mehrfach bekannte TV-Shows wie „Global Gladiators“ oder „Promi Big Brother“ gesponsert. Der Hintergrund für dieses Marketing liegt auf der Hand: Der Anbieter sticht zum einen aus der breiten Masse hervor, zum anderen erhofft sich der Konzern aber auch, mit den genannten Aktivitäten genau die eigene Zielgruppe an Kunden erreichen zu können.

Spielbank Bad Kötzting: Spielertrag sinkt um ganze elf Prozent

Obwohl es nicht allen Spielbanken in Deutschland besonders gut geht, können die bayerischen Spielbanken hier eigentlich als gesunde Ausnahme bezeichnet werden. Im Süden der Republik rollt der Rubel erfahrungsgemäß, was nicht zuletzt an der Nähe zu unterschiedlichen Grenzregionen liegt. Allerdings gibt es auch hier noch einmal eine Ausnahme der Ausnahme: Die Spielbank Bad Kötzting. Hier nämlich gingen die Erträge im vergangenen Jahr um elf Prozent zurück, dennoch blickt die Spielbankleitung aber optimistisch in die Zukunft.

Elf Prozent Ertragsrückgang, aber nur 66 Besucher weniger

Währen die Spielbank in Bad Steben im Jahr 2018 ein Rekordjahr feiern konnte, gibt es mit der Spielbank Bad Kötzting auch ein kleines Sorgenkind unter den eigentlich erfolgreichen bayerischen Spielbanken. Kurz vor dem 18. Geburtstag des Betriebes wurde nun die Bilanz für das abgelaufene Jahr 2018 vorgelegt, zu der man durchaus geteilte Meinungen haben kann. Allerdings nicht dann, wenn es nach Spielbankdirektor Klaus Schleicher geht, der bereits seit Beginn an ein Teil der Spielbank ist. Der Chef ist mit der Entwicklung insgesamt zufrieden, da der Spielertrag brutto weiterhin über der Grenze von zwei Millionen Euro liegt. Allerdings nur hauchdünn bei 2,027 Millionen Euro. Die Erträge an den Spieltischen sind dabei zurückgegangen, die Erträge an den Automaten aber konstant geblieben. Schleicher erklärt, dass die Lage allerdings dramatischer erscheine, als sie wirklich ist. Gemessen am Ertrag ist die Spielbank in Bad Kötzting zwar die schlechteste Anlaufstelle in Bayern, dennoch erklärt Schleicher, dass man „in einem Boot mit allen Spielbanken“ sitze.

Trotz des Rückgangs im Ertrag, der unterm Strich immerhin ein Minus von rund 250.000 Euro bedeutet, sieht der Direktor positiv in die Zukunft und hat hierfür auch ganz bestimmte Gründe. So hat die Spielbank in den letzten Jahren und auch noch 2018 massiv darunter gelitten, dass Spieler ins Nachbarland Tschechien abgewandert sind. Hier wurde die Gesetzeslage jüngst jedoch verschärft, so dass die deutschen Spielbanken in den Grenzregionen darauf hoffen, dass die Spieler zu ihnen zurückkehren. Das ist offenbar seit dem 1. Januar auch wieder verstärkt der Fall, nachdem in Tschechien die Zutritte zu den Casinos verändert wurden. Besucher müssen jetzt ihre persönlichen Daten preisgeben und erhalten dann eine personalisierte Spielerkarte – das möchten viele Spieler aber nicht. Zudem war ein starkes Argument der tschechischen Spielbanken lange Zeit die Tatsache, dass hier geraucht werden durfte. Auch das wurde vom Gesetz mittlerweile aber geändert. Ganz unberechtigt sind die Hoffnungen des Direktors auf Rückkehrer also vermutlich nicht.

Rückgänge an den Spieltischen bereiten keine Sorge

Ebenfalls nicht dramatisch sieht Schleicher die Entwicklung an den Spieltischen und Automaten. Wie bereits erwähnt, sind die Einbußen vor allem im Großen Spiel, also dem Spiel an den Spieltischen zuzuschieben. Das kleine Spiel, also das Spiel an den Automaten, sei dafür aber konstant geblieben. Weitaus interessanter sei für ihn zudem, dass gerade einmal 66 Besucher weniger als im Vorjahr den Weg in die Spielbank gefunden haben, erklärte Schleicher gegenüber der „Mittelbayerische“. Kritischer sieht Schleicher wiederum die Tatsache, dass die illegale Konkurrenz und auch die stationären Spielhallen nicht ausreichend reguliert werden würden. Der Plan des erfahrenen Leiters ist daher, sich überwiegend auf das eigene Angebot zu fokussieren, da dies beeinflusst werden kann. Und da wartet in den kommenden Monaten unter anderem mit dem Finale der Spielbanken Bayern Pokermeisterschaft noch das eine oder andere Highlight auf die Besucher.

Spielbank Bad Steben: 2018 war ein Rekordjahr

Die meisten Spielbanken in Deutschland haben 2018 ein zumindest anstrengendes Jahr hinter sich. Gekämpft wird in der Regel an mehreren Fronten, denn neben zunehmender Konkurrenz aus dem Internet sind die Spielbanken oftmals mit den gesetzlichen Vorgehensweisen nicht so ganz einverstanden. Das ist in vielen Betrieben auch spürbar, denn nicht an jedem Ort werden wunderbar schwarze Zahlen geschrieben. Bad Steben kann sich hier jedoch gekonnt herausziehen, denn im vergangenen Jahr 2018 feierte die Spielbank ein echtes Rekordjahr.

Spielbank-Leiter Braunersreuther als „Vater des Erfolgs“

Wer der Spielbank Bad Steben abends einen Besuch abstattet, der kann sich in der Regel auf ein breites Publikum einstellen. Das ist keinesfalls selbstverständlich, denn in der Regel haben die Spielbanken in der Republik doch mehr oder weniger stark mit einem Rückgang der Besucherzahlen zu kämpfen. Nicht so aber Bad Steben. Zu verdanken hat dies die Spielbank vor allem ihrem Leiter Udo Braunersreuther, der in Bad Steben als „Vater des Erfolgs“ gilt. Braunersreuther hat vor rund sieben Jahren die Leitung des bayerischen Casinos übernommen und kann seit dem eine beeindruckende Entwicklung vorweisen. Der Schlüssel zum Erfolg: Vor gut fünf Jahren führte Braunersreuther die Themenabende ein und war seiner Zeit damit lange Voraus. Was heutzutage fast als Standard in den Spielbanken gilt, war damals ein absolutes Novum – und gleichzeitig ein mutiger Versuch.

Für diesen wurde die Spielbank aber unlängst belohnt und konnte sich steigender Anzahl an Veranstaltungen auch über zunehmende Besucherzahlen freuen. Nicht selten finden sich mehrere hundert Gäste in der  Spielbank ein, wenn diese einen ihre After-Work-Abende oder einen anderen Themenabend veranstaltet. Damals war es „ein Experiment, das wir auch nur machen konnten, weil unsere Mitarbeiter hier im Gaus dem ganz offen gegenüberstanden“, so Braunersreuther. Im Februar wird das Casino nun zum Beispiel seinen 50. After-Work-Live-Abend veranstalten, an welchem mit einem Besucherrekord gerechnet werden darf. Bisher liegt der Top-Wert bei 650 Besuchern, die sich wohlgemerkt an einem Mittwochabend in der Spielbank eingefunden haben. Braunersruther ist dabei auch begeistert davon, dass sich immer wieder neue Gesichter in Bad Steben sehen lassen. „Dass wir im ersten Jahr der Reihe 33 Prozent Erst-Besucher hatten, ist ja nicht überraschend. Aber wir hatten selbst 2018 noch 23 Prozent Erst-Besucher“, so der Spielbank-Leiter.

Das beste Jahr seit der Einführung des Rauchverbots

Das Konzept in Bad Steben scheint also aufzugehen, denn die Zahlen haben sich seit der Einführung der Themenabende ebenfalls deutlich verbessert. 2018 strömten 33.000 Besucher in die Spielbank, 2018 wuchs die Zahl auf 36.000. Damit legte das Casino gleichzeitig auch die höchsten Besucherzahlen seit 2008 vor. Einem schwierigen Jahr, da damals das Rauchverbot eingeführt wurde und dafür sorgte, dass unzählige Spieler ins tschechische Nachbarland abwanderten. Mittlerweile wird aber auch dort deutlich schärfer reguliert, zudem leidet die Konkurrenz in Form der Spielotheken unter strengen gesetzlichen Hürden. Gut für die Spielbanken, denn Bad Steben kann sich mittlerweile darauf verlassen, dass viele der Abgewanderten ihren Weg wieder zurückfinden.

Rund drei Millionen Euro konnte die Spielbank so im vergangenen Jahr als Spielertrag verzeichnen, was dem besten Wert seit 2007 entspricht. Auch hier sieht die Spielbank das Rauchverbot als Ursache, denn der durchschnittliche Spielertrag hat sich in den Jahren seit der Einführung von rund 4,5 Millionen Euro auf etwas mehr als zwei Millionen Euro halbiert. Jetzt geht der Trend allerdings wieder aufwärts, was eben auch dem Event-Publikum zu verdanken ist. Generell lässt sich aber auch sagen, dass die Spielbanken in Bayern einen besonderen Stand genießen und einen Zuwachs von rund zwölf Prozent beim Spielertrag erwirtschaften konnten. Die Besucherzahlen sind im Bundesland um drei Prozent angestiegen.

Spielbanken: Wird 2019 ein Jahr für die Spielbanken?

Spieler in Deutschland haben bekanntermaßen zahlreiche Möglichkeiten, um ihrem Hobby – dem Glücksspiel – nachzugehen. Zum einen sind im Internet unzählige Unternehmen zu finden, zum anderen gibt es aber auch die klassischen Spielotheken und Spielbanken. Vor allem Letztere genießen eine ganz besondere Stellung in Deutschland und es wird nicht selten behauptet, dass diese unter einem besonderen Schutz des Staates stehen. Aber ist das auch für das Jahr 2019 eine Sicherheit? Oder rollt die „Dampfwalze Konkurrenz“ auch in diesem Jahr wieder trampelnd durch die Glücksspielbranche?

Regulatorische Situation könnte den Spielbanken in die Karten spielen

Spielbanken gibt es in Deutschland in der gesamten Republik. Während sich die Bundesländer hinsichtlich der Online-Glücksspielanbieter keinesfalls einig sind, genießen die Spielbanken einen besonderen Schutz und werden unter staatlicher Hand ganz regulär betrieben. Das ist ein enormer Vorteil, denn während der private Teil der Branche zuletzt durch verschiedene Vorgaben immer stärker eingeschränkt wurde, konnten die Spielbanken die Begrenzungen elegant umschiffen – und das bundesweit. Darüber hinaus ist auch in Zukunft nicht damit zu rechnen, dass die Spielbanken von besonders strengen regulatorischen Bedingungen eingeschränkt werden. Vorteilhaft ist das natürlich auch an anderer Stelle: Während sich die Spieler bei Online-Anbietern teilweise nicht sicher sind, ob sie dort spielen können oder nicht, ist die Sachlage in den Spielbanken ziemlich klar und es kann bedenkenlos gespielt werden.

Auf der anderen Seite allerdings bereitet die aktuelle Lage den Spielbanken auch ein paar Probleme. Immerhin wird die Online-Branche nur sehr dürftig bis gar nicht reguliert und kann somit ganz nach den eigenen Wünschen wirtschaften. Zumindest aktuell ein großer Vorteil, wobei dieser aber in der nahen Zukunft durch den Gesetzgeber eingeschränkt werden dürfte. Weitaus stärker betroffen sind von diesem Umstand zudem die kleineren Spielhallen, die neben der Konkurrenzsituation zahlreiche Vorgaben beachten müssen.

Anzahl der Spielotheken hat sich deutlich verringert

In zahlreichen größeren und kleineren Städten mussten bereits viele Spielotheken schließen, da durch neue Glücksspielverträge sogenannte Mindestabstandsregelungen ins Leben gerufen worden. Je nach Stadt und Gemeinde müssen die Spielhallenbetreiber so einen Mindestabstand zu anderen Spielotheken, Schulen oder Jugendeinrichtungen beachten. Unzählige Unternehmen fielen in dieses Raster und mussten dementsprechend ihre Türen schließen. Viele Anbieter konnten sich nur durch Ausnahmeregelungen und Übergangslösungen halten, auch hier ist also in der kommenden Zeit möglicherweise noch mit weiteren Schließungen zu rechnen. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber im letzten Jahr mit der Einführung der Technischen Richtlinie 5.0 noch einmal dafür gesorgt, dass sich die Arbeit für die stationären Betriebe erschwert. Die Automaten machen deutlich öfter Pause, gleichzeitig werden Einsätze begrenzt und Verluste der Spieler beschränkt. All das sind Entscheidungen, die sich unweigerlich nachteilig auf die Spielotheken auswirken.

Von diesen Änderungen sind die Spielbanken aber wie erwähnt nicht betroffen. Während die Spieler also in der Spielothek an der nächsten Ecke schon zahlreiche Minuten damit verbringen, das Geld in einen Automaten zu buchen, kann in der Spielbank weiterhin binnen Sekunden eingezahlt und gespielt werden.

Fokus wird auf dem Rahmenprogramm liegen

Obwohl also bereits von regulatorischer Seite eine Menge für ein erfolgreiches Jahr der Spielbanken spricht, sind die Unternehmen in dieser Hinsicht auch selbst gefordert. Das Stichwort dürfte in diesem Zusammenhang das Rahmenprogramm neben dem Spiel sein, denn mit den Spieltischen und Automaten allein werden keine Besucherströme mehr in die Betriebe gelotst. Bereits im letzten Jahr ist dieser Trend deutlich geworden, da immer mehr Spielbanken neben dem Spiel auch Themenabende oder ähnliche Veranstaltungen in ihr Programm aufgenommen haben. Genau das dürfte auch im kommenden Jahr wieder der Schlüssel zum Erfolg sein. Und wie so oft gilt dabei: Je ausgefallener die Aktion, desto mehr wird darüber gesprochen und desto mehr Besucher dürfte diese ins Casino locken. Halten sich die Spielbanken daran, sind durchaus gute Chancen vorhanden, dass die Anbieter das Jahr 2019 zum Jahr der Spielbanken machen können.

Stargames: Casino stellt Echtgeld-Betrieb in Schleswig-Holstein ein

Schleswig-Holstein galt und gilt für viele Glücksspielunternehmen als „El Dorado“ des Glücksspiels in Deutschland. Tatsächlich zeigte sich das Bundesland im hohen Norden in den letzten Jahren immer wieder großzügig, wenn es an die Vergabe von Lizenzen für den Casinobetrieb ging. Allerdings: Aufgrund historischer Unstimmigkeiten in der Landesregierung müssen einige Anbieter aktuell mit auslaufenden Lizenzen kämpfen. So auch Stargames. Die Folge: Das beliebte Casino hat das Echtgeld-Spiel in Schleswig-Holstein erst einmal pausiert.

Spieler können sich nicht mehr bei Stargames einloggen

Spieler, die nicht aus Schleswig-Holstein stammen, sind jetzt vielleicht erst einmal überrascht: Stargames und Echtgeld? Das dürfte doch eigentlich schon seit längerer Zeit nicht mehr möglich sein. Stimmt auch, aber eben nur teilweise. Tatsächlich konnte Stargames nämlich mit einer Lizenz aus dem Bundesland Schleswig-Holstein dafür sorgen, dass zumindest die Spieler aus dem nördlichsten Bundesland weiterhin Echtgeld-Einsätze platzieren konnten. Nach dem Rückzug des Anbieters vom deutschen Markt und einer kurzen Pause stellte das Casino Spielern aus den anderen Bundesländern nur noch die Spielgeld-Währung „Stars“ zur Verfügung, mit der aber dennoch alle Games des Portfolios gespielt werden konnten.

In Schleswig-Holstein ist jetzt erst einmal gar kein Einsatz mehr bei Stargames möglich. Der Anbieter teilte mit, dass ab dem 17. Januar 2019 keine Echtgeld-Einsätze mehr in Schleswig-Holstein platziert werden können. Um Stars wird hier ebenfalls nicht gespielt, stattdessen ist kein Login mehr auf der Webseite des Anbieters möglich. Besuchen Spieler die Homepage des Casinos, erhalten sie einen Hinweis, dass das Echtgeld-Spiel und der Login nicht mehr möglich sind. Darüber hinaus haben Spieler aus Schleswig-Holstein eine E-Mail des Casinos erhalten. Darin heißt es: „Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir den Betrieb auf StarGames.de aufgrund einer ungewissen regulatorischen Situation am 17.01.2019 bis auf weiteres einstellen werden. Falls wir unsere Spiele in Zukunft wieder für Echtgeld anbieten werden, informieren wir Sie natürlich umgehend. Außerdem werden wir sicherstellen, dass Sie Ihre bestehenden Logindaten weiterverwenden können, wenn der Betrieb von StarGames.de wieder aufgenommen wird.“

Gelder werden mit Hilfe des Kundensupports ausgezahlt

Darüber hinaus erklärt der Anbieter in der E-Mail seine Dankbarkeit und hofft, dass die Spieler auch in Zukunft wieder auf StarGames.de zurückgreifen, wenn der Anbieter wieder auf den Markt zurückkehrt. Ob und wann dies passiert, ist bislang allerdings noch vollkommen unklar. Dadurch, dass ein Login in das Spielerkonto nicht mehr möglich ist, müssen sich die Kunden bei Auszahlungswünschen an den Kundensupport des Anbieters wenden. Erreichbar ist dieser rund um die Uhr per E-Mail, die Mitarbeiter unterstützen dann bei der Abwicklung der Transaktionen. Auch auf diesen Umstand weist Stargames seine Spieler gleich doppelt hin. Auf der Webseite erscheint auch dieser Hinweis, in der Mail heißt es: „Falls sich auf Ihrem Spielerkonto noch Guthaben befindet, das Sie auszahlen möchte, oder Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unser Support-Team.“

Wie in der Mail des Anbieters beschrieben, hat der Rückzug in erster Linie regulatorische Gründe. Die Lizenz des Casinos ist Anfang des Jahres 2019 ausgelaufen, nachdem diese nur für einen befristeten Zeitraum vergeben wurde. Schleswig-Holstein vergibt aktuell keine neuen Lizenzen, so dass sich der Anbieter jetzt erst einmal vom Markt verabschieden muss. Allerdings gibt es Grund zur Hoffnung: Da der Weg im hohen Norden mit eigenen Lizenzen in den letzten Jahren grundsätzlich erfolgreich war, möchte das Land diesen offenbar beibehalten. Die Landesregierung kündigte an, dass man notfalls wieder zu einem eigenen Gesetz greifen wolle, wenn bundesweit keine Einigung gefunden werden könne – und danach sieht es aktuell nicht aus, da die Einstellungen der Bundesländer gegenüber dem Glücksspiel viel zu unterschiedlich sind. Gut möglich also, dass Schleswig-Holstein schon bald wieder zu dem „El Dorado“ wird, wie es die Glücksspielunternehmen und „Zocker“ kennen.

Hard Rock: Neuer Casino-Komplex in Japan geplant

Die übergroße Gitarre der Hard Rock Resorts ist das absolute Markenzeichen des Unternehmens und nahezu auf der ganzen Welt bekannt. Vor allem in den USA ist Hard Rock eines der großen Aushängeschilder der Glücksspielbranche, in anderen Teilen der Welt soll jetzt nachgearbeitet werden. Ein Land, für das sich das Unternehmen interessiert, ist Japan. Hier warten zahlreiche spielbegeisterte Asiaten, die sich in Zukunft im „Hard Rock Resort Japan“ dem Spiel widmen können. Der Bau des Casino-Komplexes ist jedenfalls schon in Planung.

Neubau soll den Namen Hard Rock Resort Japan tragen

Expansionen sind in der Glücksspielbranche in den letzten Monaten wichtiger denn je geworden. Die Konkurrenz schläft nicht und der Kampf um die Gunst der internationalen Spieler hat schon längst begonnen. Einen wichtigen Meilenstein plant die Hard-Rock-Gruppe, die auf dem japanischen Branchentreffen „Hokkaido IR Showcase“ mitteilte, dass ein Resort in Japan geplant sei. Hierbei soll es sich um ein Hotel der Extraklasse handeln, welches zum Konzept „World Class Entertainment Hard Rock Resort“ gehört. Tragen soll das neue Resort den Namen „Hard Rock Resort Japan“. Wie Hard Rock-CEO Jim Allen mitteilte, soll es sich nicht ausschließlich um ein Casino handeln, sondern gleichzeitig auch um ein Hotel – typisch Hard Rock also. Geplant sind demnach zwei Komplexe, zum einen ein gitarrenförmiges Hotel, zum anderen ein Casino-Komplex. Ergänzt werden soll das Mega-Gelände unter anderem durch ein Wellness-Center, eine Konzerthalle und ein Einkaufszentrum.

Ziel ist es, nicht nur Spieler, sondern auch Familien für das Konzept des Unternehmens zu begeistern. Hinsichtlich des Designs möchte sich Hard Rock deshalb auch an der japanischen Historie orientieren und richtet das Haus im Zeichen der Ainu ein – einem nordjapanischen Ureinwohner-Volk. Allen erklärte dazu: „Wir freuen uns sehr über die Aussicht, den Bewohnern von Hokkaido die Hard-Rock-Familie in Kombination mit einem erstklassigen Unterhaltungsresort vorstellen zu können. Dies wird nicht nur wirtschaftliche Vorteile für die örtliche Gemeinschaft bringen, sondern auch als Schnittstelle dienen, um mehr über das wunderbare Erbe Japans und alles, was es zu bieten hat, zu erfahren.“ Mit dem Resort in Hokkaido allein soll es das aber noch nicht gewesen sein. Insgesamt drei Lizenzen hält der Konzern in Japan, mehrere Städte stehen offenbar zu Auswahl für weitere Resort-Eröffnungen.

Partnerschaften sollten auf dem asiatischen Markt weiterhelfen

Allen erklärte zudem, dass der Konzern eine Partnerschaft mit dem Hotel-Konzern HPL eingehen werden, um eine komfortable und erstklassige Ausstattung in seinen Resorts bieten zu können. Bei HPL handelt es sich um ein Unternehmen aus Singapur, also einen weiteren Partner aus dem asiatischen Raum. Neben der Partnerschaft mit der Stadt Hokkaido und rund um das neue Hotel, geht Hard Rock in den kommenden Monaten offenbar noch weitere Kooperationen ein, wie der Konzern verlauten ließ. Geplant ist zum Beispiel, die Kooperation mit den New York Yankees auszubauen und diese auch im asiatischen Raum voranzutreiben. Die Yankees sind einer der prominentesten Partner der Hard-Rock-Gruppe und schon seit über zehn Jahren als Partner aktiv.

Einen ganz besonderen Trumpf hält Hard Rock zudem mit dem Unternehmen Nederlander Worldwide Entertainment in der Hand. Hierbei handelt es sich um einen Konzern, der Musicals für den Broadway inszeniert und damit höchst erfolgreich arbeitet. Zuletzt wurde mit dem Musical „King Kong“ allein in einer Woche eine Summe von rund einer Million US-Dollar eingespielt. Das Hard Rock sicherte sich nun die Exklusivrechte, derartige Musicals künftig auch in Japan präsentieren zu dürfen. Eine Idee, die bei Nederlander auf Zuspruch stößt, wie CEO Robert Nederlander Jr. erklärte: „Wir haben eine lange Geschichte in Asien und freuen uns auf die Partnerschaft mit Hard Rock und auf den japanischen Markt. Wir werden in Hokkaido ein Broadway-Theater von Weltklasse aufbauen, so dass sowohl japanische, als auch internationale Besucher das ganze Jahr über eine Vielzahl populärer Musicalaufführungen erleben können.“

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Campione: Hoffnung auf Wiedereröffnung des Casinos

Am 27. Juli 2018 musst das weltbekannte Casino in Campione d’Italia auf Grund einer Insolvenz geschlossen werden. Das war nicht nur für alle Beschäftigten ein harter Schlag, sondern auch für die kleine Gemeinde am Luganersee, deren Existenz vom ansässigen Casino abhängig ist. Bis jetzt hat sich rund um den ehemaligen Spielbanken-Giganten nach der Schließung nur wenig getan. Das dürfte sich jedoch zügig ändern, denn noch in diesen Tagen soll ein außerordentlicher Kommissar aus Rom sich der Sache annehmen – und in Campione beginnt das große Hoffen auf Unterstützung aus der Hauptstadt.

Beschäftigte harren täglich vor dem Casino aus

Das Casino Campione am Luganersee ist ein beeindruckendes Gebäude und überstrahlt allein durch seine Größe alle anderen Gebäude in der Region. Das muss auch so sein, schließlich fanden hier in alten Tagen, in denen die Spielbank noch geöffnet war, mehrere Tausend Spieler gleichzeitig Platz. Als Europas größtes Casino ging die Spielbank in die Geschichte ein, mittlerweile sind die Türen seit über 170 Tagen geschlossen. Am 27. Juli 2018 verkündete die Casinoleitung die Schließung, da die Spielbank mit ganzen 90 Millionen Euro in den Miesen stand. Ein herber Rückschlag für alle Beteiligten, insbesondere natürlich für die Angestellten.

Diese erinnern seit jenem Tag ununterbrochen an die Schließung des Casinos und haaren täglich mit Informationsständen vor den Türen ihres ehemaligen Arbeitgebers aus. Erhöht wird so auch der Druck auf die Hauptstadt Rom, von der sich die kleine Enklave mehr Unterstützung wünscht. Fest steht: Alleine und ohne fremde finanzielle Mittel wird Campione den Casino-Komplex kaum wieder mit Leben füllen können. Genau das wäre aber enorm wichtig, da laut Schätzungen zufolge knapp die Hälfte der Einwohner des Ortes vom Konkurs des Casinos betroffen sind.

Rom müsste ein Dekret für die Unterstützung erlassen

Enttäuscht sind die Einwohner Campiones bis dato vor allem von der Regierung in Rom. Diese hätte angeblich im Dezember noch erklärt, dass Casino rasch wieder eröffnen zu wollen – so zumindest die allgemeine Meinung in Campione. Zu spüren ist davon bisher allerdings nichts und so fühlt sich die Enklave auch deshalb von ihrer Hauptstadt im Stich gelassen. Allerdings: Rom müsste ein Dekret verabschieden, mit dem ein bestehendes Gesetz geändert werden kann. Vorgesehen ist nämlich, dass eine staatliche Gesellschaft, und das ist das Casino in Campione gewesen, nach einem Konkurs erst nach Ablauf einer Frist von fünf Jahren wieder aktiv werden darf. Bis dieses Gesetz nicht aus den Angeln gehoben wurde, dürfte es mit der Unterstützung für den kleinen Ort also schlecht aussehen.

Immerhin: In diesen Tagen wird ein außerordentlicher Kommissar am Luganersee eintreffen, der sich um eine Wiedereröffnung des Casinos bemühen soll. Dieser hat offiziell die Aufgabe, innerhalb von 45 Tagen nach einer Gesellschaft zu suchen, die bereit ist, das insolvente Casino wieder neu zu eröffnen. Zumindest ein kleines bisschen Hoffnung kehrt mit dem Kommissar also nach Camoione zurück.

Unglückliche Lagen bei einigen Ex-Angestellten

Aufgrund seiner besonderen Lage am Luganersee als italienische Enklave hat die Insolvenz für die ehemaligen Angestellten ganz unterschiedliche Folgen. Ausgesprochen sind die Entlassungen mittlerweile in allen Fällen, allerdings profitieren nicht alle ehemaligen Angestellten gleichermaßen von Sozialleistungen. Die Einwohner Campiones zum Beispiel müssten eigentlich durch das Institut für soziale Vorsorge betreut werden. Diese Entschädigung gibt es aber nur, wenn der Arbeitgeber alle Forderungen des Personals zahlen konnte – und das ist im Falle der Spielbank nicht gegeben. Ein anderer Teil, knapp 120 ehemalige Angestellte, profitiert von seiner Wohnlage im Tessin. Hier greift die Schweizer Arbeitslosenklasse und sorgt so dafür, dass es einem kleinen Teil der ehemaligen Angestellten deutlich besser geht.

Geld fehlt in Campione aber ohnehin an allen Ecken und Enden. Die Enklave profitierte jahrelang vom regen Betrieb im Casino und wurde auf Grund einer gesetzlichen Regelung, die vorsah, einen Teil der Gewinne für die Schule, Gesundheit, Verwaltung und soziale Kosten zu nutzen, zu einer der reichsten Gemeinden Italiens. Davon ist allerdings nichts mehr übrig, da mit dem Konkurs des Casinos natürlich auch leere Gemeindekassen verbunden sind.Einen Bürgermeister gibt es hier nicht mehr, die Angestellten der Gemeinde haben schon seit einem Jahr kein Geld mehr erhalten. Gleichzeitig musste ein Kindergarten schließen, ohne die Hilfe aus Tessin wäre die Gemeinde vermutlich schon verloren. Unterm Strich bleibt also nur zu hoffen, dass der außerordentliche Kommissar aus Rom jetzt dafür sorgen kann, dass der klammen Gemeinde und dem bankrotten Casino möglichst schnell geholfen werden kann. Ein paar Bedingungen haben die ehemaligen Angestellten allerdings auch. Sie fordern zum Beispiel, dass sie ohne Einschränkungen wieder an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren dürfen.

MGM: Wachstum soll durch „MGM 2020“ deutlich gesteigert werden

Das MGM Resorts International aus Las Vegas ist bereits jetzt einer der führenden Glücksspielkonzerne in den USA. Das Unternehmen genießt eine lange Tradition auf dem Markt und konnte sich vor allem in der Heimat Las Vegas zu einem echten Publikumsmagneten entwickeln. Damit das aber auch in Zukunft so bleibt, hat der Konzern bereits vor geraumer Zeit seinen Wachstumsplan „MGM 2020“ ins Leben gerufen. Der hat es in sich und soll den Gewinn bis Ende 2021 um ganze 300 Millionen US-Dollar steigern.

MGM hat mehrere „Eisen im Feuer“

Bereits im vergangenen Jahr konnte das MGM Resorts International immer wieder mit einigen hochkarätigen Aktionen auf sich aufmerksam machen. Dazu gehört zum Beispiel die Verpflichtung von Superstar Lady Gaga. Die Pop-Queen soll rund eine Million US-Dollar pro Gage vom MGM kassieren und insgesamt 74 Auftritte für den Casino-Resort-Riesen abliefern. Darüber hinaus hat sich der Konzern aber auch durch zahlreiche Neueröffnungen in die Schlagzeilen bringen können. Weitere Standorte in Las Vegas wurden errichtet, gleichzeitig hat MGM auch im chinesischen Macau ein eigenes Resort ins Leben gerufen. Mindestens genauso wichtig: Eine Partnerschaft mit der GVC Holdings plc. konnte gestartet werden. Der börsennotierte Konzern ist im Bereich der Sportwetten seit vielen Jahren eine echte Größe und soll den US-Amerikanern jetzt dabei helfen, einen großen Fußabdruck auf dem heimischen Sportwetten-Markt zu hinterlassen. Der ist noch enorm jung, große Unternehmen könnten sich also optimal positionieren. Genau das soll offenbar auch das Ziel sein, denn der Konzern gab an, im Bereich der Sportwetten künftig zu den Marktführern in den USA zählen zu wollen.

Sämtliche Investitionen des Unternehmens sind dabei Bestandteil des Wachstumsplans „MGM 2020“. Hierbei handelt es sich um einen internen Plan, mit dem der Konzern in den kommenden Jahren einiges verändern möchte. Geplant ist zum Beispiel der Abbau zahlreicher Stellen durch Zusammenlegungen von Abteilungen. Gleichzeitig sollen Kompetenzzentren ins Leben gerufen werden, mit denen die Kosten gesenkt und die Gewinne erhöht werden können. Im Detail strebt MGM einen Gewinn von satten 300 Millionen US-Dollar bis 2021 an, geteilt werden soll dieser in zwei Phasen. Bis Ende 2020 wird mit einem Gewinn von 200 Millionen US-Dollar kalkuliert, weitere 100 Millionen sollen dann von Ende 2020 bis Ende 2021 generiert werden.

Effizienz und Wachstum sollen gesteigert werden

Rund 25 Prozent des Gewinns sollen dabei durch Verlagerungen der Geschäftsbereiche generiert werden. Grundsätzlich erklärte MGM-Vorstandschef Jim Murrren, gehe es darum, die Effizienz und das Wachstum deutlich zu erhöhen. „Unser Vorhaben ist der nächste Schritt als Organisation in unserer Entwicklung. Wir bauen auf unserem starken Fundament der letzten Jahre, um es weiter zu festigen, um unsere Effizienz zu steigern und um nachhaltiges Wachstum und eine noch bessere Marge zu erreichen. MGM 2020 steht für die effektivste Betriebsarchitektur, die unser Unternehmen nutzen kann.“ Wie lange der Konzern bereits an dem Wachstumsplan feilt, ließ Murren ebenfalls verlauten. Bereits seit August 2015 setze man den Plan um, erklärte der Vorstandschef. Gleichzeitig gab sich Murren auch enorm zufrieden und erklärte, dass 2018 ein „solides Jahr“ gewesen sei und man seine ursprünglich gesteckten Ziele bereits übertroffen habe.

Fest steht allerdings auch, dass sich die Situation auf dem Markt in den kommenden Monaten erst einmal nicht vereinfachen wird. Immerhin ist MGM längst nicht das einzige Unternehmen, welches jetzt auf dem neu regulierten Sportwettenmarkt so richtig durchstarten möchte. Auch andere Konzerne investieren hier kräftig – so zum Beispiel das Caesars. Caesars Entertainment konnte eine Partnerschaft mit der NFL an Land ziehen und sich so die Zusammenarbeit mit der beliebtesten Sportliga in Nordamerika sichern. Gerade mit Blick auf die Sportwetten in dieser Disziplin ein richtig kluger Schachzug. Ohnehin läuft in den USA derzeit ein wahres Wettrüsten für die neu eröffnete Branche, in welchem zahlreiche Konzerne aus Übersee auch auf die Hilfe von europäischen Unternehmen bauen. Immerhin bringen diese bereits eine gewisse Erfahrung bei den Sportwetten mit sich. Für Europas Glücksspielunternehmen sind das natürlich hervorragende Aussichten, immerhin kann der US-Markt in dieser Hinsicht als milliardenschwer bezeichnet werden. Und da kommt es den europäischen Unternehmen natürlich entgegen, zunächst einmal mindestens einen Fußabdruck in dieser Branche hinterlassen zu können.

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Schweden: Erfolgreicher Start des neuen Glücksspielmarktes

Das skandinavische Land Schweden hat im letzten Jahr eine wichtige Entscheidung getroffen und sich dazu entschieden, den Glücksspielmarkt zu öffnen und zu regulieren. Bereits seit mehreren Monaten werden in diesem Zusammenhang Lizenzen an die Unternehmen vergeben, gleichzeitig lässt sich nach den ersten Tagen ein positives Fazit zum Start des Marktes ziehen.

Ansturm auf den schwedischen Markt ist riesig

In Skandinavien ist das Glücksspiel schon seit vielen, vielen Jahren fest in der Gesellschaft verankert. Gut erkennbar ist dies zum Beispiel daran, dass zahlreiche nordische Casinogrößen wie zum Beispiel das Mr Green Casino die Branche „aufmischen“. Während Dänemark bereits seit vielen Jahren einen regulierten Glücksspielmarkt nachweisen kann, blieb dieser den schwedischen Spielern lange Zeit verwehrt – bis zum vergangenen Jahr. Da nämlich entschied sich die Politik dazu, den Glücksspielmarkt zu öffnen und so die Regulierung der Glücksspielunternehmen in die Hand zu nehmen.

Hierfür wurde der Aufgabenbereich der „Spelinspektion“, der schwedischen Glücksspielbehörde, deutlich erweitert, gleichzeitig hat die Behörde deutlich mehr Rechte zugesprochen bekommen. Seit der Ankündigung der Marktöffnung konnte sich das Land über einen riesigen Ansturm freuen und mehr als 100 Anträge für Lizenzen vermelden.

Lizenz an strenge Bedingungen gebunden

Damit ein Unternehmen tatsächlich eine Lizenz für den schwedischen Markt erhält, muss dieses eine ganze Reihe von Bedingungen erfüllen. Zum einen sind hier natürlich gewisse finanzielle Sicherheiten gefordert, gleichzeitig müssen sich die Konzerne aber auch an Vorgaben im Bereich des Spieler- und Jugendschutzes halten. Jede Bewerbung wird von der schwedischen Glücksspielbehörde dann intensiv geprüft, ehe eine Entscheidung gefällt wird. Die Spieler können sich also darauf verlassen, dass ein gut regulierter und sicherer Glücksspielmarkt in Anspruch genommen werden kann. Zugelassen wurden bereits mehr als 60 Unternehmen, so dass auch eine große Vielfalt auf dem Markt nicht von der Hand zu weisen ist.

Generell ist der große Ansturm also für alle Beteiligten als großer Erfolg zu bewerten: Das Land kann die Glücksspielbranche gut überwachen, gleichzeitig werden horrenden Einnahmen durch die Casinos eingeplant. Die Spieler wiederum bewegen sich in einem vollständig legalen Rahmen und können alle denkbaren Schutzmaßnahmen in Anspruch nehmen – und das scheint zu wirken.

Mehr als 10.000 Selbstsperren im neuen Jahr

Hand in Hand geht mit der Öffnung des Glücksspielmarktes zudem die Errichtung einer Online-Sperrdatei. Diese können Spieler nutzen, um sich vor den Angeboten der Glücksspielunternehmen zu schützen, bzw. deren Webseiten zu blockieren. Spieler können hier bei einer Selbstsperre zwischen verschiedenen Zeiträumen wählen und sich zum Beispiel für einen Monat oder ein ganzes Jahr sperren lassen. Ein Eintrag in der Sperrdatei bedeutet für die Spieler zudem auch, dass sie nicht von den Werbemaßnahmen der Glücksspielanbieter betroffen sind. Bereits mehr als 10.000 Schweden haben sich laut Behördenangaben bereits in die Liste eintragen lassen, was auf Seiten der Glücksspielbehörde als großer Erfolg gefeiert werden kann. So erklärt auch Kommunikationschef Anders Sims: „Glücksspielsucht ist ein soziales Problem. Insofern ist es positiv, dass nun zahlreiche Menschen die neuen Möglichkeiten der Sperrdatei nutzen.“

Der Zugriff auf die Sperrdatei ist dabei denkbar einfach und von der zuständigen Behörde auch klar geregelt. Jedes Online Casino muss einen Link zur Sperrdatei prominent auf der eigenen Webseite platzieren. Somit soll jedem Besucher bzw. Spieler die Möglichkeit gegeben werden, sich ohne großen Aufwand in die Sperrdatei einzutragen. Ob die Anzahl der Selbstsperren in den kommenden Monaten noch einmal deutlich zulegen wird, ist bisher noch nicht abzuschätzen. Immerhin könnte dies lediglich ein Vorbote gewesen sein, gleichzeitig aber auch der einzige große Ansturm zur Marktöffnung. So oder so scheint es sich bei der Sperrdatei jedenfalls um eine sinnvolle und hilfreiche Ergänzung zu handeln.

Krypto Casinos: Maltesische Behörde startet Testphase

Im Jahr 2019 dürfen sich die Anhänger der Online Casinos auf zahlreiche Innovationen einstellen, die in den letzten Monaten zum Beispiel auf mehreren Fachmessen angekündigt und besprochen wurden. Angekündigt wurde zudem, dass die maltesische Glücksspielbehörde (MGA) einen Testlauf für die sogenannten Krypto Casino starten möchte – und eben jener Testlauf hat mit dem Start ins neue Jahr begonnen.

10 Monate Testphase für die Blockchain-Casinos

Im Oktober vergangenen Jahres kündigte die maltesische Lotterie- und Glücksspielbehörde auf der Fachmesse SiGMA an, dass man künftig eine Testphase für die Vergabe von Lizenzen an sogenannte Krypto Casinos plane. Hierbei handelt es sich um Anbieter, die ihren Spielern das Spielen mit einer digitalen Währung wie zum Beispiel dem Bitcoin ermöglichen. Die Kunden können ganz regulär ihre Ein- und Auszahlungen mit der Kryptowährung durchführen, die Spieleinsätze werden künftig dann ebenfalls in den jeweiligen Coins platziert. Bereits jetzt ist der Einsatz der sogenannten Distributed Ledger Technologie (DLT) in einigen Online Casinos verbreitet, allerdings handelt es sich hierbei bisher ausschließlich um Anbieter, die eine Lizenz aus der Karibik (Curacao) vorweisen können

Die maltesische Glücksspielbehörde möchte in dieser Hinsicht also gleichziehen und ruft deshalb nun eine zehnmonatige Testphase ins Leben. Der Zeitraum ist dabei flexibel gewählt, bei Bedarf könnte der Testzeitraum also auch verlängert werden. Nach dieser ersten Testphase wird dann im Anschluss noch einmal eine zweite Testphase absolviert, um mögliche Feinheiten oder „Bottlenecks“ bei der Gestaltung eines Gesetzes entdecken zu können. Casino-Betreiber können sich bei der Behörde melden und hier die Kryptowährungen einfach als Zahlungsmittel für das Casino beantragen – ganz wie bisher bei einer regulären Zahlungsmethode auch.

Malta will den Platz an der Spitze des Trends

Äußerst angenehm für die Unternehmen ist im Zusammenhang mit der Testphase, dass die maltesische Lotterie- und Glücksspielbehörde hier zunächst nur sehr wenige Regularien aufstellt. So müssen die Unternehmen natürlich die Vorgaben zur Geldwäsche und dem Spielerschutz beachten, gleichzeitig unterliegen die Anbieter einer Berichterstattungspflicht gegenüber der MGA. Spieler wiederum dürfen während der Testphase maximal einen Betrag von 1.000 Euro in Form von Kryptowährungen einzahlen, gleichzeitig müssen im Zweifel Nachweise erbracht werden, woher das Geld stammt. Abgesehen davon allerdings können die Konzerne recht frei „tüfteln“ und entwickeln – und genau das ist von der Behörde auch so gewollt. Diese möchte möglichen zukunftsweisenden Projekten nicht im Weg stehen und diese durch zu strenge Gesetzesvorgaben ausbremsen. Wie die maltesische Behörde durch ihren CEO Heathcliff Farrugia mitteilte, strebt man im Mittelmeer an, künftig die Nummer Eins beim Trend der Krypto Casinos zu werden.

Im Detail erklärte der CEO: „Virtuelle Finanzanlagen und die Distributed Ledger Technologie, die ihnen zugrunde liegt, sind ein neues Phänomen mit hohem Veränderungspotenzial im Zeitalter von Technologie und digitalen Transaktionen. Der Medienhype um ihr Potenzial war gigantisch, auch im Hinblick auf Gaming als Zielbranche, die von virtuellen Finanzanlagen und digitalen Währungen profitieren kann. Die Strategie der maltesischen Glücksspielbehörde setzt darauf, einen Platz an der Spitze dieses Trends einzunehmen und gleichzeitig eine vernünftige Regulierung für diese sensiblen Themen zu finden.“ Zusätzlich dazu sprach Farrugia allen Beteiligten auch seinen Dank aus und erklärte, dass die Innovation „im Herzen“ der Strategie der maltesischen Lotterie- und Glücksspielbehörde stehe. Zusätzlich dazu erklärte der CEO, dass die Präferenzen der Behörde so ausgerichtet sein, um ein starkes Wirtschaftswachstum voranzutreiben und gleichzeitig die nötige Absicherung gegen soziale und kriminelle Risiken zu schaffen.

Testphasen sollen letzte Fragen beseitigen

Gedacht sind die zwei Testphasen der maltesischen Behörde weniger dafür, um die generelle Erlaubnis der Casinos bzw. Währungen zu prüfen. Stattdessen geht es hier vor allem darum, mögliche Probleme zu erkennen und diese dann mit Hilfe der Testphasen vor dem richtigen Start beseitigen zu können. Den Casinos werden hierfür nahezu keine Vorgaben gemacht. So spielt es zum Beispiel keine Rolle, welche digitale Währung genau für das Spiel verwendet werden soll. Allerdings wird auf Seiten der Behörde mit der Währung Ethereum kalkuliert, wenn sich der Kurs einer digitalen Währung in der Umrechnung in Euro nicht genau bestimmen lässt. Ethereum kann in dieser Hinsicht also als eine Art Leitwährung bezeichnet werden. Verboten ist es allerdings, eine Kryptowährung in eine andere umzuwandeln. Verhindert werden soll so, dass die Casinos in der Praxis zahlreiche „Wechsler“ anlocken, die hier nur Beträge umtauschen wollen.

Glücksspielbranche: Unternehmen besetzen wichtige Positionen neu

Das Jahr 2019 wird für die Unternehmen der Glücksspielbranche zahlreiche Herausforderungen und Aufgaben mit sich bringen. Hierfür müssen sich die Anbieter natürlich in gewisser Weise wappnen, was in vielen Fällen vor allem im Bereich der Personalpolitik geschieht. Gleich mehrere große Unternehmen der Glücksspielbranche haben Neubesetzungen vorgenommen und teils hochkarätige Personen verpflichtet. Feuer frei für das Jahr 2019?

LeoVegas will mit neuem COO angreifen

Sicherlich am prominentesten ist der Anbieter LeoVegas, der zum Jahresbeginn 2019 mit einem neuen COO in die kommenden Monate startet. Der Konzern teilte mit, dass man Avshalom Lazar verpflichtet, der jahrelang als Regulierungsbeauftragter von Fortuna Entertainment tätig war und sich zudem um die Regulierungsangelegenheiten beim Giganten von der 888 Holdings kümmerte. Mit Lazar holt sich LeoVegas einen enorm erfahrenen Mann ins Unternehmen, der gerade im Bereich der internationalen Regulierungen einen hervorragenden Ruf genießt und beim Casino vor allem die Tätigkeit auf dem schwedischen Markt vorantreiben soll.

CEO Gustaf Hagman erklärte im Rahmen der Neubesetzung, dass LeoVegas auch in Zukunft großen Wert darauf lege, sich innerhalb der gesetzlichen Vorgaben zu bewegen. Gleichzeitig bezeichnete Hagman die gesetzeskonforme Arbeit als Wettbewerbsvorteil, der das langfristige Wachstum des Konzerns vorantreiben werde. Lazar selber erklärte in einem Statement: „Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit dem Management von LeoVegas die Strategie des Unternehmens noch weiter bestärken werden. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass wir verantwortungsbewusst handeln und uns auf unser Wachstum am Markt konzentrieren.“

Entwickler iSoftBet schiebt die Produktion an

Während die Spieler und Kunden von LeoVegas vom Wechsel auf der Führungsebene nur sehr wenig mitbekommen dürften, zeigt sich beim Entwickler iSoftBet eine auch für Spieler interessante Situation. Hier nämlich wird ein neuer Spiele-Entwicklungsleiter eingestellt, bei dem es sich um den erfahrenen und ehemaligen IGT- und Playtech-Manager Mark Claxton handelt. Claxton soll die Entwicklung bei iSoftBet künftig noch stärker vorantreiben und scheint sich auf diese Aufgabe bereits mächtig zu freuen. Im Rahmen der Vorstellung erklärte Claxton: „Ich freue mich sehr darüber, nun bei iSoftBet zu sein, einem frischen und energiegeladenen Unternehmen, das in kurzer Zeit einen großen Weg zurückgelegt hat. iSoftBet hat auf Grund der Stärke seiner Spielemarken große Wachstumsambitionen. Ich sehe außerdem eine enorme Leistungsfähigkeit in Bezug auf die Gaming-Palette. Ich möchte den Spielern unserer Kunden eine Erfahrung bieten, die sie nicht vergessen werden.“

Ebenfalls in Teilen neu aufgestellt hat sich im jungen Jahr 2019 zudem der Dienstleister SBTech, der im Jahre 2007 in Bulgarien gegründet wurde. SBTech sicherte sich die Dienste von Gavin Isaacs, der zuvor als CEO von Scientific Games tätig war. Isaacs wird bei SBTech eine Rolle im Vorstand bekommen, wo er als nicht-exekutives Vorstandsmitglied vor allem für das Wachstum auf dem US-amerikanischen Markt zuständig sein soll. Dieser wurde erst vor wenigen Monaten geöffnet, SBTech möchte mit seinen Sport- und Casino-Produkten hier direkt eine der Führungsrollen übernehmen. Das notwendige Know-How bringt Isaacs für die Rolle auf jeden Fall mit. Bei Scientific Games sorgte der damalige stellvertretende Vorstandschef und CEO dafür, dass sich der Jahresumsatz innerhalb von nur zwei Jahren auf rund 2,9 Milliarden US-Dollar verdoppelte. Auf ähnliche Leistungen hofft nun auch SBTech, auch wenn Isaacs hier in etwas anderer Rolle auftreten wird. Isaacs selber erklärte, dass er von mehreren Unternehmen angesprochen worden sei. Letztendlich habe er sich aber für Scientific Games entschieden, da hier eine globale Marktposition, gute Wachstumsmöglichkeiten und eine außergewöhnliche Technologie vorhanden sei. SBTech-CEO Richard Carter begrüßte den Neuzugang in einem Statement als „großen Coup für das Unternehmen“, der dem Konzern vor allem in den USA große Vorteile verschaffen soll.

ICE 2019: Messe in London mit Spannung erwartet

Mit einer äußerst erfolgreichen SiGMA auf Malta ging das Glücksspielmesse-Jahr 2018 zu Ende. 2019 ist allerdings gar nicht viel Zeit zum Durchatmen übrig, denn für die Branche geht es bereits Anfang Februar mit dem nächsten renommierten Treffen weiter. Vom 5. bis zum 7. Februar wird in London die ICE veranstaltet, die mit einem bunten Rahmenprogramm auch in diesem Jahr wieder für einen neuen Rekord bei den Besucher- und Ausstellerzahlen sorgen dürfte.

Seit 1990 wird die ICE ausgerichtet

Die Tradition der ICE begeistert durchaus, denn die Branchenmesse wird schon seit dem Jahre 1990 veranstaltet. Im letzten Jahr konnte sich die Messe über mehr als 130.000 Besucher aus 130 Nationen freuen und stellte damit einen neuen Rekord in der eigenen Historie auf. Laut den Veranstaltern allerdings dürfte dieser Rekord vermutlich nicht mehr lange Bestand haben, denn in diesem Jahr wird noch einmal mit größeren Zahlen in allen Bereichen gerechnet. Anwesend sein werden zahlreiche Unternehmen aus der Glücksspiel- und Sportwetten-Branche, gleichzeitig sind auch viele Vertreter aus anderen Bereichen des Internetspiels auf dem Messegelände zu erwarten.

Apropos Messegelände: Veranstaltet wird die ICE dieses Jahr in den Londoner Docklands, wo sich das ExCel-Center findet. Dieses wurde erst im Jahre 2000 erbaut und glänzt vor allem mit enorm viel Fläche und einer modernen Ausstattung. Mehr als 400.000 Quadratmeter bietet das Messegelände insgesamt, rund 42.000 Quadratmeter sollen davon für die ICE freigehalten werden.

Deutsche Unternehmen zeigen verstärkt Präsenz

Erwartet wird mit Blick auf die teilnehmenden Unternehmen auch in diesem Jahr wieder ein bunte Mischung, wobei allein rund 250 Unternehmen als Wettanbieter bezeichnet werden können. Mehr als 230 davon haben sich speziell auf das Angebot von Sportwetten fokussiert. Darüber hinaus präsentieren aber auch Anbieter für mobile Lösungen, Bingo-Anbieter oder eben Online Casinos ihre neuen Produkte. Mit Blick auf die Internationalität der Fachmesse lässt sich festhalten, dass vor allem britische, maltesische, US-amerikanische und deutsche Konzerne in London anzutreffen sind. Die Hausherren aus England stellen mit 124 Unternehmen das stärkste Land, hinter ihnen folgen Malta mit 69 Unternehmen und die USA mit 29 Unternehmen. Deutsche Kunden zeigen in London aber ebenfalls verstärkt Präsenz. Genau 17 Anbieter werden an der Messe teilnehmen – damit stellt Deutschland das Land mit den viertmeisten teilnehmenden Unternehmen.

Der Besuch der Messe soll sich für Besucher aber nicht nur auf Grund der zahlreichen ausstellenden Unternehmen lohnen. Die ICE kündigte stattdessen an, dass auch verschiedene Vorträge im Umfeld der Messe gehalten werden sollen. Diese beschäftigen sich zum Beispiel mit der Cyber-Kriminalität, der künstlichen Intelligenz oder der weltweiten Regulierung der Glücksspielbranche.

Gambling Commission wird nicht anwesend sein

Nicht anzutreffen sind in diesem Jahr in London wiederum die Vertreter der britischen Gambling Commission. In den letzten Jahren war es immer mehr zur Selbstverständlichkeit geworden, dass die Behörde ebenfalls anwesend ist, um den Dialog mit den Glücksspielunternehmen voranzutreiben. Allerdings beschwerte sich die Behörde nach ihrem letztjährigen Besuch darüber, dass die Hostessen zu leicht bekleidet gewesen wären. Sarah Harrison von der Gambling Commission gab gegenüber „BBC“ damals bekannt, dass es absolut unverständlich sei, dass Frauen kaum mehr „als Badeanzüge“ tragen würden, während die Männer in Anzügen auftreten würden. Anschließend gab die Behörde bekannt, dass man die Messe künftig boykottieren wolle, wenn sich dieses Auftreten nicht ändern würde.

Caesars Entertainment: Erster offizieller Casino-Partner der NFL

Je größer ein Glücksspielmarkt, desto wichtiger werden für gewöhnlich auch die Partnerschaften und Kooperationen, die Unternehmen eingehen müssen, um hier bestehen zu können. In den USA hat sich vor wenigen Monaten ein enorm großer Glücksspielmarkt geöffnet und so stehen natürlich auch hier die Kooperationen besonders im Vordergrund. Ein echter Vorreiter ist in diesem Bereich das bekannte Glücksspielunternehmen Caesars Entertainment, welches sich künftig auch als erster offizieller Casino-Partner der NFL bezeichnen darf.

Exklusivvertrag stützt Position von Caesars Entertainment

Das neue Jahr beginnt für Caesars Entertainment hervorragend. Der Glücksspielkonzern aus den USA hat die Steilvorlage durch die Gesetzesänderung vor wenigen Monaten offenbar richtig gut genutzt und konnte erfolgreich mit der NFL über eine Partnerschaft verhandeln. Künftig wird der Konzern exklusiver Partner der Football-Liga und darf sich gleichzeitig als erster und offizieller Casino-Partner bezeichnen. Dementsprechend erfreut äußerte sich Caesars-Firmenchef Mark Frissora in einem Statement: „Wir sind bei Caesars Entertainment alle absolut begeistert, der erste Casino-Partner in der Geschichte der NFL, der populärsten Sportliga in Nordamerika, zu werden. Es ist eine ideale Gelegenheit, den 180 Millionen Fans der Liga und unseren 55 Millionen registrierten Kunden großartige und exklusive Veranstaltungen in unseren Casinos und Resorts anzubieten.“

Im Detail besteht die Abmachung zwischen beiden Parteien aus mehreren Annehmlichkeiten für Caesars Entertainment. Für den Konzern der wichtigste Punkt dürfte dabei allerdings die Tatsache sein, dass man ganz offiziell als Ausrichter von NFL-Veranstaltungen bezeichnet werden darf. Diese werden exklusiv in den Casinos und Resorts von Caesars Entertainment veranstaltet, gleichzeitig darf der Glücksspielkonzern in den USA und Großbritannien mit dem offiziellen und geschützten NFL-Logo werben.

NFL wird zum Marketing-Magneten

Platzieren die US-Amerikaner ihre Einsätze zum Beispiel bei einem Sportwettenanbieter, geschieht dies in der Regel in Verbindung zu Partien der NFL. Die Top-Liga in Nordamerika ist ein absoluter Publikumsmagnet und entwickelt sich immer mehr auch zu einer echten Marketing-Maschinerie. Das gilt aber wiederum nicht nur für die Liga selbst, sondern auch für die zahlreichen Vereine der NFL. So hat allein Caesars Entertainment bereits eine Partnerschaft mit sieben Clubs der Profiliga ins Leben gerufen und ist dementsprechend erstklassig aufgestellt. Ähnlich gut positioniert hat sich aber auch die 888 Holding mit ihrem 888 Casino. Der Anbieter darf sich als offizieller Glücksspielpartner der NFL bezeichnen und dürfte seine Popularität in den USA damit ebenfalls noch einmal gewaltig in die Höhe schrauben. Voll mit dabei ist darüber hinaus auch die MGM International Gruppe, die ebenfalls als Partner verschiedener Vereine der Profiliga auftritt.

Caesars Entertainment allerding legt seinen Fokus nicht ausschließlich auf die NFL, sondern ist auch in anderen Geschäftsbereichen darum bemüht, den eigenen Einfluss ausbauen zu können. So hat der Konzern erst vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass künftig eine Kooperation mit dem Stamm der Oneida Indianer ins Leben gerufen wird. Der Stamm betreibt mehrere Casinos im Bundestaat New York und möchte künftig auf das Sportwetten-Angebot von Caesars zurückgreifen. Diese soll in verschiedenen Lounges in die Casinos integriert werden, so dass die Besucher neben den Casinospielen auch Sportwetten in Anspruch nehmen können. Fernab der eigentlichen Heimat, dem Strip in Las Vegas, ist das Caesars somit bald auch überregional noch stärker im Glücksspielmarkt verankert. Ein weiterer Geschäftsbereich liegt zudem im Erwerb von Immobilien, die an andere Unternehmen vermietet werden sollen. Über die Tochterfirma VICI Properties erwarb Caesars jüngst erst für rund 260 Millionen Euro ein Grundstück im Bundestaat Louisiana, welches künftig an die Penn National Gaming vermietet werden soll. Geplant ist laut Aussage des Konzerns, in der Zukunft noch rund drei Milliarden Euro in vergleichbare Projekte zu investieren.

Gesetzesänderung verschafft dem Markt neuen Schwung

Dass die NFL als größte und bekannteste Sport-Liga der USA mit verschiedenen Glücksspielunternehmen zusammenarbeitet, war bis vor wenigen Jahren noch vollkommen undenkbar. Anschwung bekommen hat diese Möglichkeit allerdings vor wenigen Monaten im Jahr 2018, als der oberste Gerichtshof das Verbot für Sportwetten auf Bundesebene aufhob. Dieses hatte bisher das Platzieren von Einsätzen auf sportliche Veranstaltungen verboten, lediglich ein paar Bundestaaten wie Las Vegas profitierten von Ausnahmeregelungen. Mittlerweile allerdings obliegt es jedem Bundestaat selbst, ob er das Glücksspiel zulassen oder blockieren möchte – der Trend geht klar zur Öffnung und Regulierung.

Dänemark: Erfolgreiches 2018 für die Glücksspielbehörde

Geht es um das Glücksspiel und seine Regulierung, ist das Land Dänemark der Bundesrepublik Deutschland um Längen voraus. Die Dänen haben bereits im Jahre 2012 eine eigene Regulierungsbehörde speziell für das Online-Glücksspiel ins Leben gerufen und in diesem Zusammenhang auch den heimischen Markt geöffnet. Jedes Jahr wird seit dem ein Bericht veröffentlich, in welchem die Veränderungen auf dem Markt betrachtet werden.

Geheimer Vorreiter in Sachen Glücksspiel

In Deutschland wird über eine mögliche Glücksspielregulierung auf bundesweiter Ebene schon seit vielen Jahren mehr oder weniger erfolglos diskutiert. Andere Länder in Europa sind da deutlich weiter, wie zum Beispiel die Dänen aus Skandinavien. Hier wurde im Jahre 2012 mit der Spillemyndigheden eine Behörde ins Leben gerufen, die sich ausschließlich auf die Regulierung des Online-Glücksspiels fokussiert. Gleichzeitig wurde der Markt in jenem Jahr geöffnet, so dass ab dem 1. Januar 2012 auch private Unternehmen ihr Portfolio zur Verfügung stellen dürfen. Nichtsdestotrotz hat das natürlich erst einmal nichts daran geändert, dass sich trotzdem noch illegale Anbieter auf dem Markt tummelten.

Das ist auch heute noch so, allerdings ist die Zahl dieser illegalen Anbieter in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Jedes Jahr untersucht die Spillemyndigheden das Internet nach Unternehmen, die ihr Portfolio verbotenerweise auf dem dänischen Markt zur Verfügung stellen. Die Ergebnisse des ganzen werden dann in einem Bericht veröffentlich. Herausgekommen ist dabei für das Jahr 2018 wieder einmal ein großer Erfolg. Insgesamt mehr als 740 Webseiten wurden geprüft, nur 22 davon haben gegen das dänische Recht verstoßen. Zum Vergleich: Beim Start im Jahre 2012 wurden lediglich 180 Glücksspielanbieter geprüft, aber gleich 70 davon mit Sanktionen belegt. Die Arbeit der Behörde hat sich in den letzten Jahren also klar ausgezahlt, da der Anteil an illegalen Anbietern mittlerweile verschwindend gering ist.

Umfangreiche Prüfungen mit der Steuerbehörde

2018 hat die Spillemyndigheden in Zusammenarbeit mit der Betrugseinheit der dänischen Steuerbehörde so drei große Prüfungen durchgeführt, in denen der Markt und die Anbieter detailliert unter die Lupe genommen wurden. Hierfür kamen sogenannte Crawler zum Einsatz, mit denen das Internet gezielt durchleuchtet werden kann. Diese Crawler arbeiten mit Hilfe verschiedener Indikatoren, wie zum Beispiel einer dänischen Übersetzung für die Webseite. Sollte ein Anbieter seine Homepage in dänischer Sprache zur Verfügung stellen, ist das also ein Hinweis für die Behörden, einmal genauer nachzusehen und der Sache auf den Grund zu gehen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird das entsprechende Unternehmen von der Behörde kontaktiert und dazu aufgefordert, sich vom dänischen Markt zurückzuziehen. Wie die Spillemyndigheden mitteilt, ist dieser Schritt allein oftmals schon ausreichend, um einen gewünschten Effekt zu erzielen.

Sollte sich der Anbieter gegen diese Aufforderung wehren oder nach einiger Zeit auf den Markt zurückkehren, greift die Behörde stärker durch und setzt eine Blockade für die Webseite um. Diese kann dann nicht mehr mit einer dänischen Internetadresse angesteuert werden. Hinsichtlich der Blockaden teilte die Behörde mit, dass sich diese in den letzten sechs Jahren von anfänglich 44 Prozent geblockter Anbieter auf nun fast 82 Prozent geblockter Anbieter erhöht habe. Jedes Jahr werden die geblockten Anbieter dann im Rahmen der Prüfungen der Spillemyndigheden ebenfalls noch einmal untersucht.

Kontrolle und Regulierung noch nicht ausgereift

Wenig überraschend sind die dänischen Behörden mit ihrer Arbeit rund um die Regulierung der Online Casinos in den letzten sieben Jahren enorm zufrieden. Dennoch gibt es auch einige Bereiche, auf die in diesem Jahr noch stärkeres Augenmerk gelegt werden soll. Einer davon sind die sogenannten Skin-Games, bei denen Spieler von Videospielen versuchen, durch Einkäufe bessere Spins für ihre Charaktere zu erhalten. Die dänischen Behörden betrachten das Ganze äußerst kritisch, zumal die Spieler die Skins untereinander handeln können – und das ist generell in Dänemark verboten. Darüber hinaus möchte die Behörde noch stärker gegen Lotterien und ähnliche Glücksspiele in Facebook-Gruppen vorgehen. Gemeinsam mit dem Internet-Giganten konnten in der Vergangenheit schon mehrere derartige Gruppen geschlossen werden, es sollen aber noch weitere folgen. Generell schätzt die Behörde ihren Aufgabenbereich daher auch für das Jahr 2019 als enorm anspruchsvoll und vielseitig ein. Insbesondere der Schutz der Kinder und Jugendlichen spielt dabei eine übergeordnete Rolle, da diese bei Facebook oder dem Skin-Gaming ganz ohne Alternachweis oder ähnliches spielen können.

Mr Green Casino: Spielerschutz rückt 2019 in den Vordergrund

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Nationen geben die Richtung im Glücksspiel für das Jahr 2019 klar vor: Sicherer soll es zugehen und die Spieler sollen sich auf besser regulierte Anbieter und Angebote verlassen können. Bereits vor zwei Jahren hat das Mr Green Casino in diesem Zusammenhang aber schon vorgegriffen und mit einem eigenen Prognose-Tool eine Software zur Analyse der Kunden ins Leben gerufen. Zusätzlich dazu geht der Anbieter auch als neues Mitglied der EGBA ins Jahr 2019 und setzt sich damit ebenfalls für die Interessen der Spieler und Branche ein.

Spielerschutz soll vereinheitlicht werden

Die EGBA ist als Handelsverband der Glücksspielbranche vor allem stark daran interessiert, einen stabilen, fairen und sicheren Schutz aller Spieler in Europa zu etablieren. Hierfür arbeitet die EGBA mit zahlreichen Vertretern der Branche auf nationaler und internationaler Ebene zusammen, so dass mittlerweile rund 20 Millionen Spieler von den Aktivitäten des Interessenverbandes profitieren. Mit dem Mr Green Casino hat die EGBA seit Oktober 2018 nun ein weiteres starkes Mitglied, welches in der Vergangenheit bereits durch zahlreiche Innovationen im Bereich des Spielerschutzes aufgefallen ist.

Das betont auch MRG-CEO Per Norman, der in einem Statement erklärt: „MRG teilt die Ansicht von EGBA, dass die Branche enger zusammenarbeiten muss, um eine sichere und zuverlässige europäische digitale Umgebung für iGaming-Spieler zu schaffen.“ Ergänzend fügte Norman hinzu: „Green Gaming ist seit der Gründung der MRG Gruppe ein Kern unserer Strategie und wir sind begeistert und stolz, einen Beitrag zur Entwicklung von mehr Green Gaming-Service in ganz Europa zu leisten.“

Green Gaming als Grundsatz für ein sicheres Spielerlebnis

Mit dem Green Gaming hat Mr Green bereits frühzeitig damit angefangen, ein eigenes System zum Schutze der Spieler zu etablieren. Hierzu gehören verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, die unter anderem Spielpausen oder das Festsetzen verschiedener Limits vorsehen. Darüber hinaus hat der Anbieter im Jahre 2017 mit seinem sogenannten Prognose-Tool in Zusammenarbeit mit „Sustainable Interaction“ ein ganz besonderes Schutzprogramm ins Leben gerufen. An der Entwicklung waren Psychologen, Therapeuten, Designer, Medienexperten und Entwickler gleichermaßen beteiligt, Ziel war dabei, möglichst ein praxisnahes und vielseitiges Tool zur Unterstützung aufzubauen. Laut dem Anbieter sei es heutzutage enorm wichtig für die Unternehmen, speziell die Risikobereitschaft der Kunden zu kennen und ihnen so eine vertraute Umgebung bereitstellen zu können.

Zunächst einmal akzeptieren die Spieler im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung, dass ihre persönlichen Daten für das Analyse-Tool verwendet werden dürfen. Im zweiten Schritt wird dann ein Fragebogen ausgefüllt, der aus 15 verschiedenen Fragen besteht. Im Prinzip ein Selbsteinschätzungstest. Nach einer kurzen Wartezeit, in welcher die Daten vom Anbieter analysiert werden, können die Spieler das Ergebnis abrufen. Auf einer Skala von 1 bis 100 wird hier ein Risiko-Level festgelegt, der sich mit Hilfe verschiedener Ratschläge aber verändern lässt. So können die Spieler aktiv dazu beitragen, dass das Risiko für eine mögliche Spielsucht gemindert wird. Gleichzeitig wird auch das Casino immer wieder gefordert, neue und innovative Möglichkeiten zuführen, um den Spieler vor einem Suchtverhalten schützen zu können. Wie der Anbieter mitteilt, ist das Prognose-Tool zudem eine Aufforderung an die Mitbewerber, ebenfalls moderne Entwicklungen für den Spielerschutz ins Leben zu rufen und kundenorientiert bzw. vorsorgend für die Zukunft zu planen. Künftig ist davon auszugehen, dass diese Bemühungen des skandinavischen Anbieters auf Grund der Partnerschaft mit der EGBA noch deutlich intensiviert werden.

UK: Glücksspielbranche vermeldet starke Zuwächse

Es lässt sich sicherlich ohne Umschweife behaupten, dass es sich beim britischen Glücksspielmarkt um den vielleicht mächtigsten Markt der letzten Jahre handelt. Reguliert wird das ganze Treiben von der britischen Gambling Commission. Diese überwacht aber nicht nur, sondern analysiert auch – und hat jetzt einen Bericht zu den Entwicklungen der Branche in den letzten drei Jahren vorgelegt. So viel kann verraten werden: Die Ergebnisse sind herausragend.

Zuwächse über Zuwächse in der Branche

Wie gut geht es der britischen Glücksspielbranche wirklich? Geht es nach einem Bericht der Gambling Commission, dann sehr gut. Die britische Glücksspielbehörde hat diesen jetzt nämlich veröffentlicht, um die Entwicklungen in der Glücksspielbranche in den letzten Jahren aufzuzeigen. Getan wird das regelmäßig, gewertet werden dabei jeweils Zeiträume von drei Jahren. Und in den letzten drei Jahren konnte sich die Glücksspielbranche im Vergleich zum Vor-Zeitraum über ein dickes Plus von insgesamt 4,2 Prozent im Spielertrag freuen. In „harten Zahlen“ bedeutet das für die Branche Einnahmen von rund 16,2 Milliarden Euro, wobei nahezu alle Bereiche in den letzten Jahren Zuwächse verzeichnen konnten.

Online-Glücksspiele haben sich dabei ziemlich eindeutig zu einem felsenfesten Trend der letzten Jahre entwickelt und konnten ihren Marktanteil auf ganze 37 Prozent hochschrauben. Damit aber nicht genug, denn der Online-Markt verzeichnete wiederum ein Plus von starken 12,8 Prozent im Vergleich zu den drei Jahren zuvor. Allein rund sechs Milliarden Euro sollen die Online-Unternehmen in den letzten drei Jahren eingenommen haben, wobei diese überwiegend durch die Sportwetten und die Online Casinos gestellt werden. So stiegen die Einnahmen bei den Online Casinos um mehr als 54 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro an. Bei den Sportwetten beträgt der Anstieg immerhin noch fast 39 Prozent, so dass hier rund 2,4 Milliarden Euro in den vergangenen drei Jahren eingenommen werden konnten.

Die Briten spielen am liebsten Automatenspiele

Des Briten liebstes Spiel ist laut UKGC-Bericht das Spielen an verschiedenen Spielautomaten im Internet. Die Online Slots zum Beispiel generierten allein ein Wachstum von fast 70 Prozent und vermeldeten Einnahmen von rund 2,2 Milliarden Euro. Bei den Tischspielen wie Roulette und Black Jack ist es online ein bisschen weniger. Diese landen mit einem Ertrag von rund 345 Millionen Euro aber direkt hinter den Spielautomaten und Slots. Klassische Spielautomaten, die also in stationären Casinos zu finden sind, konnten ihre Einnahmen auf zwei Milliarden Euro steigern, die landbasierte Branche verzeichnete insgesamt ein Wachstum von 4,1 Prozent und erzielte damit Erträge von rund 3,3 Milliarden Euro.

Bei den Sportwetten können die Fußballwetten als beliebteste Anlaufstelle der Engländer bezeichnet werden. Die Fußballwetten konnten ihren Gesamtertrag auf 1,1 Milliarden Euro anheben, auf Platz Zwei finden sich die Pferdewetten mit Erträgen von rund 677 Millionen Euro.

Sonderfall Off-Course-Wetten

Obwohl es derzeit für die Branche insgesamt also sehr gut aussieht, gibt es mit den Off-Course-Wetten auch einen kleinen Sonderfall. Auch hier wurden in den letzten Jahren dicke Zuwächse verbucht, so dass Erträge von rund 3,4 Milliarden Euro erzielt werden konnten. Platziert werden diese Off-Course-Wetten an den sogenannten Fixed Odds Betting Terminals, die in Großbritannien zwischenzeitlich im ganzen Land zu finden waren. Hier können die Spieler aber nicht nur Einsätze bei Sportwetten platzieren, sondern dies auch beim Roulette tun. Und das nicht zu knapp: 100 Pfund sind die Obergrenze für einen Rundeneinsatz, möglich sind also innerhalb kürzester Zeit horrende Umsätze. Genau daran stört sich allerdings die Politik, weshalb der Maximaleinsatz an den Fixed Odds Betting Terminals auf zwei Pfund begrenzt werden soll. Aus diesem Grund gehen Experten davon aus, dass zumindest dieser Zweig in den kommenden Jahren Rückgänge verzeichnen muss. Schon jetzt haben zahlreiche Shops ihre Türen geschlossen, angesichts der mächtigen Konkurrenz aus dem Internet dürften noch weitere Betriebe folgen.

Wirklich zufrieden können mit den vergangenen drei Jahren also vor allem die Anbieter sein, die ihr Geschäft im Internet zur Verfügung stellen. Das zeigt auch die Zahl der Kontoeröffnungen, denn die stieg seit April 2015 um 14,4 Prozent an. Anders gesagt: Mehr als 35 Millionen Briten haben seit dem ein Konto bei einem Online-Glücksspielanbieter eröffnet.

Playtech: Kooperation mit Iovation für besser geschützte Zahlungen

Playtech ist einer der absoluten Top-Entwickler in der Casino-Branche. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sich der Konzern immer offen für neue Möglichkeiten zeigt und seinen Kunden so ein vielseitiges Paket anbieten kann. Enorm interessant dürfte für die Kunden jetzt die neue Partnerschaft zwischen Playtech und Iovation sein, die erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben wurde. Beide Konzerne zusammen wollen die Zahlungen in den Playtech-Casinos besser überwachen und wenn nötig, auffällige Zahlungen blockieren.

FraudForce als mächtiges Überwachungstool

Iovation ist ein Konzern, der vor allem mit seinem Tool FraudForce ins Rampenlicht gerückt ist. Hierbei handelt es sich um ein Analysetool, in welchem täglich mehr als 4.000 Analysten circa 30 Millionen Transaktionen beobachtenund analysieren. Das System arbeitet gerätebasiert, so dass hier zahlreiche unterschiedliche Informationen über das jeweilige Gerät und dessen Verhalten eingeholt werden können. Geprüft wird zum Beispiel, wie viele E-Mails mit dem Gerät verschickt wurden. So wird herausgefunden, ob dieses lediglich für die Abwicklung von Zahlungen dient oder tatsächlich auch noch einen regulären Zweck hat. Zusätzlich dazu werden aber zum Beispiel auch die Höhe der Zahlung oder ob es sich um ein Gerät handelt, welches bereits durch verdächtige Aktivitäten aufgefallen ist. Sollte dies der Fall sein, richtet FraudForce eine Blockade ein und sorgt so dafür, dass die Zahlung vom Nutzer nicht durchgeführt werden kann. Eine weitere Möglichkeit ist, dass das System nach der Prüfung einen Hinweis darauf gibt, dass der Nutzer noch einmal genauer untersucht werden sollte. Ist wiederum alles okay, kann der Kunde seine Zahlung ganz regulär durchführen.

Generell hat Iovation für FraudForce kein bestimmtes Einsatzgebiet definiert, so dass die Software überall dort eingesetzt werden kann, wo die Zahlungen online durchgeführt werden. Playtech allerdings ist bekanntermaßen in der Glücksspielbranche aktiv und wird das System künftig auch genau hier zum Einsatz bringen.

Plattform von Playtech soll ergänzt werden

Playtech beliefert mit seinen Software-Lösungen bekanntlich zahlreiche Online Casinos. Genau diese werden künftig von der Partnerschaft zwischen Platech und Iovation profitieren, da der Entwickler FraudForce in seine Multimedia Plattform mit einbauen möchte. Die Kunden können dann also wie gewohnt eine Komplettlösung für das eigene Casino in Anspruch nehmen und hier automatisch darauf vertrauen, dass FraudForce zum Einsatz kommt. Ed Wu, der Vizepräsident für globale Beziehungen bei Iovation erklärte hierzu: „Wir sind aufgeregt, unsere Kräfte mit Playtech zu vereinen, um das Internet für ihre Kunden sicherer und unkomplizierter zu gestalten. Unsere Partnerschaft stärkt unsere Fähigkeit, Risiken und unmittelbare Betrugsbedrohungen zu erkennen. Es gibt uns ein gutes Gefühl, zusammenzuarbeiten und Kunden mehr Vertrauen in Internetdienste zu ermöglichen.“ Unterm Strich bedeutet die Partnerschaft mit einem Giganten wie Playtech natürlich auch eine große Chance für Iovation, das im Jahre 2004 als Start-Up ins Leben gerufen wurde. Allerdings: Ein kleiner Fisch ist auch Iovation nicht, denn mittlerweile gehört der Konzern zur TransUnion Gruppe. Und diese wiederum zählt zu den drei größten Wirtschaftsauskunfteien in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Dementsprechend stolz kann auf diese Partnerschaft also auch Playtech sein, was COO Shimon Akad in einer Mitteilung auch noch einmal deutlich machte: „Wir alle hier bei Playtech sind froh, mit Iovation zusammenzuarbeiten, um FraudForce zu unseren Kunden bringen zu können. Unsere IMS Plattform ist bereits jetzt die umfangreichste Verwaltungssoftware in der Branche, doch mit unserer Open Plattform können wir ihren Funktionsumfang noch weiter ausbauen. Wir setzen uns leidenschaftlich dafür ein, dass unsere Kunden mit erstklassiger Betrugspräventionssoftware ausgerüstet werden und unsere Partnerschaft mit Iovation ist in dieser Hinsicht ein wichtiges Kernelement in unserer Sicherheitsstrategie. FraudForce ist ein mächtiges Werkzeug für die Bekämpfung von Internetkriminalität im Online Glücksspiel und die Integration in unsere IMS Plattform gibt unseren Partnern neue Möglichkeiten an die Hand.“ Zusätzlich dazu erklärte iOvation, dass FraudForce der neuen Datenschutzgrundverordnung entspreche und so zum Beispiel nur so wenige Daten über den Spieler erhoben werden, wie nötig. In erster Linie ist FraudForce laut Iovation für die Analyse des jeweiligen Endgerätes gedacht.

The Stars Group: Gute Aussichten auf US-Markt für 2019

Seit Jahren tobt im US-Bundestaat Kentucky ein Rechtsstreit gegen zahlreiche Unternehmen der Glücksspielbranche. In einigen Fällen konnte sich der Bundesstaat in der Vergangenheit auch tatsächlich behaupten, im Falle der Stars Group allerdings muss Kentucky jetzt eine herbe Niederlage hinnehmen – die allerdings durchaus absehbar war. Für die Stars Group läuft es derweil richtig gut, denn neben der abgewendeten Strafzahlung ist der Konzern offenbar auch mit frischen Investitionen in den USA beschäftigt.

Dauerhaft Ärger in Kentucky?

Glücksspiel und der Bundestaat Kentucky. Das ist eine Verbindung, die in den letzten Jahren so überhaupt nicht zueinander gepasst hat. Der Ärger im Bundestaat nahm bereits vor einigen Jahren seinen Lauf, als sich Kentucky dazu entschied, hart gegen die Anbieter vorzugehen, die ohne Lizenz des Bundestaates ihre Spiele den Bewohnern zur Verfügung stellten. Geplant waren ursprünglich Sperren der Domains, was jedoch nicht erfolgreich umgesetzt werden konnte. Der neue Plan wiederum sah vor, dass der Bundestaat die Unternehmen verklagt und die Verluste seiner Spieler zurückfordert. Im Falle von bwin hat dies auch funktioniert, erst vor fünf Jahren musste der Konzern rund 15 Millionen US-Dollar an den Bundestaat zahlen.

Anders ist es jetzt im Falle von The Stars Group ausgegangen. Auch dieses Unternehmen wurde verklagt, weigerte sich allerdings gegen die Zahlung einer Summe von rund 870 Millionen US-Dollar. The Stars Group legte Revision ein und konnte sich tatsächlich vor dem Revisionsgericht in Kentucky durchsetzen. Heißt im Klartext: Die 870 Millionen US-Dollar Strafe müssen nicht gezahlt werden, zudem kann der Konzern die 100 Millionen US-Dollar Sicherheit zurückverlangen, die gezahlt werden mussten.

Unterschiede im Angebot halfen TSG

Doch wieso bekommt The Stars Group nun Recht, während andere Unternehmen wie bwin ihre Strafen zahlen mussten? Die Antwort auf diese Frage liegt vor allem im Portfolio der Unternehmen. The Stars Group stellt über den Anbieter Pokerstars lediglich Pokerspiele zur Verfügung. Die Einwohner spielen hier also gegen andere Spieler und verlieren ihr Geld, mit Ausnahme von kleinen Gebühren, im Spiel maximal an die Mitspieler. bwin wiederum stellte damals auch Casinospiele in Kentucky zur Verfügung, bei denen bekanntlich das Casino gewinnt, wenn der Spieler verliert. Für das Gericht ein gewaltiger Unterschied, der sich jedoch auch mit dem Jahre alten Gesetz in diesem Bereich vereinbaren lässt. Dieses sieht nämlich keinesfalls vor, dass sich ein Bundestaat an den Rückzahlungen bereichert. Hätten wiederum Spieler gegen den Konzern geklagt, hätte das Urteil mit großer Wahrscheinlichkeit anders ausgesehen. Über diesen Umstand muss sich The Stars Group aktuell aber keine Gedanken machen. Fakt ist: Das Urteil aus dem Jahre 2013 ist jetzt erst einmal hinfällig und der Konzern wird sich um die Strafe drücken können.

Das tut dem Unternehmen natürlich gut, zumal das Geld aktuell an anderer Stelle benötigt wird. Wie bekannt wurde, plant der Konzern nämlich offenbar die Errichtung eines landbasierten Casinos in Atlantic City und möchte hierdurch auch direkt in der stationären Branche mitmischen.

Schritt wird vom Senator in New Jersey begrüßt

Auch wenn die Planungen zum landbasierten Casino erst jetzt populär werden, scheint sich TSG nicht erst seit gestern mit dieser Möglichkeit zu beschäftigen. Tatsächlich wurde sogar schon eine Immobilie gefunden, so dass möglicherweise bald ein Kauf des „Atlantic Club Casino“ über die Bühne gehen kann. Der Konzern trifft mit seinen Plänen auf offene Ohren, schließlich ist in New Jersey mit Senator Lesniak ein Politiker zu finden, der als starker Freund des Glücksspiels gilt und New Jersey zurück zu einer Macht in dieser Branche führen möchte. Lesniak erklärte daher, dass er es sehr begrüße, dass ein großes digitales Unternehmen jetzt auch im stationären Betrieb seinen Fußabdruck hinterlassen wolle.

Für The Stars Group könnte sich eine Investition in Atlantic City im besten Fall gleich in doppelter Hinsicht lohnen. Der Konzern hätte nicht nur eine eigene stationäre Anlaufstelle, sondern könnte sich gleichzeitig auch bei der Ausgabe der Internet-Lizenzen gut positionieren. Bislang herrschen nämlich starke Diskussionen darüber vor, ob auch ausländische Unternehmen eine Online-Lizenz erhalten sollen. Diesen Diskussionen kann sich The Stars Group also geschickt entziehen und zudem gleich auf zwei „Kanälen“ auf Zuspruch hoffen. New Jersey und Atlantic City haben unter Senator Lesniak derweil ebenfalls große Pläne. Der Politiker erklärte, er wolle sich dafür einsetzen, dass das virtuelle Pokerspiel künftig in den gesamten USA möglich sei – mit New Jersey als federführender Adresse.

NetEnt: Spiele-Entwickler strukturiert für 2019 um

Für verschiedene Spiele-Entwickler verliefen die letzten Monate enorm erfolgreich. Einer dieser Konzerne stammt aus Schweden und trägt den Namen NetEnt. Der bekannte Provider konnte zum Ende 2018 noch einmal richtig starke Werte vorweisen und kann somit zufrieden mit den vergangenen Monaten sein. Das allerdings reicht dem Unternehmen nicht und so werden immer mehr Details zur geplanten Umstrukturierung für 2019 veröffentlicht.

Verwaltung raus, Entwicklung rein

Rund 2,4 Millionen Euro möchte der schwedische Entwickler NetEnt in seine geplante Umstrukturierung investieren. Ein ganz wesentlicher Bestandteil des Ganzen ist dabei die Streichung von mehr als 50 Arbeitsplätze in der Konzernzentrale in Stockholm, wobei es sich hier vor allem um Arbeitsplätze in der Verwaltung handelt. Deutlich stärker ausrichten möchte sich das Unternehmen in der Zukunft stattdessen im Bereich der Entwicklung, wo mit den Virtual Reality Casinos offenbar schon ein ganz großes „Ding“ in den Startlöchern steht. Rund 20 Prozent der 2,4 Millionen Euro (rund 25 Millionen schwedische Kronen) soll in die VR-Technologie fließen, mit der NetEnt im kommenden Jahr offenbar groß angreifen möchte. Geplant ist, dass die Umstrukturierung noch in diesem Jahr abgeschlossen wird, angekündigt wurde der Prozess bereits im Oktober.

NetEnt-CEO Therese Hillman erklärte dazu in einem Statement: „Indem wir unseren Betrieb dezentralisieren, gelingt uns ein weiterer Schritt in Richtung eines neuen NetEnts, welches noch mehr auf die Bedürfnisse der Spieler und Kunden ausgerichtet ist. Die neue Organisation wird klare Verantwortlichkeiten haben und mehr Fokus auf Wertschöpfung legen. Wir sind erfreut über die Performance unserer Spieleveröffentlichungen in diesem Quartal und bemühen uns weiterhin, unser Spieleportfolio zu diversifizieren. Wir werden in Zukunft unsere Veröffentlichungsintervalle verkürzen und planen, im Jahr 2019 zwischen 30 und 35 neue Spiele zu veröffentlichen.“

Schnellerer Output nicht die einzige „Baustelle“

Mit dem Durchtreten des Gaspedals bei der Veröffentlichung von Spielen soll es das aber offenbar noch nicht gewesen sein, wie Hillmann weiter ausführt. Stattdessen sehe sie noch weitere Bereiche, in denen man im kommenden Jahr etwas verbessern könne. „Das dritte Quartal war durch einen starken Wert wegen der Veröffentlichung von „Jumanji“ geprägt. Wir bemühen uns weiterhin, die fixen Kosten zu reduzieren und die Organisation für einen schnelleren Output zu optimieren. Ich sehe immer noch einen Verbesserungsspielraum in mehreren Bereichen für das nächste Jahr. Unsere Liquiditätslage erlaubt es uns, flexibel zu sein und nach wie vor solide Renditen auszuschütten.“

Einer dieser Bereiche dürfte der nordamerikanische Markt sein, der für zahlreiche Glücksspielunternehmen an Relevanz gewonnen hat. In Europa kann sich der Konzern über einen Marktanteil von fast 30 Prozent freuen, was als enorm stark bezeichnet werden kann. In den Vereinigten Staaten peilt das Unternehmen ähnliche Bereiche an, auch wenn die Aufgabe hier auf Grund der enormen Konkurrenz noch einmal etwas schwieriger ausfallen dürfte. Aktiv ist der Entwickler bereits seit 1996, seit 2007 wird die NetEnt AB auch an der Börse in Stockholm gelistet. Zuletzt in die Schlagzeilen geschafft hat es der Entwickler vor allem mit seinem Live-Angebot, welches zusammen mit dem Casino Mr Green ins Leben gerufen wurde. Spieler können sich hier auf ein umfangreiches Live-Angebot freuen, in welchem neben den Spieltischen auch eine ansprechende Umgebung präsentiert wird. Jüngst durchgestartet ist der Entwickler mit dem Live-Portfolio in Dänemark, in zahlreichen anderen Ländern – darunter auch Deutschland – steht das sogenannte „Live Beyond Casino“ schon etwas länger zur Verfügung und erfreut sich großer Beliebtheit bei den Anhängern der Live-Dealer-Spiele.

Lizenz-Ärger: Casino-Lizenzen in Schleswig-Holstein laufen aus

Vor allem ein Bundesland konnte sich in Deutschland in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf im Bereich der Glücksspielregulierung erarbeiten: Schleswig-Holstein. Während sich andere Bundesländer enorm schwer taten und tun, wurde im Norden ein ganz eigener Weg eingeschlagen. Allerdings scheint dieser jetzt erst einmal zu enden, denn zumindest vorerst laufen zahlreiche Lizenzen für Casinos in dem Bundesland aus.

Rechtliche Lage in Schleswig-Holstein besonders

Die rechtliche Lage rund um das Glücksspiel ist in Deutschland keinesfalls einfach zu durchblicken. Schleswig-Holstein allerdings hat in den letzten Jahren einen recht klaren Rahmen für Glücksspielanbieter geschaffen. 2011 wurde in Deutschland kräftig darüber diskutiert, wie mit dem Glücksspiel in den einzelnen Bundesländern umgegangen wird. Eine wirkliche Einigung konnte hier nicht erzielt werden. Während sich 15 Bundesländer gegen die Online Casinos aussprachen, sprach sich Schleswig-Holstein für die Anbieter aus. Die Folge: Im Jahre 2012 wurde der Glücksspielvertrag in Deutschland verabschiedet, dem alle Bundesländer mit Ausnahme Schleswig-Holstein zugestimmt hatten. Während die Anbieter in anderen Bundesländern also keine Lizenzen erhalten konnten, wurden diese in Schleswig-Holstein vergeben.

Eine enormer Schritt in eine erfolgreiche Zukunft für die Anbieter, deren Freude jedoch nur von kurzer Dauer sein sollte. Bestimmt hatte den eigenwilligen Weg Schleswig-Holsteins damals die Landesregierung unter der Führung der CDU. Allerdings wechselte bereits kurzer Zeit nach der Vergabe der ersten Lizenzen die Landesregierung in Schleswig-Holstein, welche dann verspätet doch dem Glücksspielvertrag beitrat – mit der Folge, dass fortan keine neuen Lizenzen an Casinos vergeben wurden. Allerdings: Die bereits ausgestellten Lizenzen konnte die neue Regierung nicht zurückziehen, so dass diese mit einer Laufzeit von insgesamt sechs Jahren ab 2012 ihre Gültigkeit behielten.

Anbieter unter Druck: Lizenzen laufen aus

Ausgestellt wurden die ersten Glücksspiel-Lizenzen vom Innenministerium des Bundeslandes am 18. und 19. Dezember 2012. Somit mussten die ersten Unternehmen bereits vor einigen Tagen ihre Spieler darauf hinweisen, dass das Angebot auf Grund der ausgelaufenen Lizenzen erst einmal nicht zur Verfügung gestellt werden könne. So zum Beispiel geschehene beim Online Casino Deutschland oder dem Merkur-Spielcasino. Ebenfalls betroffen sind darüber hinaus aber auch die Electra Works Limited mit ihrer Marke bwin oder das Casino von DrückGlück. Beide Unternehmen profitieren allerdings davon, dass sie nicht ausschließlich mit Lizenzen aus Schleswig-Holstein arbeiten. Stattdessen sind auch Lizenzen aus Gibraltar bzw. Malta vorhanden, so dass die Angebote für Spieler weiterhin erreichbar sind.

Ähnlich dürfte es zum Beispiel auch beim Anbieter Vera&John Casino aussehen. Auch hier läuft die Lizenz innerhalb der nächsten Wochen aus. Allerdings besitzt das Casino neben der Lizenz aus Schleswig-Holstein auch eine Lizenz der maltesischen Lotterie- und Glücksspielbehörde. In diesem Fall ist also ebenfalls davon auszugehen, dass das Angebot erreichbar bleiben wird. Löwenplay wiederum, ein deutscher Glücksspielanbieter mit ausschließlich vorhandener Lizenz in Schleswig-Holstein, steht hier vor größeren Problemen. Insgesamt also eine Situation, die für keine der beteiligten Parteien wirklich angenehm ist.

Wie sieht der Blick in die Zukunft aus?

Auch im sonst so verwöhnten Norden sieht es beim Glücksspiel aktuell also nicht wirklich gut aus. Aber wird sich das verändern oder müssen die Spieler hier auch in Zukunft Einbußen in Kauf nehmen? Wirklich zu 100 Prozent kann diese Frage noch nicht beantwortet werden. Allerdings gibt es Hoffnungen: Das Ruder in der Hand hat in Schleswig-Holstein jetzt nämlich wieder die CDU. Also die Partie, die schon 2012 den eigenen Weg in der Glücksspielregulierung eingeschlagen hat. Und das scheint offenbar wieder denkbar. Hans-Jörn Arp, der parlamentarische Geschäftsführer der CDU, erklärte, dass sich auch Schleswig-Holstein darüber freuen würde, wenn eine einheitliche Regelung in Deutschland gefunden werden könne. Allerdings betonte der Politiker auch, dass sich die anderen Bundesländer wohl am Modell von Schleswig-Holstein orientieren müssten. Sollte das nicht geschehen, habe man laut Arp auch keine Probleme damit, den eigenen Glücksspielvertrag im Land wieder zu erneuern. Heißt im Klartext: Das Land würde wohl noch einmal neue Lizenzen vergeben.

Und wie sieht es mit der Unterstützung durch die anderen Bundesländer aus? Bisher eher mäßig. Neben Schleswig-Holstein scheint auch Hessen dafür zu sein, die Online Casinos mit einer Lizenz auszustatten und so einen geregelten und kontrollierten Markt ins Leben zu rufen. Nordrhein-Westfalen diskutiert aktuell ebenfalls über eine Änderung des Glücksspielvertrags. Auch deshalb, weil hier die maroden WestSpiel-Casinos so leichter an den Mann gebracht werden sollen. Insgesamt gestaltet sich der Blick in die Zukunft also nicht allzu schlecht. Allerdings nur unter Vorbehalt. Immerhin kann sich mit einer einfachen Landtagswahl die Einstellung eines Bundeslandes schnell wieder ändern – und somit auch der Rahmen für die Glücksspielanbieter.

DrückGlück Casino: Marketingmaßnahmen werden deutlich ausgebaut

Die Casino-Branche in Deutschland ist groß, aber auch enorm umkämpft. Zahlreiche Anbieter buhlen um die Gunst der Spieler und wer im Gespräch bleiben möchte, muss regelmäßig auf sich aufmerksam machen. Ein Casino, welches das in den letzten Jahren besonders gut verstanden hat, ist der Anbieter DrückGlück. Und auch 2018 hat der Anbieter noch einmal richtig Gas gegeben und sein Marketingbudget auf insgesamt 35 Millionen Euro angehoben – und das wird in den kommenden Monaten zu spüren sein.

Innovatives Werben mit TV-Shows steigerte die Bekanntheit enorm

Bereits vor einiger Zeit hat DrückGlück mit einer eigenen Fernsehshow für eine ganze Menge Aufmerksamkeit gesorgt. In dieser konnten die Spieler gegen einen Moderatoren antreten und mit ein bisschen Glück sogar echtes Geld gewinnen. Allzu lang lief die Sendung trotz eines großen Erfolges allerdings nicht. Dennoch: Für das Casino war die Show enorm wichtig und hat die Bekanntheit enorm gesteigert. Am Ende des Ziels ist der Anbieter damit aber offenbar noch lange nicht. Im Jahr 2018 wurden die Kosten im Marketing nämlich noch einmal deutlich angehoben, investiert wurden insgesamt rund 35 Millionen Euro. Zusätzlich dazu wurden zahlreiche neue Partnerschaften ins Leben gerufen, mit denen der Anbieter auch zukünftig permanent im Bewusstsein der Spieler bleiben möchte.

Eine der neuen Partnerschaften wurde zum Beispiel mit der Fernsehsendung „Global Gladiators“ geschlossen. In der Fernsehshow, die 2018 in ihrer zweiten Staffel ausgestrahlt wurde, treten mehrere Prominente gegeneinander an und kämpfen um den gleichnamigen Titel als „Global Gladiator“. Dabei geht es darum, verschiedene Wettkämpfe zu meistern. Gedreht wurde hierfür zunächst in Afrika, anschließend in Thailand. Mit dem Glücksspiel selbst hat die Show natürlich nicht viel zu tun, allerdings ist die Zielgruppe im Zuschauerkreis für das Casino enorm interessant.

Auch bei „Promi Big Brother“ mit von der Partie

Ein ganz ähnliches Publikum bedient auch die Sendung „Promi Big Brother“ mit der DrückGlück ebenfalls eine Partnerschaft eingegangen ist. Die Sendung basiert auf dem bekannten Format „Big Brother“, wobei es sich bei den Bewohnern des Hauses in diesem Fall um Prominente handelt. Diese müssen verschiedene Aufgaben erfüllen und werden je nach Leistungen mit Strafen oder Belohnungen belegt. Das sorgt oftmals für enorme Spannungen, die wiederum für Begeisterung bei den Zuschauern sorgen. Diese können die Bewohner fast rund um die Uhr beobachten und bekommen so kleinere und größere Auseinandersetzungen schonungslos mit. Und das kommt an: Genau wie „Global Gladiators“, dürfte auch „Promi Big Brother“ dafür gesorgt haben, dass der Name des Casinos einem Millionenpublikum vorgestellt wurde.

Die wohl wichtigste Partnerschaft für den Anbieter allerdings ist im sportlichen Bereich zu finden. Hier kooperiert DrückGlück mit dem Verein Holstein Kiel, der in der abgelaufenen Saison in der zweiten Fußball Bundesliga in Deutschland für enorme Furore sorgen konnte. Auch in dieser Saison sind die „Störche“ wieder richtig gut mit dabei und könnten durchaus im Kampf um den Aufstieg eine Rolle spielen.

Bei jedem Heimspiel weitreichend vertreten

Das wiederum ist natürlich gut für DrückGlück, denn das Casino ist bei allen Heimspielen weitreichend im Stadion vertreten. Im Mittelkreis des Spielfeldes ist vor jedem Heimspiel das Logo des Casinos zu sehen, bis die Mannschaften zum Anstoß den Rasen betreten. Darüber hinaus gehören zum Sponsoring-Vertrag auch Bild- und Videorechte, so dass sich die Kunden Highlights der Kieler Partien ansehen können. Im Stadion selbst ist DrückGlück auch mit seiner Bandenwerbung zu sehen, die für die TV-Kameras sinnig platziert wurde. Ohnehin ist DrückGlück in Schleswig-Holstein enorm aktiv und auch im öffentlichen Bereich zu sehen. So wirbt das Casino zum Beispiel auf Bussen oder Plakaten.

Bei aller Freude und möglichen Positionierung in Schleswig-Holstein gibt es allerdings auch ein paar Probleme im Hause DrückGlück. In Schleswig-Holstein nämlich läuft die Lizenz des Anbieters in wenigen Tagen aus. Diese wurde 2013 im Rahmen des Glücksspielvertrags ausgestellt und räumte dem Casino für einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren das Recht ein, seine Spiele in Schleswig-Holstein zur Verfügung zu stellen. Wie es zukünftig weitergeht, bzw. ob das Land neue Lizenzen vergeben wird, ist bislang aber noch vollkommen unklar. Angekündigt wurde von der Landesregierung der CDU allerdings bereits, dass man wohl wieder einen ähnlichen Weg mit eigenen Lizenzen einschlagen wolle, sollte keine bundesweite Regelung gefunden werden. Bis dahin müssen sich die Spieler aber erfreulicherweise auch nicht vom Angebot des Casinos verabschieden. DrückGück arbeitet auch mit einer Lizenz der maltesischen Lotterie- und Glücksspielbehörde, so dass die Webseite weiterhin erreichbar bleiben wird.

William Hill: Briten wehren sich gegen Strafzahlung in den Niederlanden

Zum Ende des Jahres hat sich mit William Hill ein großer und bekannter Glücksspielanbieter noch einmal eine ganze Menge Ärger eingehandelt. Zwar nicht in der Heimat, dafür aber auf einem anderen wichtigen Markt: In den Niederlanden. Hier hat der Konzern in den Augen der Glücksspielbehörde gegen die gesetzlichen Rahmenbedingungen verstoßen und soll daher nun eine Strafe von rund 300.000 Euro bezahlen – einverstanden ist der britische Gigant damit allerdings nicht.

William Hill besitzt keine Lizenz in den Niederlanden

Vorgeworfen wird dem britischen Unternehmen, sein Angebot ohne gültige Lizenz aus den Niederlanden auch niederländischen Spielern zur Verfügung gestellt zu haben. Eigentlich sind die Unternehmen dazu verpflichtet, die niederländischen Besucher durch das sogenannte Geoblocking von der eigenen Webseite fernzuhalten. William Hill allerdings soll sich laut Ermittlungen der Behörde aber ganz speziell auf die niederländischen Spieler eingestellt haben. Angeboten wurde zum Beispiel eine niederländische Übersetzung für die Homepage. Zusätzlich wurde den Spielern auch ein niederländischer Kundenkontakt beiseite gestellt. Als wäre das noch nicht genug, steht mit iDeal auch eine Bezahlmethode im Portfolio zur Verfügung, die ausschließlich mit einem Bankkonto aus den Niederlanden genutzt werden kann. Die Beweise sind in diesem Fall also recht deutlich.

Das findet auch die niederländische Glücksspielbehörde KSA, welche bereits seit mehreren Monaten mit der Ausarbeitung eines neuen Glücksspielgesetzes beschäftigt ist. Verabschiedet wurde dieses allerdings noch nicht und so dürfen Unternehmen ohne Lizenz aus den Niederlanden bisher eigentlich keine Angebote auf diesem Markt zur Verfügung stellen. Die Konzerne allerdings tun dies trotzdem und berufen sich auf die Dienstleistungsfreiheit der EU, bzw. auf ihre gültigen Lizenzen aus anderen europäischen Ländern. Die kann auch William Hill vorweisen, denn die Briten sind zum einen durch die Behörde in Großbritannien, zum anderen aber auch durch die Behörden Gibraltars lizenziert.

Hartes Vorgehen gegen Anbieter mit Auslands-Lizenzen

Die Glücksspielbehörde der Niederlande ist in den letzten Monaten immer wieder durch scharfes Vorgehen gegen Anbieter mit einer Lizenz aus dem Ausland aufgefallen und wird das laut ihrem Vorsitzenden René Jansen auch weiterhin tun. Dieser betonte in einem Interview: „Viele Niederländer wissen nicht, dass Online Glücksspiele in den Niederlanden illegal sind. Ein Spieler, der bei einem illegalen Anbieter spielt, tut dies ungeschützt. Es ist keine Aufsicht im Rahmen eines fairen Geschäftsverlaufs möglich. Deshalb geht die KSA streng gegen illegale Anbieter vor. Der Schutz des Verbrauchers ist ein wichtiges Ziel der Glücksspielbehörde, zusammen mit der Verhinderung der Spielsucht und der Bekämpfung der Rechtswidrigkeit in der Glücksspielbranche.“ Nicht gerade die besten Neuigkeiten für William Hill, auch wenn erwartet wird, dass der Konzern gegen die Entscheidung dennoch Einspruch einlegen wird.

Leider zeigt ein Blick auf die letzten Monate und Jahre, dass die niederländische Glücksspielbehörde bei Strafzahlungen nicht sonderlich große Lust auf Nachverhandlungen hat. Erst vor wenigen Monaten wurden zum Beispiel zwei Einsprüche von Unternehmen abgewiesen, die zu ähnliche Strafen wie William Hill herangezogen wurden. 2014 hat es zudem mit der Co-Gaming Limited aus Malta ebenfalls ein prominentes Unternehmen erwischt, welches für Verstöße gegen die Vorgaben der niederländischen Behörden 140.000 Euro zahlen musste. Noch ein bisschen mehr musste sogar der Konzern Mansion Casino hinlegen. Hier forderte die Behörde 150.000 Euro, weil auch hier im Zahlungsportfolio iDeal zu finden war.

Neues Gesetz soll 2019 verabschiedet werden

All das sind für die Briten von William Hill keine wirklich guten Nachrichten. Es gibt allerdings auch positivere Blicke in die Zukunft. Immerhin ist das neue Glücksspielgesetz bereits in Arbeit und soll im Jahre 2019 auch verabschiedet werden. Geplant ist, dass die bisher noch illegalen Anbieter dann eine Bewerbung für eine niederländische Lizenz einreichen können. Diese werden geprüft und bei Gefallen von der Behörde für den Markt zugelassen. Das Land selber profitiert im Gegenzug von horrenden Steuereinnahmen, welche von den lizenzierten Online Casinos gezahlt werden müssen.

Merkur: Neue Spielbank in Halle endlich eröffnet

Die Planungen für die neue Merkur Spielbank in Halle liefen bereits seit mehreren Jahren. Mittlerweile ist es geschafft und der Konzern konnte den Betrieb endlich eröffnen – und das, obwohl der offizielle Eröffnungstermin eigentlich erst im nächsten Jahr steht. Umso zufriedener ist man bei Merkur bzw. der Gauselmann-Gruppe, die immerhin rund 4,5 Millionen Euro in das neue Spiel-Center investiert hat.

Seit dem 18. Dezember 2018 in Betrieb

Am 18. Dezember 2018 hat die Spielbank in Halle direkt nach der offiziellen Freigabe durch das zuständige Ministerium seine Türen geöffnet und steht nun für Spieler zur Verfügung. Die Gäste erwartet ein enorm großer Spielbereich, der sich über rund 300 Quadratmeter erstreckt. Insgesamt beträgt die Fläche der neuen Spielbank sogar 800 Quadratmeter. Neben den Spielautomaten präsentiert der Anbieter hier auch einen Lounge-Bereich, in welchem sich die Gäste entspannen können. Marcus L. Brandenburg, der Spielbankdirektor erklärte: „Wir sind begeistert davon, wie alle am Bau Beteiligten es geschafft haben, die Spielbank in so kurzer Zeit fertigzustellen und und freuen uns, dass wir tatsächlich noch in diesem Jahr eröffnen konnten. Richtig gefeiert wird dann bei unserer offiziellen Eröffnung im Februar 2019.“ Läuft alles nach Plan, dürfte die Spielbank bis dato bereits einen großen Kundenkreis vorweisen können.

Geboten wird den Spielern jedenfalls einiges. Insgesamt 84 Automaten werden zur Verfügung gestellt, wobei hier neben modernen Spielautomaten auch 3D-Spiele wie Roulette oder Black Jack zu finden sind. Anders als die restlichen beiden Spielbanken in Sachsen-Anhalt in Leuna-Günthersdorf und Magdeburg handelt es sich bei der Spielbank in Halle um ein reines Automatencasino, Dealer oder Croupiers sind hier also nicht zu finden.

Designkonzept im kalifornischen Stil

Für die besondere Spielbank hat sich die Gauselmann-Gruppe natürlich auch eine ganze Reihe von Besonderheiten einfallen lassen. Das Designkonzept beispielsweise stammt von der Innenarchitektin Susanne Rasspe und trägt den Namen „Carmel“. Benannt ist das Konzept nach dem gleichnamigen Ort in Kalifornien, weshalb hier passenderweise auch auf die Farben und Formen des kleinen Küstenstädtchens zurückgegriffen wurde. Darüber hinaus ist auch der Standort eine Besonderheit, schließlich befindet sich die Spielbank in den historischen Räumlichkeiten der Franckestraße 1. Betrieben wird die Spielbank von der Spielbanken Sachsen-Anhalt GmbH & Co. KG, bei der es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen der Gauselmann-Gruppe und der Stadtcasino Baden AG handelt. Investiert wurden in das Casino rund 4,5 Millionen Euro, die Leitung wird von Tobias Hellbach übernommen.

Hellbach ist bereits seit 2014 ein Teil des Merkur-Teams und war seit 2016 als stellvertretender Leiter der Spielbank in Leuna-Günthersdorf tätig. Mit der neuen Aufgabe erweitert sich der Einflussbereich nun deutlich. Hellbach erklärte dazu: „Mir macht die Arbeit hier einfach enorm viel Spaß. Auf meine neue Herausforderung freue ich mich nun ganz besonders. Auch der Spielbankdirektor Magdeburg sagte über seinen neuen Leiter: „Tobias Hellbach ist die perfekte Besetzung als Spielbankleiter. Er kennt sich sowohl in der Branche als auch mit den Merkur Spielbanken Sachsen-Anhalt bestens aus.“

Spanien: Glücksspielbranche mit satten Zuwächsen im dritten Quartal

 

Auch Spanien gehört zu den Ländern, die sich in den letzten Monaten einen verstärken Kampf gegen die Werbemaßnahmen der Online Casinos und Glücksspielanbieter auf die Fahne geschrieben haben. Greifen sollen diese allerdings erst ab 2019. Und bis dahin wächst und floriert die Branche munter – kurioserweise eben vor allem auf Grund der gestiegenen Marketingausgaben. Ob dieser Trend also auch in Zukunft anhalten wird, bleibt erst einmal stark abzuwarten.

30 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr

Die spanische Glücksspielbranche kann auf ein sehr erfolgreiches drittes Quartal zurückblicken. Wie die Glücksspielaufsichtsbehörde DHOJ mitteilte, sind die Glücksspielerlöse im dritten Quartal 2018 um 29,9 Prozent angestiegen. Somit wurden brutto Einnahmen von satten 181,8 Milliarden Euro erzielt. Gemessen wurden hierbei allerdings nicht nur die Glücksspielbranche der Casinos, sondern auch die Sportwetten.Und die haben in diesem Jahr bzw. Quartal natürlich einen besonderen Einfluss auf das Ergebnis gehabt, stand doch mit der WM 2018 in Russland ein echtes Highlight auf dem Programmplan. So erklärte auch ein Sprecher, dass der enorme Zuwachs vor allem mit dem Fußballturnier am Kreml zusammenhängen würde. Allein die WM hätte demnach für einen Umsatzanstieg von guten 27,4 Prozent gesorgt und damit eine Summe von mehr als 97 Millionen Euro generiert. Insgesamt 1,61 Milliarden Euro setzten die Spanier ein– eine Summe, die wohl noch höher ausgefallen wäre, wenn die Kicker aus dem Heimatland noch länger im Turnier mit dabei gewesen wären.

Die Casinos allerdings können hiermit problemlos mithalten und steigerten ihrerseits die platzierten Einsätze im Vergleich zum dritten Quartal 2017 auf ganze 2,1 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 35,6 Prozent entspricht. Die beliebtesten Spiele sind dem Bericht zufolge dabei eindeutig die Online Slots, die allein einen Umsatz von 34,2 Millionen Euro erwirtschafteten. Direkt dahinter liegen die Live-Roulettespiele, die vor allem in den letzten Jahren zu einem echten Trend geworden sind. Im dritten Quartal 2018 wurden dabei rund 11,9 Millionen Euro umgesetzt. Die klassischen Spielautomaten können da nicht ganz mithalten, waren aber ebenfalls angesagt bei den Spaniern. So erzielten die Spielautomaten ein Wachstum von 39,2 Prozentund konnten Umsatz auf mehr als 60 Millionen Euro steigern.

Gesetz hat den Umsatz angekurbelt

Kurioserweise hat auch das Gesetz den Umsatz der Glücksspielanbieter angekurbelt. Jüngst nämlich wurde eine Richtlinie verabschiedet, die es den Unternehmen ermöglicht, gemeinsame Finanz- und Spielerpools auch länderübergreifend zur Verfügung zu stellen. Umgesetzt wurde das in der Pokerbranche, wo so ebenfalls ein Umsatzwachstum von 35,1 Prozent gegenüber dem dritten Quartal aus dem Vorjahr verzeichnet werden konnte. Umgesetzt wurden beim beliebten Kartenspiel im dritten Quartal 2018 insgesamt 19,8 Millionen Euro. Den kleinsten Zuwachs, aber immerhin noch ein Zuwachs, konnte das Bingo vorweisen, wo der Umsatz von 11,3 Prozent auf 3,1 Millionen Euro angewachsenist.

Neben dem Gesetz haben aber auch die erhöhten Ausgaben im Marketing der Unternehmen dafür gesorgt, dass die Spielerzahl und auch die Umsätze angewachsen sind. Mehr als 50 Glücksspielunternehmen aus dem Land hätten so ihre Investitionen im Bereich des Marketing um teilweise mehr als 56 Prozent gesteigert und so insgesamt fast 76 Millionen Euro in die Werbung investiert. Die Fernsehwerbung ist dabei der größte Ausgabenpunkt. Hier wurden 36,4 Millionen Euro investiert, womit der Wert gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt wurde. Kurioserweise kommt aber auch an dieser Stelle jetzt wieder das Gesetz ins Spiel.

Ändert sich der Trend bald wieder?

Wo das Gesetz den Unternehmen auf der einen Seite hilft, könnte es in der nahen Zukunft aber auch wieder für eine Trendwende sorgen. Nämlich spätestens ab 2019, wenn für die Glücksspielbranche in Spanien ein Werbeverbot umgesetzt werden soll. Laut den Aussagen von Ministerpräsident Pedro Sánchez solle die Glücksspielwerbung künftig genauso behandelt werden wie zum Beispiel die Werbung für Tabakprodukte – und damit im Fernsehen, Radio, Internet oder Printmedien verboten sei. Die deutlich gestiegenen Marketingkosten könnten sich also innerhalb kürzester Zeit wieder deutlich relativieren, auch wenn aktuell noch immer kräftig Stimmung gegen die Gesetzesänderung gemacht wird. Gelingt der Glücksspielbranche hier jedoch kein Veto mehr, soll die Novelle ab Januar 2019 in Kraft treten. Und damit sogar noch früher als in Italien (Sommer 2019), wo diese Idee eigentlich ihren Ursprung fand.

Merkur: Neue Auszeichnung als „Marke des Jahrhunderts“

Das Jahr 2018 verlief für Merkur und die Gauselmann-Gruppe nicht immer unbedingt rund, sondern ist gezeichnet durch einige Diskussionen, Tiefen und Rückschläge. Zum Ende des Jahres darf sich der Konzern speziell mit der Marke Merkur jetzt aber noch einmal freuen, denn diese wurde in die Publikation „Deutsche Standards – Marken des Jahrhunderts 19“ aufgenommen – eine ganz besondere Ehrung, die nicht vielen Unternehmen zu Teil wird.

Herausragend in der Gattung Spielstätten

Paul Gauselmann dürfte zum Ende des Jahres noch einmal richtig zufrieden sein, denn der Unternehmer hat es mit seiner Marke Merkur in die Publikation „Deutsche Standards – Marken des Jahrhunderts 19“ gebracht. Wie Dr. Florian Langenscheidt, der Herausgeber der Publikation erklärt, handelt es sich hierbei um eine Art Sammlung. „Das Buch ist eine Enzyklopädie großer deutscher Marken und stellt die Ikonen der deutschen Wirtschaft vor“, so der Herausgeber. Ergänzend sagte Langenscheidt: „Es zeigt, wer Standards gesetzt hat auf seinem Gebiet.“ Eine enorme Auszeichnung also für die Gauselmann-Gruppe und die Marke Merkur, die künftig in dem Werk ausführlich beleuchtet wird.

Das Buch selber wird mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren beim Zeit-Verlag erscheinen und wurde bereits im November in Frankfurt im Rahmen des Deutschen Wirtschaftsforums vorgestellt. Neben Gauselmann bzw. Merkur sind hier noch weitere 99 Marken zu finden, welche detailliert und interessant vorgestellt werden. Darüber hinaus gibt es zur Hauptausgabe ein Paperback, in welchem die Infos zu den 100 Marken noch einmal in kompakten Texten zu finden sind. Auch hier ist Merkur also vertreten, was die Gauselmann-Gruppe ganz besonders stolz macht. Wie stolz der Konzern auf die eigenen Leistungen ist, erklärte Gründer Paul Gauselmann: „Wer an Spielstätten denkt, denkt an die Filialen mit der lachenden Merkur-Sonne und das macht mich sehr stolz.“

Erfolgsgeschichte von Paul Gauselmann und Merkur beeindruckt

Stolz sein kann die Gauselmann-Gruppe auch auf den Beitrag über das Unternehmen, in welchem natürlich besonders die Geschichte von Merkur durchleuchtet wird. Hier wird die Entwicklung der Spielstätte von 1974 bis heute nachverfolgt, zudem wird auch noch einmal ein Blick auf den Werdegang der Gauselmann-Gruppe geworfen. Paul Gauselmann wiederum eröffnete 1974 in Delmenhorst seine erste Filiale, welche in der Publikation natürlich nicht unerwähnt bleibt. Ehrenvoll wird hier von der „Mutter der deutschen Spielstätten“ gesprochen. Unterm Strich also gute Gründe, die Marke Merkur in diese Sammlung großer Marken aufzunehmen.

An anderen Fronten läuft es bei der Gauselmann-Gruppe derzeit allerdings nicht ganz so optimal. Die Streitigkeiten mit der Stadt Düsseldorf konnten zwar mittlerweile beigelegt werden, dennoch bleibt ein mulmiges Gefühl beim Blick zurück. Immerhin hat der Konzern eine Menge Geld investiert, um verschiedene Sportvereine der Stadt zu unterstützen. Und das, obwohl das Unternehmen gerade in Düsseldorf mit einem starken Kampf gegen das eigene Angebot zu kämpfen hat. Die Stadt möchte einen Großteil der Spielhallen schließen, darunter auch zahlreiche Spielstätten von Gauselmann.

Noch immer keine Regulierung der Online-Konkurrenz

Ebenfalls problematisch ist die Lage für die Gauselmann-Gruppe auf dem Heimatmarkt Deutschland auch deshalb, weil die Konkurrenz aus dem Internet teilweise vollkommen unbehelligt die eigenen Geschäfte ausbauen kann. Die landbasierten Betriebe müssen mit zahlreichen Beschränkungen kämpfen und dürfen in vielen deutschen Städten zum Beispiel nur mit einem bestimmten Abstand zu Schulen, anderen Spielstätten oder Jugendeinrichtungen eröffnet werden. Darüber hinaus ist das Werben für das eigene Angebot in den meisten Bundesländern untersagt. Das Problem: Auf Grund der fehlenden einheitlichen Regulierung gilt dies nur für Spielbetriebe mit einer Lizenz aus Deutschland.

Andere Unternehmen, welche vorwiegend im Internet aktiv sind und mit einer Lizenz aus Malta arbeiten, werden von der Regulierung in Deutschland bisher noch nicht eingeschränkt. Hier kann also bedenkenlos geworben werden, auch wenn sich die meisten Bundesländer dagegen wehren. Darüber hinaus kritisiert die landbasierte Branche, dass die Online Casinos zu wenig für den Schutz der Spieler tun würden. Die Online-Branche argumentiert wiederum dagegen und erklärt, dass sich Spieler selbst schützen können, gleichzeitig aber auch verschiedene Unterstützungen in Anspruch nehmen können. Bis hier eine Einigung auf die Beine gestellt wird, wird es vermutlich noch dauern. Zuletzt wurde 2012 über den Glücksspielstaatsvertrag verhandelt, der im Nachhinein dann allerdings als mangelhaft und lückenhaft bewertet wurde. Aktuell bestehen jedoch immerhin wieder neue Bestrebungen der Politik, die einheitliche Regulierung bundesweit voranzutreiben.

Malta: MGA verabschiedet neue Schlichtungsrichtlinie

Die maltesische Lotterie- und Glücksspielbehörde genießt in der Glücksspielbranche einen ganz besonderen Ruf und ist dafür bekannt, immer wieder zukunftsfähig und Innovative Richtlinien bzw. Gesetze ins Leben zu rufen. Aktuell hat die Behörde genau diese Professionalität wieder unter Beweis gestellt und sorgt mit einer neuen Schlichtungsrichtlinie für mehr Transparenz bei Streitfällen.

Streitfälle fordern enorm viele Ressourcen ein

Sollte es zu Streitigkeiten zwischen den Spielern oder den Casinos kommen, ist der Weg bisher ziemlich klar. Zunächst einmal wenden sich die Spieler an die maltesische Lotterie- und Glücksspielbehörde, die für sämtliche Online Casinos mit einer Lizenz aus Malta zuständig ist. Die Behörde kontaktiert anschließend das Unternehmen und bittet dieses, den Fall mit dem Spieler zu klären. Sollte dies nicht möglich sein, greift die MGA wieder in den Prozess ein und bringt ihre behördliche Schlichtungshilfe ein. Darüber hinaus werden alternative Schlichtungsstellen eingeschaltet, so dass der Fall im besten Verlauf schnell geklärt werden kann.

Dennoch gibt es für die maltesische Behörde in diesem Zusammenhang ein Problem, denn jeder Fall muss natürlich genauestens geprüft und verfolgt werden. Es ist eine enorme Arbeitskraft notwendig, die eigentlich an anderen Stellen gebraucht werden könnte. Genau das soll nun mit der neuen Schlichtungsrichtlinie umgangen werden. Diese basiert allerdings nicht zu 100 Prozent auf der Idee der Behörden Maltas, sondern wurde tatsächlich durch die Europäische Union vorgegeben.

EU-Richtlinie liefert die Grundlage

Tatsächlich hat die EU vorgegeben, dass Unternehmen in Europa künftig ihre Kunden darüber aufklären müssen, wie genau die Streitfälle geklärt werden und wie der aktuelle Status ist. Das sorgt für deutlich mehr Transparenz, die in den aktuellen Fällen nicht wirklich vorhanden ist. So sind die Unternehmen lediglich einmal dazu verpflichtet, innerhalb von zehn Tagen nach Bekanntwerden des Streitfalls einen Status-Bericht an die Spieler zu übermitteln. Weitere Nachrichten waren bis jetzt nicht erforderlich, wobei sich die Frist von zehn Tagen in einigen Fällen sogar auf 20 Tage ausdehnen ließ.

Das soll sich ebenfalls ändern, so dass die Spieler ihre Fälle genauestens verfolgen können. Umgesetzt werden soll die neue Richtlinie ab Januar 2019, so dass die Casinos schon im kommenden Monat deutlich mehr für ihre Spieler tun müssen. Beibehalten wird wiederum die Tatsache, dass die Unternehmen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen weiterhin alle Möglichkeiten für die Streitschlichtung aufführen müssen.

Disputfälle nicht mehr Angelegenheit der MGA

Um künftig mehr Platz in den eigenen Reihen zu schaffen, möchte die MGA die Arbeit rund um die Streitfälle mit der neuen Richtlinie aufteilen. So sollen die sogenannten Disputfälle nicht mehr in den Aufgabenbereich der MGA fallen, sondern stattdessen von den alternativen Schlichtungsstellen gelöst werden. Bei den Disputfällen handelt es sich um Streitigkeiten zwischen den Spielern und den Casinos, bei denen es sich oftmals schlichtweg um Meinungsverschieden handelt. Anders ist es wiederum bei den Beschwerdefällen.

Diese bleiben weiterhin im Aufgabenbereich der maltesischen Behörde und werden weiterhin in den unterschiedlichen Abteilungen der MGA aufgeteilt. Mit den Beschwerden sind deutlich größere Vergehen gemeint. Zum Beispiel dann, wenn ein Spieler einen Betrugsverdacht äußert oder ein Anbieter mit anderen rechtswidrigen Maßnahmen auf sich aufmerksam macht. Anders gesagt: Die mächtige Behörde der MGA kümmert sich künftig nur noch um die wirklich „dicken Fische“.

Hartes Durchgreifen der Behörden

Und diese wirklich dicken Fische müssen sich in der Regel auf einiges gefasst machen, wenn die Behörde Maltas ihnen erst einmal auf den Fersen ist. Maltas MGA ist befugt dazu, verschiedene Strafen auszusprechen und die Anbieter so an die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu erinnern. Diese Bestrafung kann sogar so weit reichen, dass dem Unternehmen seine Lizenz entzogen wird. Das wiederum wäre der schlimmste Fall für einen Konzern, denn das eigene Angebot dürfte dann nicht mehr zur Verfügung gestellt werden.

Rund um den Globus haben die Glücksspiellizenzen in den letzten Monaten für eine Menge Aufsehen gesorgt, da deutlich härter gegen Vergehen der Glücksspielunternehmen vorgegangen wird, als noch vor ein paar Jahren. Vor allem die britische Gambling Commission ist in dieser Hinsicht auffällig geworden und hat im Jahre 2018 zahlreiche Millionenstrafen von unterschiedlichen Unternehmen auf Grund verschiedener Vergehen einkassiert. Dass sich dies im Jahr ändern wird, ist nicht zu erwarten – und daran wird auch die neue Richtlinie der MGA nichts ändern.

Novomatic: Nach Gerichtsurteil droht 2,5 Millionen Euro Strafe

Erst jüngst hat Novomatic seinen Vorstand erweitert und mit für noch mehr Fachwissen unter dem eigenen Dach gesorgt. Zusätzlich dazu wurde erst vor wenigen Tagen der hauseigene Compliance Day veranstaltet, an welchem Compliance Manager aus zahlreichen Nationen teilnehmen. Die wohl wichtigste Nachricht rund um den Konzern aus Gumpoldskirchen ist aktuell allerdings die, dass möglicherweise eine Strafe von 2,50 Millionen Euro gezahlt werden muss. Aber nicht etwa an eine Glücksspielbehörde oder ein Unternehmen, sondern an einen Spieler. Dieser hatte rund zwei Millionen Euro an den Automaten von Novomatic verloren – und soll diese Summe nun plus Zinsen zurückerhalten.

Kläger offenbar nur eingeschränkt geschäftsfähig

Auch wenn sich in der jüngeren Vergangenheit die Streitigkeiten zwischen Spielern und Glücksspielunternehmen häufen, ist dieser Fall doch etwas ganz Besonderes. Satte 2,5 Millionen Euro soll der österreichische Entwickler Novomatic einem Spieler zahlen, der von 2002 bis 2012 an den Automaten des Entwicklers rund zwei Millionen Euro verspielt haben soll. Diese Summe soll Novomatic laut dem Landgericht in Wien jetzt zurückzahlen. Aber nicht nur das: Zusätzlich werden auch Zinsen auf die Summe fällig, wodurch die Strafe auf ganze 2,5 Millionen Euro erhöht wird.

Der Grund für die Klage ist, dass ein Sachverständiger bei dem Spieler ein problematisches Spielverhalten feststellte und dieser demnach nur partiell geschäftsfähig sei. Heißt also: Der Spieler war gar nicht befugt dazu, so viel Geld an den Automaten des Anbieters zu verspielen. Zusätzlich dazu erklärte das Landgericht in Wien, dass Novomatic in das Glücksspielmonopol des Bundes eingegriffen habe und der Spieler so mit viel zu hohen Einsätzen habe spielen können. Novomatic kündigte an, in Berufung gegen dieses Urteil einzulegen, allerdings sind die Chancen des Konzerns nicht unbedingt groß.

Compliance ist ein wichtiges Zukunftsthema

Künftig sollen derartige Vorfälle und ähnliche Probleme natürlich vermieden werden. Aus diesem Grund versammelte der Konzern vor wenigen Tagen Wien zahlreiche Compliance Manager im Novomatic Forum, um den „Novomatic Legal Compliance Manager Day“ auszurichten. Bei diesem Treffen ging es vor allem um den Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Staaten zum Thema Compliance, weshalb neben nationalen Compliance Managern auch internationale Manager aus den USA, anderen Teilen Europas oder Südamerika in Wien vertreten waren.

Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die Weiterentwicklung des konzerneigenen Compliance Management Systems, wofür verschiedene Compliance Maßnahmen vorgestellt und diskutiert wurden. Insbesondere die Bereiche Datenschutz, Schutz vor Geldwäsche und Schutz vor Korruptionen standen dabei auf der Agenda. Darüber hinaus teilten die unterschiedlichen Compliance Manager ihre Erfahrungen dahingehend, wie sich einzelne nationale Compliance Probleme bewältigen lassen.

4. EU-Geldwäscherichtlinie und Datenschutz im Fokus

Konkret steht bei Novomatic vor allem die 4. EU-Geldwäscherichtlinie im Vordergrund, welche zum Beispiel auch verschiedene Risikoanalysen und ähnliches beinhaltet. Kurios: Mittlerweile wurde auch schon eine fünfte EU-Geldwäscherichtlinie verabschiedet, wobei diese jedoch noch nicht in allen Staaten greift, in denen Novomatic aktiv ist. Zusätzlich dazu wurde mit Weitblick auch bereits über mögliche Änderungen durch eine sechste EU-Geldwäscherichtlinie gesprochen. In dieser Hinsicht beweist der Konzern also wieder einmal Feingefühl und das Feeling dafür, sich frühzeitig um die wichtigen Themen der Branche zu kümmern.

Wenig überraschend konnte Novomatic-Chef Harald Neumann das Treffen unterm Strich als vollen Erfolg zusammenfassen, erwähnte aber auch noch einmal, wie wichtig das Thema Compliance für den Konzern ist. So erklärte der Vorstandsvorsitzende: „Wir legen bewusst einen Fokus auf dieses Thema. Denn ein funktionierendes, konzernweites Compliance Management System ist wichtig, um unsere zahlreichen Lizenzen als wertvollstes Asset in den internationalen Märkten nachhaltig abzusichern.“ In der Tat sind die Anforderungen an die Online Casinos bzw. Entwickler der Spiele in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Lizenzen werden nur noch dann ausgestellt, wenn großflächige Sicherungen vorgenommen werden und sich die Unternehmen an alle gesetzlichen Regelungen halten. Hierzu gehören nicht nur ehrliche Berechnungen und Bewertungen der Spielrunden, sondern gleichzeitig auch die möglichen Schutzmaßnahmen im Spieler- und Jugendschutz, sowie im Bereich der Geldwäsche. In den kommenden Jahren dürfte der Fokus in dieser Hinsicht noch stärker auf die Unternehmen wandern, so dass sicherlich noch genügend Compliance-Arbeit im Hause Novomatic zu erledigen sein wird.

Playtech: Provider launcht Pokernetzwerk mit gemeinsamen Liquiditätsreserven

Erst im letzten Jahr wurde durch eine industrieweite Vereinbarung festgelegt, dass die Liquiditätsreserven der Länder Frankreich, Spanien, Italien und Portugal verbunden werden können. Der bekannte Casino-Entwickler Playtech hat diese Steilvorlage genutzt und nun ein eigenes Pokernetzwerk ins Leben gerufen, welches auf eben jenen gemeinsamen Liquiditätsreserven basiert. Und für die Spieler könnte das Ganze so zu einer ungeheuer spannenden Angelegenheit werden.

Neuheit in der Poker-Branche

Der Software-Entwickler Playech führt ein neues Pokernetzwerk für die Länder Spanien und Frankreich ein. Hierbei handelt es sich um ein B2B-Pokernetzwerk, in welchem Dritte Turniere ausrichten oder Pokerspiele veranstalten können. Die eigentliche Besonderheit dabei ist aber die gemeinsame „Kasse“ der beiden Nationen, in welcher die gemeinsamen Liquiditätsreserven gelagert werden. Möglich gemacht wird dies durch eine europaweite Vereinbarung der Industrie, die erst im letzten Jahr ins Leben gerufen wurde. Playtech ist nun der erste Anbieter, der diese Vorlage nutzt und ein entsprechendes Pokernetzwerk für die beiden Länder ins Leben ruft.

Für die Spieler ergeben sich dadurch einige interessante Vorteile: Die Gelder aus den Liquiditätsreserven können zum Beispiel bei Turnieren als Gewinnsumme ausgespielt werden und liegen damit deutlich höher, als wenn es sich nur um die Reserven einer Nation handeln würde. Darüber hinaus hat Playtech auch der großen Problamtik der Glücksspielregulierungen Herr werden können, immerhin arbeiten Spanien und Frankreich mit zwei vollkommen unterschiedlichen Regulierungsansätzen. Zukünftig noch einmal eine Herausforderung wird es dann sein, wenn auch Unternehmen aus Italien und Portugal in das Netzwerk eingegliedert werden sollen. Diese sind ebenfalls Bestanteil der europaweiten Vereinbarung, auch hier kommen aber noch einmal unterschiedliche Gesetze ins Spiel.

Mehrere prominente Partner an Bord

Um das eigene Angebot direkt einem großen Spielerkreis zugänglich zu machen, arbeitet Playtech mit mehreren prominenten Partnern zusammen. Hierzu gehören in Spanien zum Beispiel die Online Casinos von bet365, Betfair, das Casino Barcelona oder Sportium. In Frankreich wiederum kooperiert der Entwickler aus Estland mit den Branchengrößen Unibet und Betclic. Diese sollen dann wiederum dafür sorgen, dass eine möglichst große Anzahl an Spielern täglich ihren Weg in das Netzwerk findet.

Von einer erfolgreichen Kooperation ist man bei Playtech dabei felsenfest überzeugt. So erklärte Playtech-Geschäftsführer Shimon Akad: „Gemeinsame Liquiditätsreserven zwischen großen EU-Staaten sind eine riesige Chance für die Branche. Sie sind nicht nur für uns, sondern auch für unsere Partner und Spieler ein bedeutender Schritt nach vorne. Die Tatsache, dass bereits Schlüsselanbieter als Partner beim Start bereitstehen, demonstriert die neu geschaffenen Geschäftsmöglichkeiten und erlaubt einen optimistischen Blick in die Zukunft des Netzwerkes. Der Stark stärkt außerdem die Marktposition von Playtech als Marktführer in den stark regulierten Märkten und zeigt das ständige Engagement für Poker.“ Sollte sich das Pokernetzwerk tatsächlich als Erfolg herausstellen, bleibt nur zu hoffen, dass die industrieweite Vereinbarung schon bald auch die Bundesrepublik Deutschland umfasst.

Malta: Branche trifft sich zur SiGMA auf Malta

Aktuell gehen die Blicke der Branche und der Spieler noch stärker nach Malta, als ohnehin schon. Derzeit wird hier nämlich zum fünften Mal das Branchentreffen SiGMA ausgerichtet, welches nicht nur für wichtige Diskussionen bekannt ist, sondern auch für zahlreiche Auszeichnungen. Und in diesem Jahr wird mit einem Rekord-Zulauf gerechnet.

Wichtiges Treffen wurde am Mittwoch eröffnet

Für die Glücksspielbranche und alles, was dazugehört, ist die SiGMA auf Malta innerhalb kürzester Zeit zu einem enorm wichtigen Treffpunkt geworden. Hier sind natürlich vor allem die Entwickler und Glücksspielanbieter vertreten, gleichzeitig aber zum Beispiel auch die maltesische Glücksspielbehörde. Diese nutzt die Messe, um gemeinsam mit den Anbietern neue Schritte bei der Lizenzvergabe, Geldwäscheprävention oder dem Spielerschutz zu besprechen. Insgesamt dauert die Messe vier Tage und wurde am Mittwoch feierlich von Maltas Premierminister Joseph Muskat eröffnet. Dieser ließ sich den Besuch auf der Messe natürlich ebenfalls nicht nehmen und erklärte stolz: „Maltas Spieleindustrie ist ein Paradebeispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn sich ein Land offen für neue Ideen und Branchen zeigt.“ Ganz Unrecht hat Muskat damit nicht, immerhin gilt Malta seit Jahren als Aushängeschild der internationalen Glücksspielbranche.

Gleichzeitig genießen auch die maltesischen Behörden einen ganz besonders professionellen Ruf in der Branche und haben sich das Branchentreffen dementsprechend auch rot im Kalender markiert. So erklärte Heathcliff Farrugia in seiner Position als CEO der MGA: „Die SiGMA ist ein fester Termin im Kalender der MGA. Sie gibt uns als Behörde die perfekte Gelegenheit, die Betreiber, andere Regulatoren und Interessensgruppen im selben Umfeld zu treffen. Dieses Jahr sind die neuen Glücksspielvorschriften und ihre Umsetzung sowie die Sandbox Richtlinien für virtuelle Finanzanlagen und Distributed-Ledger-Technologie das Hauptgesprächsthema.“

Sandbox Richtlinien?

Die Sandbox Richtlinien könnten sich für die Zukunft als wichtiger Baustein der Glücksspielregulierung herausstellen. Im Detail geht es hierbei um die Lizenzen für virtuelle Finanzanlagen und ihre Transaktionen, also zum Beispiel den Bitcoin. Die maltesische Behörde hat längst vernommen, dass immer mehr Spieler auf die virtuellen Währungen in den Online Casinos zurückgreifen und möchte künftig auch hierfür einen regulatorischen Rahmen auf die Beine stellen. Dabei sollen die Anbieter im nächsten Jahr einen Zeitraum von zehn Monaten nutzen können, in denen die Nutzung der virtuellen Währungen ohne zu große Einschränkungen oder rechtliche Vorgaben „geprobt“ werden kann.

Abgesehen von den eher trockenen Themen rund um Regularien und Lizenzen gab es auf der SiGMA aber auch in diesem Jahr wieder ein paar Gewinner, die sich über einen der begehrten Malta Gaming Awards freuen durften. Ausgezeichnet wurde hier zum Beispiel Betsoft, der grade erst sein neues Spiel Max Quest Wrath of Ra präsentiert hat. Ausgezeichnet wurde Betsoft allerdings nicht für diesen Titel, sondern als bester mobile Spieleanbieter. Der Entwickler Play’ N Go durfte sich wiederum über die Auszeichnung als bester Spieleverkäufer des Jahres freuen. Übrigens: Die Erlöse der Zeremonie werden allesamt an wohltätige Organisationen gespendet.

Jahr für Jahr steigende Zahlen

In den letzten fünf Jahren hat sich die SiGMA auf Malta im Rekordtempo zu einer der wichtigsten Messen im Bereich des Glücksspiels entwickeln können. Jahr für Jahr werden dabei neue Rekorde gebrochen, was die Gäste, Aussteller oder Gastredner der Messe betrifft. Auch in diesem Jahr wird wieder ein Rekord aufgestellt. Nach eigenen Angaben rechnet die SiGMA dieses Jahr mit rund 12.500 Gästen, 400 Ausstellern bzw. Sponsoren und 200 Vortragsrednern. Der Kreis der Besucher, Redner und Sponsoren ist dabei international, so dass insgesamt Besucher aus 80 Ländern auf Malta erwartet werden. Schon jetzt dürfen wir also gespannt darauf sein, welche Rekorde die SiGMa im nächsten Jahr wird vorlegen können und welche Themen dann wohl im Fokus der Branche stehen.

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Glücksspiel International: Australier sind verrückt nach Glücksspielen

Glücksspiele werden natürlich nicht nur in Deutschland, Österreich oder de Schweiz gespielt, sondern sind bekanntermaßen auf der ganzen Welt beliebt. So auch in Australien, wo es für viele Australier dazugehört, regelmäßig sein Glück an einem der zahlreichen Spielautomaten im Land herauszufordern. Doch mittlerweile entwickelt sich diese lockere Einstellung zu einem echten Problem, denn immer mehr Australier leiden unter Problemen beim Spielen – und die Anzahl der Automaten steigt zunehmend.

„Pokies“ sorgen im ganzen Land für Begeisterung

Im ganzen Land, aber natürlich überwiegend in großen Städten, sind in Australien die sogenannten „Pokies“ zu finden. Hierbei handelt es sich streng genommen um Pokerautomaten, wobei der Begriff schon lange auch auf die klassischen Spielautomaten übertragen wurde. Wirkliche Beschränkungen gibt es dabei nicht und so ist es keine Seltenheit, wenn in Kneipen oder Bars 50 oder sogar noch mehr dieser Geräte zu finden sind. Immerhin kommen die „Pokies“ bei den Australiern enorm gut an und sind für viele „Aussies“ eine gern gesehene Freizeitbeschäftigung. Allerdings nicht für alle, denn auch in Australien haben viele Spieler Probleme damit, das gelegentliche Spiel vom übermäßigen Spiel zu trennen. Eine große Überraschung ist das nicht, denn nirgendwo auf der Welt wird so viel gezockt wie in „Down-Under“.

Im Detail heißt das, dass im Jahr 2017 jeder Australier im Schnitt mehr als 1.300 australische Dollar verspielt hat. Das wiederum entspricht ungefähr 1.000 Euro. Somit liegen die Ausgaben der Australier für das Glücksspiel hier deutlich höher, als in jeder anderen Nation auf diesem Planeten. Sogar doppelt so hoch wie in den USA, wo mit Atlantic City und Las Vegas zumindest zwei echte Glücksspielmetropolen zu finden sind. Insgesamt macht das einen Spieleinsatz von rund 15,5 Milliarden Euro, den die Australier im Jahr 2017 platzieren. Und: Rund die Hälfte davon wurde an den gut 200.000 „Pokies“ im Land eingesetzt. Das verdeutlich, wie enorm die Automaten im Leben der Australier integriert sind.

Auf einen „Pokie“ kommt ein Spielsüchtiger

Das wirkliche Problem mit den „Pokies“ allerdings liegt laut Experten darin, dass viele Spieler nicht mehr zwischen dem regelmäßigen Spiel und dem gelegentlichen Spiel unterscheiden könnten. Rund 200.000 Australier gelten als Glücksspielsüchtig, so dass auf einen „Pokie“-Automaten im Prinzip ein Spielsüchtiger fällt. Kritik gibt es dabei vor allem von der sogenannten Alliance for Gambling Reform. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss, der sich dafür einsetzt, dass das Glücksspiel in Australien künftig strenger reguliert werden soll. Die Allianz fordert unter anderem, dass der Höchsteinsatz an den „Pokies“ pro Spiel künftig nur bei maximal einem australischen Dollar liegen soll. Aktuell sind teilweise Einsätze von bis zu zehn australischer Dollar pro Spielrunde möglich, so dass die Australier an nur einem Automaten in einer Stunde problemlos mehr als 800 Euro verspielen könnten. Das Problem der Alliance for Gambling Reform ist allerdings, dass man einer übermächtigen Glücksspielindustrie gegenübersteht, welche von der Allianz mit der Waffenlobby in den USA verglichen wird. Es dürfte also noch ein langer Weg sein, bis die geforderten Beschränkungen tatsächlich einmal umgesetzt werden – wenn überhaupt.

Problem erinnert an britische FOBTs

Unterm Strich lassen sich hier einige Gemeinsamkeiten zu den sogenannten Fixed Odds Betting Terminals erkennen, die in Großbritannien weit verbreitet sind. Hierbei handelt es sich nicht um reguläre Geldspielautomaten, sondern um kleine Stationen, die teilweise fest zum Straßenbild einiger Städte in England gehören. Auch diese Automaten stehen heftig in der Kritik, da die Spieler innerhalb kürzester Zeit große Summen verlieren können. So war auch in England eine Beschränkung der maximalen Rundeneinsätze geplant, wurde bislang allerdings noch nicht umgesetzt. Wohl auch deshalb, weil es auch die britischen Glücksspielgegner mit einer enorm mächtigen Branche zu tun haben – und die konnte sich bisher in kniffligen Angelegenheiten immer aus der Affäre ziehen.

Allerdings hat sich Großbritannien dazu entschlossen, die eigene Regulierung noch einmal zu überarbeiten. Das gilt insbesondere für die Glücksspielanbieter im Internet, deren „Strahlkraft“ künftig zum Beispiel durch Werbeverbote eingeschränkt werden soll. Wenig überraschend stemmt sich die Branche aber mit allen Kräften gegen diese Entscheidung, schließlich könnte diese Einbußen in Milliardenhöhe bedeuten. Unterm Strich lässt sich allerdings nicht von der Hand weisen, dass in Großbritannien ähnlich wie in Australien in der Gesellschaft einige Probleme mit dem Glücksspiel verbunden werden können.

Mr Green Casino: Neue Kooperation mit NetEnt in Dänemark

Das Mr Green Casino gehört mit seinem Angebot nicht nur in Deutschland zu den beliebtesten Anlaufstellen, sondern auch in anderen Nationen. Darunter etwa Dänemark, wo der skandinavische Anbieter jetzt mit dem Entwickler NetEnt eine ganz besondere Kooperation ins Leben ruft. Künftig werden nämlich die Live Beyond Games von NetEnt auch auf dem dänischen Markt zur Verfügung stehen.

Klassische Live-Games und Beyond Live Casino

Das prominente Mr Green Casino und der prominente Spieleentwickler von NetEnt werden ihre Kooperation weiter ausbauen. Während deutsche Spieler zum Beispiel schon seit geraumer Zeit auf das Live-Portfolio des Entwicklers bei Mr Green zurückgreifen können, ist dies in Dänemark noch nicht der Fall. Bis jetzt. Denn mit der neuen Zusammenarbeit soll sich das schnell ändern. Geplant ist, dass NetEnt seine klassischen Live-Spiele wie Roulette, Black Jack oder Baccarat mit in das Portfolio einbringt. Das eigentliche Highlight allerdings ist das NetEnt Beyond Live Dealer Casino, welches als umfangreichere Live-Variante bezeichnet werden kann.

Hier erleben die Spieler auch abseits der Spieltische eine ganze Menge und können zum Beispiel das traumhafte Panorama über der Mr Green Villa in Los Angeles betrachten. Gespielt wird im Live Beyond-Bereich aber natürlich ebenfalls auf unterschiedliche Art und Weise. Neben Roulette sind hier auch Black Jack und weitere Spiele zu finden. Für die dänischen Spieler bedeutet das also ein echtes Highlight, denn nach der Vorstellung auf der Gaming-Messe ICE können die Games jetzt tatsächlich in jedem Zuhause gespielt werden.

Mr Green aktiv an der Entwicklung beteiligt

Entstanden ist das Beyond Live-Angebot von NetEnt ohnehin in enger Zusammenarbeit mit Mr Green, wobei aber auch andere Casinos die Spiele zur Verfügung stellen dürfen. In Dänemark allerdings wird Mr Green der erste Anbieter sein, der mit diesen Spielen die Gunst der Spieler für sich gewinnen möchte. Der Konzern ließ verlauten, dass man sich freue, mit NetEnt ein starkes Angebot auf die Beine stellen zu können und man sich rund ein Jahr nach dem Marktstart in Dänemark in einer starken Marktposition befinde. Aus dem Hause NetEnt waren ähnliche Töne zu vernehmen. Hier erklärte Geschäftsführer Henrik Fagerlund in einer Mitteilung: „Wir sind stolz, unsere Spiele auf dem dänischen Markt einzuführen und Mr Green ist der perfekte Partner dafür. Mir Green ist in Dänemark sehr präsent und ich bin mir sicher, dass die Spielerinnen und Spieler Gefallen an unseren Produkten finden werden.“

Beide Unternehmen zusammen können mit dem erneuten Schulterschluss auf dänischen Markt in Zukunft vermutlich noch größere Erfolge erzielen als ohnehin schon. Die Konzerne gelten beide als Aushängeschilder und haben beide ihre Wurzeln im Nachbarland Schweden. So ist NetEnt als Entwickler bereits seit mehr als 20 Jahren auf dem Markt aktiv und verfügt über ein breites Netzwerk in verschiedenen Ländern. Mr Green wiederum ist Bestandteil der Mr Green & Co AB, welche sogar an der Stockholmer Börse gelistet wird. Große Seriosität und eine lange Erfahrung sind in beiden Fällen also garantiert. Wirklich viel dürfte beim Live-Casino-Debüt von NetEnt auf dem dänischen Markt damit also eigentlich nicht schiefgehen. Und ganz nebenbei zeigt auch das Land Dänemark wieder eindrucksvoll, dass durch eine stabile Regulierung ein gesundes Angebot für die Spieler ins Leben gerufen werden kann. Schon seit geraumer Zeit reguliert das Land seinen Glücksspielmarkt und ermöglicht so neben den staatlichen Unternehmen auch den privaten Anbietern den Vertrieb der eigenen Produkte – und bisher mit denkbar großem Erfolg.

Quasar Gaming schließt: Die Hintergründe zum Casino-Aus

Spieler müssen jetzt ganz stark sein. Schon zum 29. November 2018 wird das bekannte und beliebte Casino von Quasar Gaming nämlich seine Tätigkeiten einstellen. Dem Markt geht damit ein prominenter Anbieter verloren, der in den letzten Jahren einen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte. Gleichzeitig ist Quasar Gaming allerdings nicht die einzige Marke, von der sich Spieler in den kommenden Wochen verabschieden müssen.

Über Hintergründe wird noch spekuliert

Wenn das mal kein Paukenschlag ist: Das Quasar Gaming Casino wird seine Tätigkeiten im Internet einstellen und schon zum 29. November 2018 seine Pforten schließen. Die Gründe für das Aus sind bislang noch nicht bekannt, natürlich wird aber bereits fleißig spekuliert. Einige Experten sehen in dem Aus allerdings eine unmittelbare Reaktion darauf, dass der Konzern keine Lizenz aus dem Bundesland Schleswig-Holstein erhalten hat und so auch die Investoren keinerlei Interesse mehr daran hatten, weitere finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. An der Beliebtheit jedenfalls dürfte es nicht gelegen haben, auch wenn der Anbieter seit dem Abschied der Novomatic-Games vor einigen Monaten natürlich einen Einbruch hat hinnehmen müssen.

Neben Quasar Gaming ist vom Aus noch eine weitere bekannte Marke betroffen, das OVO Casino. Das liegt daran, dass für beide Angebote mit der Quasar Limited der gleiche Mutterkonzern zuständig ist. Das Unternehmen war bereits seit mehreren Jahren in Deutschland aktiv und stellte seine Spiele unter einer Lizenz der maltesischen Lotterie- und Glücksspielbehörde zur Verfügung.

Spielern wurde das Ende schriftlich mitgeteilt

Auch wenn das Ende des Casinos unterm Strich natürlich überraschend kommt, hat der Konzern seine Spieler hierüber bereits schriftlich informiert. In einer Mitteilung an die Kunden heißt es: „Wir möchten Ihnen mitteilen, dass sich das Management von Quasar Limited bedauerlicherweise dazu entschlossen hat, seine Geschäftstätigkeit über Quasargaming.com zum 29. November 2018 einzustellen. Falls Sie zu diesem Zeitpunkt ein noch ausstehendes Guthaben auf Ihrem Konto haben, können Sie sich noch eine begrenzte Zeit anmelden und dieses auszahlen. Wir bitten Sie dringend, eine solche Auszahlung möglichst bald anzufragen.“ An diesen Hinweis sollten sich die Spieler halten, immer hin dürfte die Wartezeit bei Abhebungen in den nächsten Tagen deutlich länger sein als regulär.

Keine Frage: Dieses Aus tut weh. Nicht nur den Spielern, sondern natürlich auch den Beschäftigten der Quasar Limited, die sich nun nach einem neuen Arbeitgeber umsehen müssen. Ob die Marke jemals wieder auf den deutschen Markt zurückkommt, ist bisher vollkommen offen.

OVO Casino schließt: Gründe und Alternativen

Die Hiobsbotschaften im Jahre 2018 nehmen auch in den letzten Zügen dieses Jahres kein Ende. Erst gerade wurde bekannt, dass der Konzern Quasar Limited seine Marke Quasar Gaming vom Markt entfernen möchte. Jetzt folgt direkt der nächste harte Schlag, denn auch der andere prominente Name des Unternehmens soll geschlossen werden. Und mit dem OVO Casino verlieren Spieler somit eine weitere beliebte Anlaufstelle.

Hinweis an die Spieler versendet

Das OVO Casino zählte in den letzten Jahren zweifelsohne zu den beliebtesten Online Casinos in Deutschland. Das lag vor allem am bunten Spielangebot des Anbieters, der lange Zeit als einer der wenigen Konzerne die beliebten Spiele von Novomatic präsentieren konnte. Dennoch werden sich Spieler künftig anders orientieren müssen, denn der Konzern wird sein Angebot in Form des OVO Casinos zum 29. November 2018 einstellen. Eine entsprechende Mitteilung wurde an die Spieler verschickt, in der es heißt: „Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass sich das Management von Quasar Limited bedauerlicherweise dazu entschlossen hat, seine Geschäftstätigkeit über Ovocasino.com zum 29. November 2018 einzustellen. Sollten Sie zu diesem Zeitpunkt noch ein ausstehendes Guthaben auf Ihrem Konto haben, können Sie sich für eine begrenzte Zeit einloggen und dieses auszahlen. Wir bitten Sie dringen, eine solche Auszahlung möglichst bald anzufragen.“

Warum der Anbieter den Rückzug vom Markt vermeldet, ist bisher noch nicht so ganz klar. So soll es gewisse Schwierigkeiten mit den Lizenzen und Investoren gegeben haben. Gleichzeitig betonen Spieler bereits seit Längeren, dass der Anbieter den Wechsel in ein neues Portfolio seitdem Rückzug von Novomatic aus dem Online-Geschäft nicht bewerkstelligen konnte. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte.

Spieler sollten Gelder möglichst rasch auszahlen

Kunden des OVO Casinos sollten den Hinweis des Anbieters berücksichtigen und die Gelder vom Spielerkonto zeitnah auszahlen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand, denn in den kommenden Tagen dürften sich unzählige Spieler einloggen und Auszahlungen beantragen. Die Bearbeitung dieser Anfragen dürfte eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen und so lassen sich mit einer frühen Anfrage nervige Wartezeiten vermeiden. Sollten noch Fragen oder Unklarheiten auftreten, können diese bis zum 29. November mit dem Kundensupport des Anbieters besprochen werden.

Ob sich Quasar Limited bzw. das OVO Casino irgendwann noch einmal auf dem deutschen Markt zurückmeldet, steht in den Sternen. Wirklich realistisch scheint diese Hoffnung allerdings nicht. Wenn der Konzern zurückkommt, dürfte dies vermutlich eher mit einem neuen Namen geschehen. Auch das kann aber selbstverständlich nicht garantiert werden.

Online Casinos: Mehrere prominente Anbieter schließen

Die Online-Glücksspielbranche ist ein enorm schnelllebiges Geschäft, in welchem fast täglich neue Anbieter ihren Weg auf den Markt finden. Gleichzeitig kann diese Branche aber auch in die andere Richtung sehr zügig unterwegs sein. Und das bekommen die Spieler zum Jahresende noch einmal so richtig deutlich zu spüren, denn mehrere Online Casinos werden sich in den kommenden Tagen und Wochen vom Markt verabschieden.

L&L Europe & Quasar Limited verabschieden sich

Leider handelt es sich nicht um einen verfrühten Aprilscherz. In diesen Tagen gaben gleich zwei bekannte Unternehmen der Glücksspielbranche bekannt, dass sie sich vom Online-Markt zurückziehen werden. Die Auswirkungen für die Spieler dürften heftig sein, denn es handelt sich um einige der bekanntesten Brands der Branche. So verabschiedet sich zum Beispiel das Unternehmen Quasar Limited, welches das OVO Casino und das Casino von Quasar Gaming betrieben hat. Der Konzern hat Insider-Infos zu Folge Probleme mit den eigenen Lizenzen bzw. keine gültige Lizenz aus Schleswig-Holstein erhalten. Die Investoren haben als Folge dessen offenbar kein Interesse an weiteren Investitionen. Ein Verkauf der Firma soll nicht funktioniert haben, da möglicherweise zu große Forderungen in den Raum geworfen wurden.

Neben der Quasar Limited verabschiedet sich mit der L&L Europe Limited aber ein weiterer prominenter Anbieter aus Malta vom Markt. Und hier sind die Auswirkungen sogar noch weitläufiger. Immerhin handelt es sich um einen internationalen Anbieter, der mit seinen Casinos verschiedene Nationen direkt anspricht. Das Adler Casino etwa ist speziell auf deutsche Spieler ausgerichtet, mit dem Svedala Casino bedient der Konzern Spieler aus Norwegen oder Schweden. Allerdings wird auch hier schon bald das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Ab dem 1. Dezember 2018 dürfen sich in den Casinos der L&L Europe Limited keine neuen Spieler mehr anmelden, ab dem 1. Januar 2019 sollen die Geschäfte dann vollständig eingestellt werden.

Wachsender Konkurrenzdruck und härtere Regulierungen

Dass die genannten Online Casinos möglicherweise nicht die einzigen Anbieter bleiben, die in den kommenden Monaten schließen werden, lässt sich zumindest erahnen. Immerhin ist die Ausgangslage für die Unternehmen keinesfalls leichter geworden. Im Gegenteil: Die Konkurrenz erhöht sich beinahe täglich, gleichzeitig müssen immer mehr regulatorische Hürden übersprungen werden. Gerade Deutschland ist für die Anbieter zudem ein enorm heißes Pflaster, da noch keine echte Regulierung der Internet-Angebote aufgestellt wurde. Es kann also wie im Falle von Quasar Limited schnell vorbei sein, wenn es mit einer ordnungsgemäßen Lizenz nicht klappen sollte.

Bisher ist es für Casinos in Deutschland allerdings nur in Schleswig-Holstein möglich, eine Lizenz der Bundesrepublik zu erhalten. Gespielt werden darf dann auch nur im Einzugsgebiet des Bundeslandes Schleswig-Holsteins. Vorweisen können eine derartige Lizenz bislang nur wenige Anbieter, darunter  aber zum Beispiel das Vera&John Casino oder DrückGlück. Wann sich an der Glücksspielregulierung hierzulande etwas ändern wird, ist vollkommen offen. Bereits seit 2012 sorgt dieser Punkt immer wieder für heftige Diskussionen zwischen den Bundesländern.

TR5: Es hagelt Kritik an den neuen Spielautomaten

Seit wenigen Tagen müssen alle Spielautomaten in der Bundesrepublik Deutschland entsprechend der sogenannten Technischen Richtlinie 5.0 ausgerüstet sein. Die Bundesregierung verspricht sich dadurch eine Verringerung der Spielsucht, da den Spielern zahlreiche Steine wie Spielpausen oder ähnliches in den Weg gelegt werden. Suchtexperten allerdings kritisieren die neuen Geräte und insbesondere die Hersteller, die sich nicht genau an die Vorgaben der Bundesregierung gehalten hätten.

Tasten einfach umbenannt, Spiele noch immer zu schnell

Am 11. November wurde bundesweit in den Spielotheken die Vorgabe eingeführt, dass die Spielautomaten der neuen technischen Richtlinie 5.0 entsprechen müssen. Das ausgerufene Ziel der Bundesregierung war dabei eine Begrenzung der Spielsucht, wofür zahlreiche Verschärfungen umgesetzt werden mussten. So sieht der Gesetzgeber beispielsweise vor, dass die Spieler an einem Automaten innerhalb einer Stunde nur noch maximal 80 Euro verlieren dürfen. Gleichzeitig wurde auch der maximale Gewinn von 500 Euro auf 400 Euro verringert. Ebenfalls nicht ganz unwichtig: Der Gesetzgeber wollte die Dauer der Spielrunden verlängern und so festlegen, dass eine Walzendrehung mindestens fünf Sekunden Zeit in Anspruch nehmen muss. Eine Autostart-Funktion, mit der die Walzen automatisch immer weiter drehen, sollte verboten werden.

Tatsächlich allerdings kritisieren Suchtexperten, dass sich die Automatenbranche an diese Vorgaben offenbar nur sehr bedingt gehalten hat. So seien die Spiele noch immer zu schnell und eine Runde oftmals nach gut einer Sekunde abgeschlossen. Ebenfalls noch vorhanden sei zudem die Autostart-Funktion. Der Clou: Die Entwickler haben sich hierfür einfach einen anderen Namen einfallen lassen und bezeichnen diese nun als „Super Start“ oder einfach als „Starten“-Taste. Die Funktion an sich bleibt allerdings die Gleiche.

Politik gibt sich überrascht

Nachdem die Suchtexperten den Stein ins Rollen gebracht hatten, reagierten auch Teile der Politik auf die nicht oder nur teilweise umgesetzten Vorgaben. So erklärte der Berliner Abgeordnete Daniel Buchholz von der SPD gegenüber dem „Mainz Report“: „Wir erleben tatsächlich eine Nichtumsetzung dessen, was wir als Bundesgesetzgeber und über Vorgaben definiert haben. Für mich grenzt das an kriminelle Energie, wie damit umgegangen wird.“ Die Glücksspielanbieter allerdings sehen sich offenbar im Recht und unterstreichen gleichzeitig, wie trickreich einige Bestimmungen ausgehobelt werden können. So erklärte die Gauselmann-Gruppe, dass das eigentliche Spiel das Umbuchen des Geldes in Punkte sei. Die Drehungen der Walzen diene lediglich zur Unterhaltung. Diese Begründung ist durchaus stimmig mit den umgesetzten Anforderungen. In allen Merkur-Geräten drehen die Spieler jetzt nämlich schon dann, wenn das eigene Geld auf das Punktekonto gebucht wird. Es kann also sein, dass zum Beispiel 0,10 Euro mehr oder weniger aufgebucht werden, als eingeworfen wurden. Auf diese Art und Weise wurde durch ein zusätzliches Spiel die Sicherheit geschaffen, die nun vom Unternehmen dargelegt wurde.

Der Suchtforscher Gerhard Meyer aus Bremen erklärte hierzu, dass es sich um eine vollkommen falsche Definition des Spiels handele. „Es ist doch absurd, dass ein Umbuchungsprozess von Geld in Punkte oder Bankwerte als Spiel deklariert wird, während das eigentliche Spielgeschehen völlig ungeprüft auf einer ganz anderen Ebene abläuft.“ Scheint ganz so, als hätten sich die Entwickler hier möglicherweise einem guten Schlupfloch zu viel bedient. Kritik gab es so etwa auch von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Marlene Mortler erklärte: „Wenn immer wieder Grenzen überschritten werden, und Lücken gesucht werden, um genau das zu umgehen, und darum geht’s, dann ist es keine glaubwürdige und ehrliche Politik von Seiten der Automatenwirtschaft.“ Bereits vor wenigen Tagen hatte Mortler die Branche schon einmal kritisiert, für deren neuen Fernsehspot mit dem ehemaligen Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. Wie genau mit den neuen Automaten verfahren wird, ist vollkommen offen. Fest steht: Die Physikalisch-Technische Bundesanhalt, welche für die Überprüfungen der Automaten vor einer Zulassung zuständig ist, hat diesen ohne Einschränkungen grünes Licht gegeben.

GambleAware: Organisation pumpt 1,2 Mio. Euro in Problemspieler-Hilfe

Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass das Glücksspiel in Großbritannien teilweise übermächtige Züge angenommen hat. In kaum einer Stadt kommen die Menschen an den Wettbüros und Spielhallen vorbei, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Und die Briten springen drauf an. Seit jeher sind die Engländer ein wett- und spielbegeistertes Volk, was sich aber leider nicht immer unter Kontrolle hat. Zahlreiche Briten sind beim Thema Glücksspiel gefährdet, viele gelten bereits als pathologische Spieler. Um dieser Entwicklung in Zukunft noch stärker entgegentreten zu können, möchte die Hilfsorganisation der GambleAware künftig rund 1,2 Millionen Euro jährlich in einen Problemspiel-Service investieren. Ganz neu ist dieser Ansatz aber nicht.

Im April 2019 soll Eröffnung gefeiert werden

Die Pläne der Hilfsorganisation GambleAware im Kampf gegen eine Verbreitung der Spielsucht klingen beeindruckend. Jährlich sollen rund 1,2 Millionen Euro in einen Problemspiel-Service investiert werden. Dieser soll im Wesentlichen aus einer Klinik bestehen, die vom National Health Service betrieben wird. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines Support-Teams geplant, wofür wiederum die GamCare zuständig sein soll. Als geplanten Eröffnungstermin peilt die GambleAware aktuell den April 2019 an. Die Pläne für den neuen Service laufen also bereits auf Hochdruck.

Mitgeteilt wurden die Planungen der Organisation am vorletzten Tag der Responsible Gaming Week 2018, die in London veranstaltet wurde. Hier gab die GambleAware auch bekannt, dass die Klinik unter dem Namen NHL Northern Gambling Clinic (NGC) in der Stadt Leeds eröffnen wird. Wie verschiedene Medien berichteten, gab es auf der Responsible Gaming Week viel Zuspruch für die Idee der Behörde, zumal sich ein ähnliches Konzept bereits als Erfolg herausgestellt hat.

Seit 2008 Problemspiel-Klinik in London geöffnet

Seit 2008 nämlich betreibt die GambleAware in der britischen Hauptstadt bereits eine ähnliche Klinik, die nun als Vorbild für die neue Einrichtung in Leeds dienen soll. In den letzten zehn Jahren konnten hier zahlreiche Spieler erfolgreich behandelt werden, die Idee scheint also ein wahrer Erfolg zu sein. Mit der neuen Klinik im Norden des Landes wolle man laut GambleWare-CEO Marc Etches vor allem dafür sorgen, dass Problemspieler im Norden eine schnelle und effektive Behandlung erfahren können. Zu diesem Zweck sollen Spieler identifiziert, überprüft und unterstützt werden, wenn sich ein problematisch Spielverhalten verdeutliche. Der CEO erklärte: „Die Partnerschaft zwischen uns, der GamCare und Leeds verfolgt einen integrativen Ansatz. Von der Schulung und Unterstützung, über die Grundversorgung, bis hin zur Identifizierung und zur Behandlung in einem nahtlosen Pflegebereich tragen wir, unterstützt durch den Stadtrat, gemeinsam die Verantwortung für das Fallmanagement.“

Interessant: Etches erklärte in London auch, dass in den kommenden Jahren möglicherweise noch weitere dieser Einrichtungen im Land geöffnet werden sollen. Planungen hierfür gibt es offenbar schon. Das ganz könne allerdings laut Etches nur dann funktionieren, wenn die gemeinnützigen Hilfsorganisationen eng zusammenarbeiten.

Spielsucht kann verheerende Auswirkungen haben

Passenderweise ist der künftige Leiter der Klinik in Leeds mit Matt Gaskell kein Unbekannter. Der Psychologe der NHS Foundation Trust kämpft bereits seit Jahren gegen eine Verbreitung der Spielsucht und unterstrich die Bedeutung dieses Kampfes in einem bemerkenswerten Statement. Hier fand Gaskell auch überraschend drastische Worte: „Spielsucht hat verheerende Auswirkungen auf das Leben von Einzelpersonen und das soziale Umfeld, vor allem auf die Angehörigen. Diejenigen, bei denen eine Spielsucht diagnostiziert wurde, benötigen Hilfe bei einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten, einschließlich massiver psychischer Probleme. Spielsucht kann zu Schulden und zum Familienzusammenbruch führen. Auch der Verlust von Arbeitsplätzen, bis hin zur Verzweiflung, Straftaten und zum Selbstmord sind möglich.“

Diese Einstellung harmoniert offenbar ganz mit der Denkweise der GambleAbware, die ebenfalls für ihre starken Bemühungen im Kampf gegen die Spielsucht bekannt ist. Erst vor gut einem Jahr wurden zum Beispiel mehr als 1,5 Millionen Euro in eine Initiative investiert, die Süchtigen beim Abbau möglicher Spielschulden behilflich sein soll. Darüber hinaus wurde die Veröffentlichung eines Tools angekündigt, mit welchem Glücksspielanbieter im Internet blockiert werden können. Auch Eltern sollen künftig ihre Kinder noch besser schützen können, was gerade im Internet eine schwierige Aufgabe werden dürfte. Dennoch sind die Ansätze unterm Strich als sehr erfreulich zu bezeichnen. Großbritannien hat die teils schwerwiegenden Probleme der eigenen Gesellschaft mit dem Glücksspiel erkannt und geht entschieden gegen die Spielsucht vor. Bleibt zu hoffen, dass sich am Ende nicht die „Regulierungswut“ durchsetzt, sondern wirklich ein besseres Umfeld für Spieler und Online Casinos geschaffen werden kann.

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Novomatic: Auszeichnung als „Best Recruiters“ Unternehmen

Schon wieder gibt es erfreuliche Nachrichten aus dem Hause Novomatic zu vermelden. Der österreichische Konzern hat es auch in diesem Jahr wieder einmal geschafft, sich eine Auszeichnung als „Best Recruiters“ zu sichern. Bereits zum dritten Mal in Folge gab es die Auszeichnung in Gold und gleichzeitig den Branchensieg in der Kategorie Elektro-/Elektronikherstellung.

Recruiting-Prozesse genießen einen hohen Stellenwert

Bei der Best Recruiters Studie handelt es sich um die größte Recruiting-Studie im deutschsprachigen Raum. In jedem Land werden dabei eigene Studien durchgeführt, welche sich mit den Recruiting-Prozessen der bedeutendsten Unternehmen eines Landes beschäftigen. Schon allein das ist eine Ehrung an sich, gleichzeitig dürfen die Gewinner der Auszeichnungen ganz besonders stolz auf ihre Leistungen sein. Einer dieser Sieger ist in diesem Jahr wieder das österreichische Unternehmen Novomatic, welches bereits zum dritten Mal in Folge das goldene Best-Recruiters-Siegel in Empfang nehmen durfte. Gleichbedeutend war dieses auch mit dem Branchensieg in der Kategorie Elektro-/Elektronikherstellung. Vergeben wurde die Auszeichnung vor wenigen Tagen in Wien, wenig überraschend gab man sich auf Seiten des Spiele-Giganten enorm zufrieden.

So betonte der Konzern, dass man sich im Jahre 2018 intensiv mit den verschiedenen Recruiting-Prozessen beschäftigt habe und hier vor allem für die Zukunft gut aufgestellt sein wolle. Dr. Klaus Niedl, der Global Human Resources Director bei Novomatic erklärte: „Am hart umkämpften Arbeitsmarkt ist es wichtig, die Zielgruppe zu kennen und sich als Unternehmen dementsprechend zu positionieren. Wir müssen die Kandidaten von Novomatic als Arbeitgeber überzeugen.“

Zielgruppenspezifisches Recruiting soll Erfolg bringen

Wie genau das Recruiting in den nächsten Jahren beim Konzern aussehen soll, konnte Niedl anhand eines Beispiels ebenfalls verdeutlichen. Hier bezog sich der Experte auf die sogenannte Corporate Coding Academy (CCA). Hierbei handelt es sich um ein ganz spezielles Ausbildungsprogramm für Game Entwickler, welches innerhalb des Konzerns für eine Laufzeit von sechs Monaten durchgeführt wird. Auf diese Art und Weise sollen die Talente optimal gefördert und gleichzeitig an die Standards von Novomatic herangebracht werden. Für jede Zielgruppe gibt es dabei einen speziellen Auswahlprozess, der durch technische Mittel unterstützt wird. Ebenso soll durch die technischen Hilfen auch die Effektivität der Game Developer erhöht werden. So hat der Konzern hierfür ein sogenanntes „Serious Game“ ins Leben gerufen, welches offenbar stark an ein Konsolenspiel erinnert. Allerdings mit einem ernsten Hintergrund, denn hier werden die Kompetenzen der Bewerber spielerisch unter die Lupe genommen.

Ergänzt wurde der Recruiting-Prozess des Hauses zudem durch Kleinigkeiten, wie das Aufführen eines kurzen Werbefilms, mit dem die Bewerber mit dem Konzern vertraut gemacht werden sollen, Und ganz offensichtlich funktioniert dieser Weg. Ganze 130 Bewerber konnte Novomatic verzeichnen, obwohl der Konzern lediglich zehn Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt. Ein Schnitt von ganzen 13 Bewerbungen pro Ausbildungsplatz – beeindruckend. Offensichtlich scheint sich der Konzern mittlerweile einen guten Ruf bei Developern erarbeitet haben, so dass diese gerne für die Österreicher tätig werden würden. Niedl erklärt dazu: „Novomatic ist beim Thema Recruiting am Puls der Zeit. Heutzutage spielen sich viele Themen über das Smartphone ab. Bewerbungen stellen da keine Ausnahme dar. Bewerber erwarten sich daher Informationen zum Status ihrer Bewerbung in Echtzeit, einfache Kontaktaufnahme mit den Recruitern und natürlich mobilfähige Jobplattformen. Unter der Voraussetzung, dass der interne Recruiting-Prozess effizient aufgesetzt ist, gelingt das.“

Konzern will sich nicht ausruhen

Trotz der starken Erfolge in diesem Bereich und der erneuten Auszeichnung möchte sich der Konzern allerdings nicht ausruhen. Niedl betonte stattdessen am Rande der Verleihung in Wien: „Die Auszeichnung mit dem goldenen Best Recruiters Siegel und der Branchensieg in der Kategorie Elektro-/Elektronikherstellung bestätigt uns in dieser Richtung, ist aber auch ein Ansporn für weiterhin volles Engagement unserer Mitarbeiter und diejenigen, die es noch werden wollen.“ Es wäre allerdings auch eine große Überraschung gewesen, wenn sich einer der bekanntesten Entwickler für Spielautomaten nach diesem erneuten Ritterspruch ausruhen würde – speziell Novomatic scheint diesen Begriff in den letzten Jahren aus dem Wortschatz gestrichen zu haben.

Novomatic: Standard & Poor’s vergibt BBB-Rating

Dass Novomatic finanziell zukunftsstark aufgestellt ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Immerhin gehört der Konzern zu den Zugpferden der internationalen Glücksspielbranche und konnte in den letzten Jahren immer zu mit steigenden Umsätzen auf sich aufmerksam machen. Wie gut es um den Konzern wirklich steht, zeigt zudem das Research Update der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P). Diese hat den Konzern durchleuchtet und das BBB-Rating mit einem „stabilen Ausblick“ bestätigt.

Konzern sieht eigene Strategie bestätigt

Mit dem neuesten Research Update hat S&P die Stärken und Risiken des Konzerns Novomatic noch einmal durchleuchtet und bewertet. Die Ratingagentur kam dabei zu dem Ergebnis, dass der Konzern aus Gumpoldskirchen seine BBB-Bewertung zurecht erhalten habe und weiterhin auf einen „stabilen Ausblick“ bauen könne. Verglichen wurden hierzu zahlreiche Aspekte und Zahlen des Unternehmens, so profitieren die Österreicher zum Beispiel insbesondere von ihrer starken Position auf dem Markt und den im Vergleich zu den Mitbewerben großen Marktanteilen.

Novomatic-Chef Harald Neumann sieht durch das Ergebnis des Research Updates die konzerneigene Strategie bestätigt. So erklärte er als Reaktion auf das Rating: „Das gute Rating bestätigt unsere grundsätzliche Strategie: Wir denken in längeren Zeiträumen und haben bereits vor einigen Monaten begonnen, den Fokus auf die internationale Konsolidierung der Unternehmensgruppe zu legen.“ Darüber hinaus ergänzt der Chef der Österreicher: „Das inkludiert natürlich auch maßvolle Zukäufe und die Evaluierung diverser Landesgesellschaften hinsichtlich ihres Optimierungspotenzials.“ Gleichzeitig betonte Neumann, dass nach den stetigen Wachstumschüben in den letzten Jahren nun der perfekte Zeitpunkt gekommen sei, um interne Strukturen und Abläufe besser zu ordnen und so „letztendlich auch Entscheidungen über die künftige Unternehmenspositionierung in den unterschiedlichen Märkten und Sparten zu treffen“, so der Novomatic-Chef.

Gute Nachrichten auch für das Land Österreich

Dass es um den Novomatic-Konzern so gut bestellt ist, ist natürlich auch für das Land Österreich enorm erfreulich. Immerhin ist Novomatic ein starker Motor der heimischen Wirtschaft und leistete 2017 zum Beispiel einen Bruttoproduktionswert von 1,3 Milliarden Euro. Der Vorteil für die Wirtschaft des Landes wiederum liegt auf Grund von Verflechtungen, Arbeitsplätzen und Co. sogar bei rund 2,5 Milliarden Euro. Sollte es dem Unternehmen also finanziell schlecht gehen, wäre dies in weiten Teilen des Landes zu spüren. Ganz nebenbei beschäftigt Novomatic mehrere tausend Arbeitnehmer und stemmt schon allein deshalb eine große Aufgabe in der Wirtschaft Österreichs.

Mit Blick auf die Finanzen ist zudem wichtig, dass Novomtic als einer der größten Steuerzahler des Landes bezeichnet werden kann. Allein im Jahr 2017 zahlte der Konzern fast 440 Millionen Euro Steuern, wobei fast die Hälfte davon für Personalkosten oder Sozialabgaben in die Hand genommen wurde. Fast 20 Prozent wurden zudem als Steuer auf Güter gezahlt, 18 Prozent wurden im Zuge der Umsatzsteuer berechnet.

Clevere Zukäufe und gute Ausrichtung

Warum die Bewertung von S&P so gut ausgefallen ist, lässt sich mit gleich mehreren Punkten begründen. Zum einen gehören die Österreicher noch immer zu den bekanntesten und beliebtesten Entwicklern von Spielautomaten. Sowohl im stationären Betrieb als auch online. Aktuell hat sich das Unternehmen größtenteils vom Online-Geschäft zurückgezogen, in Deutschland kann aber zum Beispiel in Schleswig-Holstein auf das Portfolio der Gumpoldskirchener zurückgegriffen werden. Darüber hinaus ist Novomatic aber auch selbst als Betreiber aktiv und führt in Deutschland und Österreich zahlreiche Spielotheken und Casinos. Der Konzern gehört also definitiv zu den ganz großen Adressen der Branche und dürfte auch in den kommenden Jahren nur sehr schwer vom Markt wegzudenken sein.

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Belgien: Online Casino Werbung wird verboten

Die Stimmung in Belgien war bereits seit mehreren Monaten verschärft, nachdem die Politik bereits im Sommer 2018 ankündigte, ein scharfes Werbeverbot in der Glücksspielbranche umzusetzen. Das ist nun auch tatsächlich passiert, mit denkbar harten Einschnitten für die Branche. Die warnt, dass durch die neuen Verbote vor allem illegale Anbieter gestärkt werden würden. Die Politik sieht sich wiederum im Recht, da die Unternehmen selbst keinerlei regulatorischen Schritte unternommen hätten. Ein Thema, das für eine ganze Menge Zündstoff sorgt.

Zu viel Werbung, zu wenig Selbstdisziplin

Koen Greens, der belgische Justizminister hatte bereits im Juni diesen Jahre angekündigt, dass es künftig große Veränderungen bei den Glücksspielwerbungen geben wird. Was damals allerdings noch eher wie eine halbwahre Drohung klang, ist jetzt zur Realität geworden. Die Politik hat der Glücksspielwerbung in Belgien einen Riegel vorgeschoben und der ist de Facto enorm dick. Der Grund hierfür ist laut Justizministerium, dass die Werbung der Glücksspielunternehmen in den letzten Jahren deutlich zugelegt habe. Zudem habe es die Branche verpasst, die Werbung selber zu regulieren bzw. einzudämmen. Sämtliche Gespräche mit den Interessensgruppen seien in dieser Hinsicht gescheitert. Als logische Folge hat nun die Politik eingegriffen und ihrerseits ein Verbot für Glücksspielwerbung ins Leben gerufen.

Und dieses fällt im Vergleich zu anderen europäischen Nationen enorm streng aus. So ist es ab sofort untersagt, im Fernsehen, Radio oder Internet für das eigene Angebot zu werben. Die einzige Ausnahme bildet die jeweilige Webseite des Online Casinos. Zusätzlich dazu hat die Politik auch die Werbung für Sportwetten deutlich eingeschränkt. Online-Werbung für Livewetten ist zum Beispiel vollständig verboten, zudem müssen sämtliche Anzeigen einen Hinweis auf mögliche Probleme durch das Spielen enthalten. Sportwetten-Reklame ist darüber hinaus in Fernsehen oder Radio erst ab 20 Uhr zugelassen, um die Jugendlichen und Kinder vor den Einflüssen der Werbung zu schützen.

Justizministerium macht ernst

Mit den neuen Vorgaben zu den Werbemaßnahmen allein ist es allerdings noch nicht getan. Im Rahmen dieser Änderung werden zum Beispiel auch neue Richtlinien für die Bonusangebote der Anbieter aufgestellt. Ein Bonus darf fortan einen monatlichen Wert von 275 Euro nicht übersteigen. Ebenfalls ein herber Einschnitt: Maximal dürfen Spieler nur noch 500 Euro pro Woche auf ihr Spielerkonto einzahlen. Einzahlungen mit der Kreditkarte werden künftig blockiert. Wenig überraschend gab sich die Branche erschrocken über die Entscheidungen und dürfte diese auch nicht einfach so hinnehmen.

Vor allem deshalb nicht, weil es von einer großen belgischen Anwaltskanzlei Zuspruch gibt, die sich auf Rechtsfragen im europäischen Raum spezialisiert hat. Diese erklärte zur Entscheidung der Justiz: „Die große Frage ist, ob dieses Dekret und die darin enthaltenen Beschränkungen in Bezug auf die Zuständigkeit der belgischen Regierung wirklich absolut idiotensicher ist. Es wäre keine Überraschung, wenn ein oder mehrere EU-lizenzierte Glücksspielanbieter beim Staatsrat Antrag auf eine Nichtigkeitserklärung stellen.“ Bis dahin räumt das Unternehmen aber auch ein, dass die Glücksspielanbieter den Weisungen Folge leisten müssen. Sollte das nicht der Fall sein, droht immerhin der Entzug der Lizenz.

Erste Antwort aus der Branche

Als eines der ersten Unternehmen reagierte die Kindred Group auf die Entscheidungen aus Belgien und wies darauf hin, dass dies wohlmöglich den Zulauf bei den nicht-regulierten Anbietern erhöhen würde. So erklärte Dennis Marien, der CEO von Kindred Belgien: „Das Regelwerk ist für regulierte Betreiber möglicherweise zu streng, um ein wettbewerbsfähiges Angebot gegenüber den nicht-regulierten Anbieter aufrechtzuerhalten. Es stellt also letztlich eine mögliche Gefahr für Kunden dar, denn die nicht-regulierten Anbieter sind keinesfalls dazu verpflichtet, ähnliche Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.“ Insgesamt, so Marien, könne die regulierte Branche rund 80 Prozent aller Spieler an nicht-regulierte Anbieter verlieren.

Sollte die Gesetzesnovelle tatsächlich langfristig Bestand haben, dürfte sich der belgische Glücksspielmarkt also nachhaltig verändern. Möglicherweise mit horrenden Auswirkungen, die zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht abgesehen werden können.

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Jackpot: Was ist ein progressiver Jackpot?

Nicht wenige Spieler gehen vor allem deshalb in die Spielbank, weil sie einen der großen Jackpots an den Automaten knacken wollen. Hierbei ist in der Regel die Rede von progressiven Jackpots – aber was bedeutet das?

Jackpot steigt mit den Einsätzen

Während ein regulärer Jackpot in der Spielbank auf einen gewissen Betrag festgesetzt wird, steigen die progressiven Jackpots mit dem Einsatz der Spieler. Je mehr Spieler spielen, desto schneller und vor allem höher steigt der Jackpot an. Einen maximalen Wert gibt es in diesem Fall nicht, so dass auch Gewinne von mehreren Millionen Euro möglich sind.

Interessant zu wissen: Progressive Jackpots können auch Casino-übergreifend angeboten werden. In diesem Fall spielen mehrere Spieler aus unterschiedlichen Spielbanken um den Pot – aufgrund der zahlreichen Einsätze steigt dieser natürlich rasant an.

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Spielbanken in Bayern: Warum hält das Land an ihnen fest?

Wenn der Staat in ein Geschäft oder eine Branche einsteigt, dann tut er das natürlich nicht nur aus Spaß an der Freude. Auch das Geldverdienen steht im Vordergrund. Umso mehr fragen sich zahleiche Bürger in Deutschland, warum das Bundesland Bayern an seinen Spielbanken festhält? Immerhin haben gleich sechs von ihnen ein Minus im vergangenen Jahr verzeichnet.

Über zwei Millionen Euro Ausgleichszahlung

Geplant war das Geschäft mit den Casinos eigentlich so: Die Spielbanken erwirtschaften jedes Jahr schöne Gewinne und zahlen anschließend ihre Abgaben an das Land. Im letzten Jahr lief es allerdings anders. Sechs von neun Spielbanken in Bayern verzeichneten ein Minus, das Land musste 2,2 Millionen Euro als Ausgleichszahlung überweisen.

Doch warum werden die Casinos jetzt nicht privatisiert? Bayern begründet diese Entscheidung damit, dass man als Bundesland in der Verantwortung stehe, ehrliches und seriöses Glücksspiel anzubieten. Auf privater Ebene, so heißt es, könne dies nicht in gleichem Umfang gewährleistet werden. Eine Aussage, die zumindest als fragwürdig bezeichnet werden kann.

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Gauselmann: Radtour für den guten Zweck

Rund 600 Kilometer beträgt die Entfernung zwischen Espelkamp und dem englischen Nottinghamshire. Eigentlich eine recht beachtliche Distanz, die drei Mitarbeiter der Gauselmann-Tochter Blueprint in Form einer Fahrradtour hinter sich gebracht haben. Natürlich nicht ganz ohne Grund.

Unterstützung für Kinder und Jugendliche

Zum einen wollten die Blueprint-Mitarbeiter in Espelkamp natürlich einmal beim Mutterkonzern vorbeischauen, zum anderen wurde aber auch für einen guten Zweck geradelt. Während der Tour hatten die Mitarbeiter ein Fund-Raising-Projekt ins Leben gerufen, welches für das „Children´s Bereavement Centre“ Geld sammelt.

Diese Einrichtung unterstützt Kinder und Jugendliche, die nahestehende Personen zum Beispiel durch eine Krankheit oder einen Tod verloren haben. 2.500 Pfund steuerte zudem Armin Gauselmann bei, der die Radler auf dem Schloss Benkhausen empfing. Insgesamt kam so ein Betrag von rund 20.900 Euro für die Spenden zusammen.

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Casinos Austria: Verspielt die Sazka-Gruppe alles?

Der Druck auf dem Kessel bei der Sazka-Gruppe, dem mehrheitlichen Eigentümer der Casinos Austria AG, wächst. Die Machtübernahme ist gescheitert. Und das ist gleich in doppelter Hinsicht schlecht: Die gescheiterte Konsolidierung war nicht nur ungemein peinlich, sondern könnte auch für einen finanziellen Engpass bei der Konzerngruppe sorgen.

Konsolidierung sollte Finanzspritzen einbringen

Der Plan der Sazka-Gruppe war recht simpel: Der Konzern wollte die Casinos Austria konsolidieren, um so frisches Geld in Form von Finanzspritzen zu erhalten. Doch dieser Plan ist kläglich gescheitert. Der Vorschlag für die Neubesetzung des Aufsichtsrates wurde abgeschmettert, Novomatic hat sich auf die Seite der staatlichen ÖIB gestellt.

Jetzt wird die Lage für die Sazka-Gruppe ernst, denn das frische Geld wird dringend benötigt. Experten spekulieren bereits darüber, ob die Gruppe sich nicht möglicherweise schon bald aus den Casinos Austria zurückzieht. Mehr als Gerüchte sind das allerdings bisher noch nicht.

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Spielbank Bad Steben: Special After Work am 12. Juli

Der After Work Event in der Spielbank Bad Steben gehört mittlerweile fest zum Inventar und findet eigentlich immer an einem Mittwoch statt. Dieses Mal ist jedoch alles anders: Das Special After Work startet am 12. Juli, also an einem Donnerstag. Veranstaltet wird dieser Abend zudem in Kooperation mit der Spielbank Bad Reichenhall.

Viel zu entdecken und zu gewinnen

Ganz unter einem bayerischen Stern präsentiert sich am 12. Juli 2018 das Special After Work in der Spielbank Bad Steben. In Kooperation mit der Spielbank Bad Reichenhall wird hier ein bayerischer Abend veranstaltet, an dem die Besucher einiges entdecken und gewinnen können.

So stehen zum Beispiel Reisegutscheine bereit, gleichzeitig zeigt die Enzianbrennerei Grassl vor Ort einige Besonderheiten aus ihrem Landkreis. Selbstverständlich passt sich die Spielbank auch musikalisch dem Thema des Abends an. Für Unterhaltung sorgt die Gruppe „Die Salonboarischen“, abgerundet wird das Ganze durch bayerische Tapas-Kreationen.

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Schweiz: Wollen die Spielbanken jetzt zu viel?

Gerade erst konnten die heimischen Spielbanken der Schweiz einen großen Erfolg erzielen: Im neuen Geldspielgesetz wurde geklärt, dass nur die heimischen Anbieter ihre Spiele online zur Verfügung stellen dürfen. Doch das reicht den Spielbanken ganz offensichtlich nicht.

Geringere Steuerabgaben gefordert

Obwohl die Spielbanken vor der Abstimmung erklärten, dass nur sie die hohen Abgaben an das Land zahlen könnten, wollen sie genau diese nun drücken. Festgelegt wurde eine Abgabe zwischen 20 und 80 Prozent, die gestaffelt erfolgen soll.

Die Casinos fordern die Mindestabgabe von 20 Prozent bei Gewinnen bis zu zehn Millionen Euro, das Land sieht die Grenze eigentlich bei drei Millionen Euro. Dieser Unterschied würde sich natürlich dann auch bei größeren Erträgen verdeutlichen. Die Diskussion um das neue Geldspielgesetz der Schweiz könnte jetzt also noch einmal richtig an Fahrt gewinnen.

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