Sachsen: Betreiber wehren sich gegen Spielhallenschließungen

Die Angst in Sachsen greift um sich. In Chemnitz bieten derzeit fast 80 Spielhallen in den Augen der Landesdirektion illegales Glücksspiel an. Die Folge: Diese Betriebe sollen geschlossen werden. Die Anbieter wehren sich, kassieren in einigen Fällen aber sogar Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten.

Beschwerden beim Oberverwaltungsgericht eingegangen

Insgesamt 418 Spielhallen gibt es in Chemnitz und genau 79 davon betreiben in den Augen der Landesdirektion illegales Glücksspiel. Die Betriebe sollen geschlossen werden, doch die Anbieter versuchen sich mit einem einstweiligen Rechtsschutz vor Gericht zu sichern. Darüber hinaus hingen beim Oberverwaltungsgericht 33 Beschwerden ein.

Problematisch für die Betreiber: Auch unter diesem Umständen bleibt das Glücksspiel erst einmal illegal, weshalb Bußgelder und Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten drohen – und sogar bereits ausgesprochen wurden. Sicher ist: Der Kampf in Sachsen wird noch lange weitergehen, denn pro Jahr werden hier rund 150 Millionen Euro in den Spielhallen verspielt. Das sind stolze 134 Euro pro Einwohner.

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