Glücksspiel als Studium: Donau-Universität macht es möglich

Hand aufs Herz: Abgesehen von den möglichen beruflichen Chancen ist ein Studiengang in der Regel nur wenig attraktiv. Vor allem inhaltlich werden oftmals zähe Themen behandelt, in denen auch kein wirklicher Bezug zur Praxis hergestellt werden kann. Die Donau-Universität Krems hat daher bereits vor geraumer Zeit den Studiengang „Leisure, Entertainment and Gaming Business Management“, in welchem Themen rund um Spiele und das Glücksspiel gelehrt werden. Eigentlich eine sehr sinnvolle Entscheidung, die aber nicht überall auf Gegenliebe stößt.

Seit 2017 wird der Studiengang angeboten

Die Donau-Universität Krems wird auch als Universität der Weiterbildung bezeichnet. 1994 wurde die Universität eröffnet, seit dem werden hier berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengänge angeboten. Aufgeteilt ist die Uni in verschiedene Fakultäten, wobei der größte Anteil der Studenten auf die Fakultät für Gesundheit und Medizin entfällt. Bereits seit 2017 stellt die Universität aber auch den Studiengang „Leisure, Entertainment and Gaming Business Management“ zur Verfügung – als sogenanntes Kurzprogramm. Seit 2018 wird der Studiengang zudem als Vertiefungsmodul zur Verfügung gestellt und kann zum Beispiel bei einem Studiengang in Wirtschaftsrecht, Qualitätsmanagement oder Unternehmensplanung besucht werden. Inhaltlich beschäftigt sich der Kurs laut der Universität mit verschiedenen Themen. Hierzu gehören beispielsweise die Technologie, die Spieletheorie und Gamification, das Recht, aber auch der Spielerschutz und die Suchtprävention. Von Seiten der Donau-Universität heißt es hierzu, dass Teilbereiche des Studienganges gesellschaftlich enorm sensibel behandelt werden würden und die Hochschule daher ihrer Verantwortung der Aufklärung nachkomme. Gerade mit Blick darauf, dass das Glücksspiel in den letzten Jahren ein immer stärkerer Faktor in der Wirtschaft geworden ist, ist dieser Studiengang sicherlich ein guter Ansatz und dürfte gleichzeitig aufgrund der Praxisnähe auch interessant sein.

Doch das sehen nicht alle so. In der Politik regt sich in der Partei der Grünen stattdessen kräftiger Widerstand. Die Landessprecherin Helga Krismer fand ziemlich deutliche Worte und erklärte, das Land solle kein Steuergeld für das „Las-Vegas-Studium“ zur Verfügung stellen. In einer Mitteilung erklärte Krismer: „Mit dieser Lehre ernten wir nur noch mehr Leid und Gewalt durch die Sucht Glücksspiel. Denn mit der Glücksspiel-Sucht kommt es zu weiteren Begleiterscheinungen wie Gewalt generell und vor allem in der Familie.“

Harter Kern: Glücksspiel-Studium fördert die Gewalt?

Mit ihrer Aussage bewegt sich die Politikerin durchaus auf dünnem Eis, denn ganz offensichtlich sieht Krismer einen Zusammenhang zwischen dem Studium an der Donau-Universität und der Gewalt von Spielsüchtigen gegenüber der eigenen Familie. Erstaunlich gelassen reagierte die Hochschule, die nur erklärte, dass Krismer ein Übersetzungsfehler unterlaufen sei. Die korrekte Übersetzung für das Wort „Gaming Business Management“ sei „Spiele-Management“ und nicht wie von der Politikerin behauptet „Glücksspiel-Management“. Die Uni ergänzte, dass sich der Kurs vornehmlich an Manager aus der Glücksspiel- und Unterhaltungsbranche richte, aber auch App-Entwickler oder Spiele-Programmierer zur Zielgruppe gehören würden. Statt sich nur mit dem Glücksspiel zu beschäftigen, biete dieser Kurs weitaus mehr, so die Universität.

Scharf kritisiert hat die Grünen-Politikerin zudem den Glücksspielkonzern Novomatic, der unter anderem für die Spiele in den Novoline Casinos sorgt. Zwischen dem Studiengang und Österreichs größtem Glücksspielunternehmen sieht Krismer offenbar einen Zusammenhang und erklärte: „Wenn Unternehmen wie die Novomatic AG Schulungen ihrer Mitarbeiter benötigen, dann mögen sie es auch ohne Steuergeld selbst organisieren.“ Der Konzern aus Gumpoldskirchen reagierte ebenfalls gelassen auf die Kritik und teilte mit: „Wir bieten unseren Mitarbeitern zahlreiche interne Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Natürlich begrüßen wir die Initiative der Donau-Universität, auch öffentlich einen Lehrgang anzubieten, der Themen wie Spielerschutz und Casinomanagement verstärkt wissenschaftlich bearbeitet.“ Zuspruch bekommt die Universität für ihre Pläne ganz offensichtlich auch von anderen Teilen der Politik. Im Landtag wurde der Antrag der Grünen, sich die Sache doch noch einmal genauer anzusehen, vor wenigen Tagen abgelehnt.

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