Glücksspiel: Interessenskonflikte für den Staat?

Die jüngste Entwicklung um die Westspiel-Gruppe hat gezeigt: Der Staat und Glücksspiel passen nicht immer zusammen. Grund hierfür ist aber nicht allein eine mögliche wirtschaftliche Unfähigkeit des Staates, auch der eine oder andere Interessenskonflikt dürfte hierbei eine wichtige Rolle spielen.

Lässt der Staat die Konkurrenz zu?

Um die Probleme der staatlichen Anteile am Glücksspiel zu verdeutlichen, reicht ein einfaches Beispiel. Die landeseigene NRW.Bank ist in Nordrhein-Westfalen der einzige Aktionär der Westspiel-Gruppe. Im Zuge einer möglichen Regulierung des Marktes müsste der Staat also unter Umständen Konkurrenten zum eigenen Geschäft zulassen – und damit möglicherweise böse Einbußen hinnehmen.

Andererseits liegt die Aufgabe des Staates darin, seinen Spielern ein starkes und kontrolliertes Angebot zur Verfügung zu stellen. Der Ausschluss privater Unternehmen wäre somit ebenfalls nicht zu vertreten. Es lässt sich somit nicht von der Hand weisen, dass die staatlichen Anteile am Glücksspiel durchaus für Interessenskonflikte sorgen – und das macht die ganze Lage auf dem Glücksspielmarkt nicht unbedingt einfacher.

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