Bad Steben: Prozess der Spielbank gegen ehemalige Angestellte

Der sogenannte „Spielbank-Betrug“ von Bad Steben hat den Stoff für einen Hollywood-Streifen. Rund 15 Monate nachdem eine ehemalige Angestellte das Casino um mehr als 270.000 Euro erleichterte, hat nun der Prozess gegen die Frau begonnen. Die Indizien sind klar, die Faktenlage eindeutig. Was auf Seiten des Casinos bleibt, ist dennoch Unverständnis. Denn über einen langen Zeitraum blieben die Taten der Frau unbemerkt.

Rund 273.000 Euro Schaden für die Spielbank

Im November 2017 stellte die Spielbank Bad Steben bei internen Zahlenprüfungen gewisse Ungereimtheiten fest. Zum damaligen Zeitpunkt dürfte allerdings noch niemand geahnt haben, zu was für einer Geschichte sich diese Sache noch entwickeln wird. Nachdem also Unregelmäßigkeiten in den Zahlen aufgetaucht sind, wuchs der Verdacht, dass jemand aus der Spielbank Geld entwenden würde. Die Spielbank-Leitung schaltete sich ein, kurze Zeit später auch die Staatsanwaltschaft. Die brauchte dann nicht allzu lange, um die damalige Buchhalterin als Verdächtige ins Visier zu nehmen und die Wohnung zu durchsuchen. Insgesamt ein Jahr lang ermittelten die Behörden in dem Fall, jetzt landet die Sache vor Gericht.

Das Ergebnis der Ermittlungen: Die Beschuldigte soll als damalige Buchhalterin ihre Position ausgenutzt haben, um Geld aus den finanziellen Mitteln der Spielbank in die eigene Tasche zu schieben. Hierfür wurden offenbar gefälschte Belege eingereicht, so soll sich die Frau der Urkundenfälschung strafbar gemacht haben. Insgesamt soll dem Casino dabei ein Schaden von rund 273.000 Euro entstanden sein. Transferiert hat die Frau das Geld laut Staatsanwaltschaft offenbar auf das Konto ihres Ehemannes. Auch der muss sich vor Gericht wegen des Vorwurfs der Geldwäsche verteidigen. Die Ermittler sind sich dabei sicher, dass der Mann von den kriminellen Aktivitäten seiner Frau gewusst haben muss. Immerhin hätten die Geldbeträge auf dem Konto das reguläre Einkommen des Mannes um ein Vielfaches überstiegen. Der Spielbank-Chef Udo Braunersreuther erklärte damals: „Wir gehen davon aus, dass mit erheblicher krimineller Energie vorgegangen wurde.“ Dieser Verdacht scheint sich zu bestätigen.

Kritik traf die Spielbank

Für die Spielbank war der Vorfall gleich im doppelten Sinne unangenehm. Zum einen, weil man offenbar hintergangen wurde, zum anderen auch, weil die Kritik schnell das Unternehmen traf und behauptet wurde, das Casino würde seine Finanzen zu wenig prüfen. Immerhin war die Frau keine Ersttäterin, sondern versorgte sich und ihren Mann offenbar über einen längeren Zeitraum hinweg mit Geldern des Casinos. Allerdings muss die Frau äußerst geschickt vorgegangen sein, denn neben einer internen Finanzprüfung wird zusätzlich eine externe Finanzprüfung in Bad Steben durchgeführt. Ins Rollen gebracht wurde der Stein der Ermittlungen damals erst durch Recherchen der „Frankenpost“. Diese hatte den Skandal veröffentlich, der Spielbankchef wandte sich direkt danach an die Staatsanwaltschaft, um über die Bekanntgabe zu beraten und so zu verhindern, dass Gerüchte und Spekulationen die Runde machten.

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