Gambling Commission: Schwere Vorwürfe gegen LeoVegas

Die britische Gambling Commission hat eine sehr wichtige Aufgabe und ist in Großbritannien dafür zuständig, dass der Glücksspielsektor überwacht wird. Diese Aufgabe ist auch immer wieder mit einigen enormen Herausforderungen verbunden, die teilweise auch für die Glücksspielunternehmen horrende Zahlungen zur Folge haben. Etwas ähnliches dürfte jetzt auch die schwedische LeoVegas-Gruppe erwarten. Dem Glücksspielkonzern wird nämlich vorgeworfen, mit gleich mehreren Brands versucht zu haben, Problemspieler zum Spielen zu ermutigen.

Mehrere Marken unter Druck

Der britische Glücksspielmarkt zählt zu den wichtigsten Zentren der Glücksspielbranche. Gleichzeitig handelt es sich bei diesem Markt aber auch um einen der am stärksten überwachten Märkte überhaupt. Und das bekommt jetzt auch das schwedische Unternehmen der LeoVegas Gruppe zu spüren – nicht zum ersten Mal. Bereits im vergangenen Jahr mussten die Schweden rund 600.000 Pfund Strafe zahlen, nachdem gesperrte Spieler weiterhin Einsätze im Casino platzieren konnten. Jetzt hat es der Anbieter, zu dem auch die bekannte Marke LeoVegas Casino gehört, mit einem ähnlichen Fall zu tun. Allerdings: Die prominenteste Marke ist dabei selber nicht betroffen, stattdessen geht es um unterschiedliche Tochterunternehmen des Konzerns.

Im Detail beschäftigt sich die britische Gambling Commission auch aktuell wieder damit, ob der schwedische Konzern gegen die Lizenzbestimmungen Großbritanniens verstoßen hat – und darauf deutet einiges hin.

Gesperrten Spieler mit Werbemails versorgt

Im konkreten Fall geht es dabei sogar offensichtlich um gleich mehrere Vergehen. So soll sich ein Spieler des Anbieters in mehreren Casinos haben sperren lassen. Trotz alledem wurde dieser aber mit weiteren Mails und Bonusangeboten versorgt, um den Kunden wieder zum Spielen zu animieren. Zusätzlich hat sich der Kunde offenbar in einem weiteren Casino der Dachmarke problemlos mit den eigenen Nutzerdaten anmelden können. Das hätte eigentlich nicht möglich sein dürfen, da die Selbstsperre auch in diesem Moment hätte greifen müssen. Als wäre das alles noch nicht genug, hat sich der Kunde in diesem Fall offenbar auch die Kreditkarte seiner Mutter angeeignet und ohne deren Wissen rund 20.000 Pfund in den Casinos eingezahlt. Unterstützung gab es für den Spieler zudem offenbar auch von verschiedenen Kreditgebern, welche Kleinkredite, oftmals an Spieler und Menschen mit einem problematischen Spielverhalten, vergeben. Diese Kredite erfordern keine Sicherheiten, dafür aber ein regelmäßiges Einkommen.

Gemeinsam mit den Kreditkartenzahlungen haben die Kredite den Spieler so dazu gebracht, regelmäßig fünfstellige Einsätze zu platzieren. Erst nachdem dies geschehen ist, wurde das Spielerkonto nach einiger Zeit von einem Casino gesperrt.

Kritik aus der Politik

Der konkrete Fall sorgt in Großbritannien für eine Menge Aufsehen und dafür, dass die Glücksspielregulierung von einigen Politikern in Frage gestellt wird bzw. in deren Augen überdacht werden sollte. So findet Tom Watson als stellvertretender Vorsitzender der Labour Partei, dass es nicht sinnvoll ist, dass die Identitätsprüfung erst dann durchgeführt wird, wenn die Spieler bereits große Summen verloren hätten. Stattdessen setzt sich der Politiker dafür ein, dass der Nachweis noch vor der ersten Einzahlung auf das Spielerkonto gebracht werden sollte. Zusätzlich dazu fordert der Labour-Politiker sogar ein Verbot der Kreditkartenzahlungen in den Casinos. So erklärte Watson: „Das ganze System scheint falsch herum zu laufen. Wir müssen zudem Sofortmaßnahmen ergreifen, um das Spielen per Kreditkarte zu unterbinden und die Bombardierung von Problemspielern mit Glücksspiel-Werbematerial.“

Aus Reihen der britischen Glücksspielbehörde war unterdessen zu hören, dass Ermittlungen gegen die LeoVegas Gruppe eingeleitet wurden. Ein Sprecher der Behörde erklärte, dass es strenge Regeln auf dem Markt gebe, an die sich alle Unternehmen zu halten haben. Bei Hinweisen auf einen Regelverstoß sei man daher gezwungen, die Vorfälle gründlich zu untersuchen. Für den schwedischen Konzern dürften diese Aktionen unweigerlich zu einer hohen Geldstrafe führen. Gerade auch, weil die Schweden erst im vergangenen Jahr wegen eines ähnlichen Vergehens zahlen mussten, dürfte die Strafe noch weitaus empfindlicher ausfallen.

Kreditkartenverbot wäre ein Rückschlag für die Branche

Hellhörig wird in dieser Diskussion aktuell aber die gesamte Branche. Immerhin hat Watson mit dem angesprochenen Kreditkartenverbot möglicherweise einen großen Stein ins Rollen gebracht. Jährlich setzen die britischen Spieler mehr als 8,5 Millionen Pfund per Kreditkarte bei den Glücksspielanbietern ein. Sollte diese Zahlungsmethode verboten werden, dürfte dies also einen enormen Rückschlag für die Branche bedeuten. Einen Alternativvorschlag gibt es aber bereits ebenfalls: So sollen die Casinos künftig dazu in der Lage sein zu überprüfen, ob es sich ein Spieler leisten kann, seine Einsätze in dieser Höhe wie gewünscht zu platzieren. Ein Vorstoß, der speziell bei Datenschützern auf wenig Zuspruch treffen dürfte.

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