Australien: Veteranen kritisieren Spielautomaten-Verteilung

Ähnlich wie auch in den USA, gibt es in Australien zahlreiche Veteranen. Während diese bei den US-Amerikanern aber oftmals wirklich aus Kriegsgebieten stammen, sind viele Veteranen in Australien einfach nur ehemalige Rekrutierte. Diese versammeln sich in den RSL-Clubs, welche speziell für die Veteranen ins Leben gerufen wurden. Zu finden sind diese in allen sechs australischen Staaten, ausgestattet sind diese in vielen Fällen auch mit Spielautomaten. Und das ist einigen Veteranen ein Dorn im Auge.

RSL-Clubs als Treffpunkt ehemaliger Rekruten und Veteranen

Speziell Soldaten und Militärs, die aus einem Kriegsgebiet zurückkehren, haben häufig Probleme damit, in der Heimat wieder Anschluss zu finden. In vielen Nationen gibt es daher spezielle Treffpunkte für diese Personen, in Australien werden sie RSL-Clubs genannt. In diesen Clubs können sich die Menschen treffen, zusammen ein Essen genießen, alkoholische Getränke konsumieren und auch Zeit an Spielautomaten verbringen – eben so, wie in vielen anderen Pubs und Bars des Landes auch. Allerdings gibt es jetzt Kritik daran, dass in so vielen RSL-Clubs Spielautomaten zu finden sind. Diese verfolgen eigentlich einen guten Zweck. Die zusätzlichen Einnahmen sollen in Hilfsprojekte für die Veteranen fließen und diese somit finanziell unterstützen.

Eine Gruppe junger Veteranen allerdings ist der Meinung, dass die Automaten mehr Schaden anrichten, als Hilfestellung leisten. „Urheber“ der Kritik an der Automaten-Verteilung ist der Veteran David Petersen, der sich bereits vor geraumer Zeit gegen die Automaten in den Clubs aussprach. Mittlerweile folgen mehrere Staaten diesem Beispiel, so dass auch im australischen Staat Victoria gegen die Geräte in den Clubs protestiert wird.

Wie viel Hilfe bringen die Automaten wirklich?

Im Zentrum der Diskussionen um die Verbreitung der Spielautomaten steht vor allem die Frage, in wie weit diese den Veteranen wirklich helfen. Geht es nach den Zahlen von Petersen, liegt der Anteil der finanziellen Unterstützung bei weniger als vier Prozent des gesamten Umsatzes der Automaten. Das ist ein Bruchteil dessen, was mit den Geräten verdient wird. So lag der Gesamtumsatz der Geldspielgeräte in den 52 Standorten Victorias im Jahr 2017 laut Peterson bei rund 260 Millionen Australischen Dollar, was umgerechnet fast 165 Millionen Euro entspricht. Weniger als zehn Millionen Australische Dollar sollen davon aber wirklich in Hilfsprogramme investiert worden sein.

Petersen spricht sich allerdings nicht nur für ein Automaten-Verbot aus, sondern auch dafür, dass innerhalb der Clubs kein Alkohol mehr ausgeschenkt wird. Das lässt sich vor allem mit dessen Position innerhalb der RSL begründen, denn der Veteran ist hier für die Betreuung Suchtgefährdeter zuständig. In diesem Zusammenhang erklärt Petersen, dass viele Veteranen mit einer Drogen-, Alkohol- oder Spielsucht zu kämpfen hätten. Aus diesem Grund sei es nicht richtig, in den RSL-Clubs den Zugang zu Alkohol und Glücksspiel zu ermöglichen.

Diskussion dürfte nicht so schnell beendet werden

Auch wenn die Vorschläge von Petersen beim ersten Hinhören durchaus vielversprechend und verständlich klingen, so lassen sie sich zumindest aktuell nicht in die Tat umsetzen. Ein Alkoholverbot steht nicht weiter zur Debatte und auch beim Verbot der Geldspielgeräte dürften die Meinungen mehr als nur festgefahren sein. So gab die RSL Victoria bekannt, dass man auch in der Zukunft auf die finanzielle Hilfe durch die Automaten angewiesen sei. Auch wenn diese noch so gering ausfällt. Belegt wird dies von Seiten der RSL damit, dass zahlreiche Stellen aufgrund finanzieller Probleme zuletzt schließen mussten. Und das widerspricht aktuell dem eigentlichen Plan der Vereinigung, das eigene Hilfsnetzwerk in den kommenden Jahren noch weiter ausbauen zu wollen. So verwundert es nicht, dass die RSL Victoria statt einer Reduzierung mit einer Aufstockung plant.

Als wichtiges Argument wird von der RSL dabei auch aufgeführt, dass neben den Einnahmen durch die Automaten auch Sponsorengelder der Firma Tabcorp mit der Aufstellung der Automaten einhergehen. Die Firma baut Geldspielgeräte und hat fast 3.000 Geldspielgeräte in Victoria aufgestellt. Im Rahmen dieser Kooperation erhält die RSL einen Sponsorenbeitrag von 500.000 Australischen Dollar. Dass man sich hierdurch anfällig für Käuflichkeits-Kritiken macht, ist der RSL offenbar bewusst. Diese erklärte allerdings, dass derartige Zahlungen im Zusammenhang mit entsprechenden Verträgen ganz regulär und normal sein.

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