Macau: Casinos verzeichnen erstmalig seit 29 Monaten kein Wachstum

Wer über die drei großen Glücksspielmetropolen dieser Welt spricht, der meint damit in aller Regel Las Vegas, Macau und Atlantic City. Während speziell Las Vegas als ungemein krisensicher gilt, hat sich auch Macau über die letzten Jahre diesen Ruf erarbeiten können. Kein Wunder, immerhin konnte 29 Monate lang am Stück ein Wachstum vorgewiesen werden. Doch damit scheint Schluss zu sein, denn im Januar 2019 kam es erstmalig seit mehr als zweieinhalb Jahren zu einem Abschwung in der Casino-Branche.

Experten haben die Entwicklung erwartet

Während sich der eine oder andere Chinese angesichts der Meldungen aus Macau möglicherweise verwundert die Augen reiben musste, haben Experten diese Entwicklung durchaus bereits erwartet. Immerhin steht das Glücksspiel auch in China in direktem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Stimmt diese nicht, bleiben insbesondere die Highroller aus, die in Macau für große Umsätze sorgen. Anzutreffen sind in Zeiten der negativen wirtschaftlichen Entwicklung in den Casinos hingegen oft die Krisenspieler, die mit geringen Einsätzen versuchen, einen Gewinn zu erzielen – allerdings bringen diese den Casinos einen deutlich geringeren Umsatz. Allerdings: Der Einbruch ist in Macau nicht so groß ausgefallen, wie einige Branchen-Experten im Vorfeld prophezeit hatten.

Das wiederum wirkt einen gegenteiligen Effekt auf die Aktienmärkten aus. Bedeutet im Klartext: Die Casino-Aktien haben sich von dem Abschwung längst erholt und sind schon wieder im Aufwind – vor allem eben deshalb, weil der Abschwung deutlich geringer ausgefallen ist als erwartet. Darüber hinaus war laut zahlreichen Experten auch abzusehen, dass es die Branche irgendwann einmal erwischen würde. Immerhin ging es seit 2016 für die Casinos in Macau steil bergauf – und das trotz aller internationalen Konkurrenz und insbesondere der Neuausrichtung von Las Vegas.

Gaming Inspection & Coordination Bureau vermeldet Abschwung von fünf Prozent

Erwartet worden war von Experten ein Rückgang von rund neun Prozent beim Umsatz der Casinos. Das Gaming Inspection & Coordination Bureau gab jetzt allerdings bekannt, dass der Abschwung deutlich geringer ausfiel. Demnach sanken die Brutto-Einnahmen im Januar auf 3,1 Milliarden US-Dollar, was einer Abnahme von fünf Prozent entspricht – immerhin fast die Hälfte. Genau dieser Umstand hat nun dafür gesorgt, dass die Aktienkurse der großen Casino-Unternehmen an der Börse bereits wieder zulegen. So freuten sich die Aktie der Wynn Gruppe und die Aktien der Galaxy Entertainment jeweils über ein Plus von zwei Prozent. Trotz dieser eigentlich doch erfreulichen Nachrichten, gibt es aber auch ein paar dunklere Aussichten.

Im Jahr 2019 wird von Analysten insgesamt damit gerechnet, dass die Spieler zurückhaltender agieren werden. Zurückzuführen ist das demnach offenbar auf die Entwicklungen der Weltwirtschaft. Auch hier liegt der Fokus vor allem auf den Highrollern, die laut Bloomberg-Analystin Margaret Huang deutlich weniger Geld einsetzen könnten: „Der Umsatzrückgang im Januar spiegelt die anhaltende Schwäche des Geschäfts von hochrangigen Spielern wider, die angesichts Chinas wirtschaftlicher Unsicherheit wie des Handelskrieges stärker an ihrem Geld festhalten.“ Erwartet wird trotz alledem aber auch schon wieder ein besserer Februar, denn da findet auch das chinesische Neujahresfest statt. Und da besonders viele Chinesen die Spielerschaft in Macau bilden, ist mit zahlungskräftigen Besuchern zu rechnen. Ein erstes Anzeichen dafür: Die Resorts in Macau sind am chinesischen Neujahrfest bereits ausgebucht. Experten rechnen damit, dass so im Februar ein Anstieg von bis zu fünf Prozent erzielt werden kann. Begünstigt auch dadurch, dass zeitgleich in China die Ferienzeit beginnt.

Fokus mehr auf andere Bereiche legen

Um dauerhaft einem drohenden Abschwung der Casino-Branche entgegenzuwirken, sollte auch Macau möglicherweise über Schritte in anderen Bereichen nachdenken. Konkret ist damit vor allem das Urlaubsgefühl für Familien gemeint. Bisher gibt es schon sanfte Vorstöße in diese Richtung, dennoch ist das Glücksspiel in der chinesischen Sonderzone weiterhin die treibende Kraft. Auch in diesem Zusammenhang sehen Experten jedoch eine positive Entwicklung und begründen dies damit, dass viele US-amerikanische Unternehmen in Macau angesiedelt sind – und die können ihre gesammelten Erfahrungen aus der Heimat und Las Vegas einfach mit nach Macau bringen. Gut möglich also, dass es auch in China schon lange nicht mehr dauert, bis der erste Superstar mit seiner eigenen Show dauerhaft verpflichtet werden kann. Allerdings: Dann müssten die Chinesen schnell sein, denn Las Vegas reißt sich in diesem Zusammenhang gerade einen Top-Star nach dem anderen unter den Nagel.

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