Novomatic: Standard & Poor’s vergibt BBB-Rating

    Dass Novomatic finanziell zukunftsstark aufgestellt ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Immerhin gehört der Konzern zu den Zugpferden der internationalen Glücksspielbranche und konnte in den letzten Jahren immer zu mit steigenden Umsätzen auf sich aufmerksam machen. Wie gut es um den Konzern wirklich steht, zeigt zudem das Research Update der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P). Diese hat den Konzern durchleuchtet und das BBB-Rating mit einem „stabilen Ausblick“ bestätigt.

    Konzern sieht eigene Strategie bestätigt

    Mit dem neuesten Research Update hat S&P die Stärken und Risiken des Konzerns Novomatic noch einmal durchleuchtet und bewertet. Die Ratingagentur kam dabei zu dem Ergebnis, dass der Konzern aus Gumpoldskirchen seine BBB-Bewertung zurecht erhalten habe und weiterhin auf einen „stabilen Ausblick“ bauen könne. Verglichen wurden hierzu zahlreiche Aspekte und Zahlen des Unternehmens, so profitieren die Österreicher zum Beispiel insbesondere von ihrer starken Position auf dem Markt und den im Vergleich zu den Mitbewerben großen Marktanteilen.

    Novomatic-Chef Harald Neumann sieht durch das Ergebnis des Research Updates die konzerneigene Strategie bestätigt. So erklärte er als Reaktion auf das Rating: „Das gute Rating bestätigt unsere grundsätzliche Strategie: Wir denken in längeren Zeiträumen und haben bereits vor einigen Monaten begonnen, den Fokus auf die internationale Konsolidierung der Unternehmensgruppe zu legen.“ Darüber hinaus ergänzt der Chef der Österreicher: „Das inkludiert natürlich auch maßvolle Zukäufe und die Evaluierung diverser Landesgesellschaften hinsichtlich ihres Optimierungspotenzials.“ Gleichzeitig betonte Neumann, dass nach den stetigen Wachstumschüben in den letzten Jahren nun der perfekte Zeitpunkt gekommen sei, um interne Strukturen und Abläufe besser zu ordnen und so „letztendlich auch Entscheidungen über die künftige Unternehmenspositionierung in den unterschiedlichen Märkten und Sparten zu treffen“, so der Novomatic-Chef.

    Gute Nachrichten auch für das Land Österreich

    Dass es um den Novomatic-Konzern so gut bestellt ist, ist natürlich auch für das Land Österreich enorm erfreulich. Immerhin ist Novomatic ein starker Motor der heimischen Wirtschaft und leistete 2017 zum Beispiel einen Bruttoproduktionswert von 1,3 Milliarden Euro. Der Vorteil für die Wirtschaft des Landes wiederum liegt auf Grund von Verflechtungen, Arbeitsplätzen und Co. sogar bei rund 2,5 Milliarden Euro. Sollte es dem Unternehmen also finanziell schlecht gehen, wäre dies in weiten Teilen des Landes zu spüren. Ganz nebenbei beschäftigt Novomatic mehrere tausend Arbeitnehmer und stemmt schon allein deshalb eine große Aufgabe in der Wirtschaft Österreichs.

    Mit Blick auf die Finanzen ist zudem wichtig, dass Novomtic als einer der größten Steuerzahler des Landes bezeichnet werden kann. Allein im Jahr 2017 zahlte der Konzern fast 440 Millionen Euro Steuern, wobei fast die Hälfte davon für Personalkosten oder Sozialabgaben in die Hand genommen wurde. Fast 20 Prozent wurden zudem als Steuer auf Güter gezahlt, 18 Prozent wurden im Zuge der Umsatzsteuer berechnet.

    Clevere Zukäufe und gute Ausrichtung

    Warum die Bewertung von S&P so gut ausgefallen ist, lässt sich mit gleich mehreren Punkten begründen. Zum einen gehören die Österreicher noch immer zu den bekanntesten und beliebtesten Entwicklern von Spielautomaten. Sowohl im stationären Betrieb als auch online. Aktuell hat sich das Unternehmen größtenteils vom Online-Geschäft zurückgezogen, in Deutschland kann aber zum Beispiel in Schleswig-Holstein auf das Portfolio der Gumpoldskirchener zurückgegriffen werden. Darüber hinaus ist Novomatic aber auch selbst als Betreiber aktiv und führt in Deutschland und Österreich zahlreiche Spielotheken und Casinos. Der Konzern gehört also definitiv zu den ganz großen Adressen der Branche und dürfte auch in den kommenden Jahren nur sehr schwer vom Markt wegzudenken sein.

    Bildquelle: moerschy @ Pixabay

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