Online Casinos: Mehrere prominente Anbieter schließen

    Die Online-Glücksspielbranche ist ein enorm schnelllebiges Geschäft, in welchem fast täglich neue Anbieter ihren Weg auf den Markt finden. Gleichzeitig kann diese Branche aber auch in die andere Richtung sehr zügig unterwegs sein. Und das bekommen die Spieler zum Jahresende noch einmal so richtig deutlich zu spüren, denn mehrere Online Casinos werden sich in den kommenden Tagen und Wochen vom Markt verabschieden.

    L&L Europe & Quasar Limited verabschieden sich

    Leider handelt es sich nicht um einen verfrühten Aprilscherz. In diesen Tagen gaben gleich zwei bekannte Unternehmen der Glücksspielbranche bekannt, dass sie sich vom Online-Markt zurückziehen werden. Die Auswirkungen für die Spieler dürften heftig sein, denn es handelt sich um einige der bekanntesten Brands der Branche. So verabschiedet sich zum Beispiel das Unternehmen Quasar Limited, welches das OVO Casino und das Casino von Quasar Gaming betrieben hat. Der Konzern hat Insider-Infos zu Folge Probleme mit den eigenen Lizenzen bzw. keine gültige Lizenz aus Schleswig-Holstein erhalten. Die Investoren haben als Folge dessen offenbar kein Interesse an weiteren Investitionen. Ein Verkauf der Firma soll nicht funktioniert haben, da möglicherweise zu große Forderungen in den Raum geworfen wurden.

    Neben der Quasar Limited verabschiedet sich mit der L&L Europe Limited aber ein weiterer prominenter Anbieter aus Malta vom Markt. Und hier sind die Auswirkungen sogar noch weitläufiger. Immerhin handelt es sich um einen internationalen Anbieter, der mit seinen Casinos verschiedene Nationen direkt anspricht. Das Adler Casino etwa ist speziell auf deutsche Spieler ausgerichtet, mit dem Svedala Casino bedient der Konzern Spieler aus Norwegen oder Schweden. Allerdings wird auch hier schon bald das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Ab dem 1. Dezember 2018 dürfen sich in den Casinos der L&L Europe Limited keine neuen Spieler mehr anmelden, ab dem 1. Januar 2019 sollen die Geschäfte dann vollständig eingestellt werden.

    Wachsender Konkurrenzdruck und härtere Regulierungen

    Dass die genannten Online Casinos möglicherweise nicht die einzigen Anbieter bleiben, die in den kommenden Monaten schließen werden, lässt sich zumindest erahnen. Immerhin ist die Ausgangslage für die Unternehmen keinesfalls leichter geworden. Im Gegenteil: Die Konkurrenz erhöht sich beinahe täglich, gleichzeitig müssen immer mehr regulatorische Hürden übersprungen werden. Gerade Deutschland ist für die Anbieter zudem ein enorm heißes Pflaster, da noch keine echte Regulierung der Internet-Angebote aufgestellt wurde. Es kann also wie im Falle von Quasar Limited schnell vorbei sein, wenn es mit einer ordnungsgemäßen Lizenz nicht klappen sollte.

    Bisher ist es für Casinos in Deutschland allerdings nur in Schleswig-Holstein möglich, eine Lizenz der Bundesrepublik zu erhalten. Gespielt werden darf dann auch nur im Einzugsgebiet des Bundeslandes Schleswig-Holsteins. Vorweisen können eine derartige Lizenz bislang nur wenige Anbieter, darunter  aber zum Beispiel das Vera&John Casino oder DrückGlück. Wann sich an der Glücksspielregulierung hierzulande etwas ändern wird, ist vollkommen offen. Bereits seit 2012 sorgt dieser Punkt immer wieder für heftige Diskussionen zwischen den Bundesländern.

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