Stargames: Casino stellt Echtgeld-Betrieb in Schleswig-Holstein ein

Schleswig-Holstein galt und gilt für viele Glücksspielunternehmen als „El Dorado“ des Glücksspiels in Deutschland. Tatsächlich zeigte sich das Bundesland im hohen Norden in den letzten Jahren immer wieder großzügig, wenn es an die Vergabe von Lizenzen für den Casinobetrieb ging. Allerdings: Aufgrund historischer Unstimmigkeiten in der Landesregierung müssen einige Anbieter aktuell mit auslaufenden Lizenzen kämpfen. So auch Stargames. Die Folge: Das beliebte Casino hat das Echtgeld-Spiel in Schleswig-Holstein erst einmal pausiert.

Spieler können sich nicht mehr bei Stargames einloggen

Spieler, die nicht aus Schleswig-Holstein stammen, sind jetzt vielleicht erst einmal überrascht: Stargames und Echtgeld? Das dürfte doch eigentlich schon seit längerer Zeit nicht mehr möglich sein. Stimmt auch, aber eben nur teilweise. Tatsächlich konnte Stargames nämlich mit einer Lizenz aus dem Bundesland Schleswig-Holstein dafür sorgen, dass zumindest die Spieler aus dem nördlichsten Bundesland weiterhin Echtgeld-Einsätze platzieren konnten. Nach dem Rückzug des Anbieters vom deutschen Markt und einer kurzen Pause stellte das Casino Spielern aus den anderen Bundesländern nur noch die Spielgeld-Währung „Stars“ zur Verfügung, mit der aber dennoch alle Games des Portfolios gespielt werden konnten.

In Schleswig-Holstein ist jetzt erst einmal gar kein Einsatz mehr bei Stargames möglich. Der Anbieter teilte mit, dass ab dem 17. Januar 2019 keine Echtgeld-Einsätze mehr in Schleswig-Holstein platziert werden können. Um Stars wird hier ebenfalls nicht gespielt, stattdessen ist kein Login mehr auf der Webseite des Anbieters möglich. Besuchen Spieler die Homepage des Casinos, erhalten sie einen Hinweis, dass das Echtgeld-Spiel und der Login nicht mehr möglich sind. Darüber hinaus haben Spieler aus Schleswig-Holstein eine E-Mail des Casinos erhalten. Darin heißt es: „Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir den Betrieb auf StarGames.de aufgrund einer ungewissen regulatorischen Situation am 17.01.2019 bis auf weiteres einstellen werden. Falls wir unsere Spiele in Zukunft wieder für Echtgeld anbieten werden, informieren wir Sie natürlich umgehend. Außerdem werden wir sicherstellen, dass Sie Ihre bestehenden Logindaten weiterverwenden können, wenn der Betrieb von StarGames.de wieder aufgenommen wird.“

Gelder werden mit Hilfe des Kundensupports ausgezahlt

Darüber hinaus erklärt der Anbieter in der E-Mail seine Dankbarkeit und hofft, dass die Spieler auch in Zukunft wieder auf StarGames.de zurückgreifen, wenn der Anbieter wieder auf den Markt zurückkehrt. Ob und wann dies passiert, ist bislang allerdings noch vollkommen unklar. Dadurch, dass ein Login in das Spielerkonto nicht mehr möglich ist, müssen sich die Kunden bei Auszahlungswünschen an den Kundensupport des Anbieters wenden. Erreichbar ist dieser rund um die Uhr per E-Mail, die Mitarbeiter unterstützen dann bei der Abwicklung der Transaktionen. Auch auf diesen Umstand weist Stargames seine Spieler gleich doppelt hin. Auf der Webseite erscheint auch dieser Hinweis, in der Mail heißt es: „Falls sich auf Ihrem Spielerkonto noch Guthaben befindet, das Sie auszahlen möchte, oder Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unser Support-Team.“

Wie in der Mail des Anbieters beschrieben, hat der Rückzug in erster Linie regulatorische Gründe. Die Lizenz des Casinos ist Anfang des Jahres 2019 ausgelaufen, nachdem diese nur für einen befristeten Zeitraum vergeben wurde. Schleswig-Holstein vergibt aktuell keine neuen Lizenzen, so dass sich der Anbieter jetzt erst einmal vom Markt verabschieden muss. Allerdings gibt es Grund zur Hoffnung: Da der Weg im hohen Norden mit eigenen Lizenzen in den letzten Jahren grundsätzlich erfolgreich war, möchte das Land diesen offenbar beibehalten. Die Landesregierung kündigte an, dass man notfalls wieder zu einem eigenen Gesetz greifen wolle, wenn bundesweit keine Einigung gefunden werden könne – und danach sieht es aktuell nicht aus, da die Einstellungen der Bundesländer gegenüber dem Glücksspiel viel zu unterschiedlich sind. Gut möglich also, dass Schleswig-Holstein schon bald wieder zu dem „El Dorado“ wird, wie es die Glücksspielunternehmen und „Zocker“ kennen.