Malta: MGA verabschiedet neue Schlichtungsrichtlinie

Die maltesische Lotterie- und Glücksspielbehörde genießt in der Glücksspielbranche einen ganz besonderen Ruf und ist dafür bekannt, immer wieder zukunftsfähig und Innovative Richtlinien bzw. Gesetze ins Leben zu rufen. Aktuell hat die Behörde genau diese Professionalität wieder unter Beweis gestellt und sorgt mit einer neuen Schlichtungsrichtlinie für mehr Transparenz bei Streitfällen.

Streitfälle fordern enorm viele Ressourcen ein

Sollte es zu Streitigkeiten zwischen den Spielern oder den Casinos kommen, ist der Weg bisher ziemlich klar. Zunächst einmal wenden sich die Spieler an die maltesische Lotterie- und Glücksspielbehörde, die für sämtliche Online Casinos mit einer Lizenz aus Malta zuständig ist. Die Behörde kontaktiert anschließend das Unternehmen und bittet dieses, den Fall mit dem Spieler zu klären. Sollte dies nicht möglich sein, greift die MGA wieder in den Prozess ein und bringt ihre behördliche Schlichtungshilfe ein. Darüber hinaus werden alternative Schlichtungsstellen eingeschaltet, so dass der Fall im besten Verlauf schnell geklärt werden kann.

Dennoch gibt es für die maltesische Behörde in diesem Zusammenhang ein Problem, denn jeder Fall muss natürlich genauestens geprüft und verfolgt werden. Es ist eine enorme Arbeitskraft notwendig, die eigentlich an anderen Stellen gebraucht werden könnte. Genau das soll nun mit der neuen Schlichtungsrichtlinie umgangen werden. Diese basiert allerdings nicht zu 100 Prozent auf der Idee der Behörden Maltas, sondern wurde tatsächlich durch die Europäische Union vorgegeben.

EU-Richtlinie liefert die Grundlage

Tatsächlich hat die EU vorgegeben, dass Unternehmen in Europa künftig ihre Kunden darüber aufklären müssen, wie genau die Streitfälle geklärt werden und wie der aktuelle Status ist. Das sorgt für deutlich mehr Transparenz, die in den aktuellen Fällen nicht wirklich vorhanden ist. So sind die Unternehmen lediglich einmal dazu verpflichtet, innerhalb von zehn Tagen nach Bekanntwerden des Streitfalls einen Status-Bericht an die Spieler zu übermitteln. Weitere Nachrichten waren bis jetzt nicht erforderlich, wobei sich die Frist von zehn Tagen in einigen Fällen sogar auf 20 Tage ausdehnen ließ.

Das soll sich ebenfalls ändern, so dass die Spieler ihre Fälle genauestens verfolgen können. Umgesetzt werden soll die neue Richtlinie ab Januar 2019, so dass die Casinos schon im kommenden Monat deutlich mehr für ihre Spieler tun müssen. Beibehalten wird wiederum die Tatsache, dass die Unternehmen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen weiterhin alle Möglichkeiten für die Streitschlichtung aufführen müssen.

Disputfälle nicht mehr Angelegenheit der MGA

Um künftig mehr Platz in den eigenen Reihen zu schaffen, möchte die MGA die Arbeit rund um die Streitfälle mit der neuen Richtlinie aufteilen. So sollen die sogenannten Disputfälle nicht mehr in den Aufgabenbereich der MGA fallen, sondern stattdessen von den alternativen Schlichtungsstellen gelöst werden. Bei den Disputfällen handelt es sich um Streitigkeiten zwischen den Spielern und den Casinos, bei denen es sich oftmals schlichtweg um Meinungsverschieden handelt. Anders ist es wiederum bei den Beschwerdefällen.

Diese bleiben weiterhin im Aufgabenbereich der maltesischen Behörde und werden weiterhin in den unterschiedlichen Abteilungen der MGA aufgeteilt. Mit den Beschwerden sind deutlich größere Vergehen gemeint. Zum Beispiel dann, wenn ein Spieler einen Betrugsverdacht äußert oder ein Anbieter mit anderen rechtswidrigen Maßnahmen auf sich aufmerksam macht. Anders gesagt: Die mächtige Behörde der MGA kümmert sich künftig nur noch um die wirklich „dicken Fische“.

Hartes Durchgreifen der Behörden

Und diese wirklich dicken Fische müssen sich in der Regel auf einiges gefasst machen, wenn die Behörde Maltas ihnen erst einmal auf den Fersen ist. Maltas MGA ist befugt dazu, verschiedene Strafen auszusprechen und die Anbieter so an die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu erinnern. Diese Bestrafung kann sogar so weit reichen, dass dem Unternehmen seine Lizenz entzogen wird. Das wiederum wäre der schlimmste Fall für einen Konzern, denn das eigene Angebot dürfte dann nicht mehr zur Verfügung gestellt werden.

Rund um den Globus haben die Glücksspiellizenzen in den letzten Monaten für eine Menge Aufsehen gesorgt, da deutlich härter gegen Vergehen der Glücksspielunternehmen vorgegangen wird, als noch vor ein paar Jahren. Vor allem die britische Gambling Commission ist in dieser Hinsicht auffällig geworden und hat im Jahre 2018 zahlreiche Millionenstrafen von unterschiedlichen Unternehmen auf Grund verschiedener Vergehen einkassiert. Dass sich dies im Jahr ändern wird, ist nicht zu erwarten – und daran wird auch die neue Richtlinie der MGA nichts ändern.

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