Private Online Poker Turniere

Das private Pokerturnier hat sich jahrzehntelang in den Wohnzimmern der begeisterten Spieler abgespielt – individuell waren die Absprachen und auch wählbar, wie genau die Runden aussehen sollten. Jedes Mal an einem anderen Ort? Reichte ein Wohnzimmer oder traf man sich in der Gaststätte? Doch die Welt rückte zusammen und gegenwärtig ist die private Dimension nicht mehr auf den geografischen Ort begrenzt, sondern das Internet als "Dorf", in welchem jeder Korrespondenzpartner nur noch einen "Klick" entfernt ist, hat ebenso das "private Pokerspiel" verändert. Es entfällt die Ortsgebundenheit (nicht mehr nur Personen einer örtlichen Gemeinde können sich zu einer geschlossenen Pokerrunde treffen), es entfällt die Anfahrt (so man doch durch Mundpropaganda Interessenten aus Nachbarorten gefunden hatte) und vor allem entfallen Investitionen.
Der oder die privaten Gastgeber benötigen keine Pokerausstattung: Ausgaben für Pokertische, Pokerkoffer und Pokerzubehör gehören hier der Vergangenheit an.
Pokertreffen und Software
Denn Software kann all dies – auch Treffpunkte und mehr – virtuell, international und auch ohne Mehrkosten auf den Monitor zeichnen. Menschen, die sich (auch im Zusammenhang mit internationalen Poker-Webseiten und der international bekannten Sprache Englisch) über Länder- und Währungsgrenzen hinweg mit denselben Poker-Interessen kennenlernen und Gemeinsamkeiten ausüben, treffen sich am jeweils eigenen Bildschirm.
Man vereinbart das Buy-in, die Anfangschips, die Blinds – und organisiert die persönliche und eigene Turnierstruktur. Vor allem: Gibt man all die persönlichen Daten (pro Gruppe) in das Webformular eines Online-Anbieters ein, sind der Größe des konkreten Pokertreffens keine Grenzen gesetzt. Die "dörfliche" Gruppe der fünf länger bekannten Poker-Freunde (die jedoch Hunderte von Kilometern auseinander wohnen) kann sich ebenso ein Treffen online arrangieren wie ein Veranstalter, der ein Poker-Programm mit Hunderten von Teilnehmern organisiert – was möglich ist, liegt an den Serverkapazitäten des Anbieters (wobei hier wiederum sind bei der gegenwärtigen erschwinglichen Terabyte-Größe von Speicher- und Servereinheiten keine Grenzen gesetzt).
Was vorher vereinbart wird
Doch wie lässt sich Poker nun wirklich in planbare Einheiten unterteilen, so es denn online stattfindet? Es sind dies (wie erwähnt) natürlich nur in Teilen ähnliche Organisationselemente wie bei realen Treffen. Online besteht die Möglichkeit, dem Turnier eine bestimmte Wortbezeichnung zuzuweisen. Somit gibt es Eingabefelder wie "Turniername" oder "Pokername" in den entsprechenden Webformularen. Eine nächste Angabe ist die Vorgabe des "Administrators" bzw. "Veranstalters", wenn er die Anzahl der Teilnehmer pro Tisch eingrenzt – und, möglicherweise, ein Turnierpasswort festlegt. Denn genau so können sich unbegrenzte Kapazitäten gestalten: Während im realen Leben nur ein Pokertisch zur Verfügung stand, kann man hier viele virtuelle Tischgruppen zulassen. Hier können sich die Online-Poker-Anbieter unterscheiden, ein Beispiel kann es sein, dass maximal 10 Spieler pro Tisch und maximal 1.000 Spieler pro Veranstaltung ermöglicht werden. Doch wie gesagt – dies kann variieren.
Andere verlangte Angaben entsprechen nun völlig den privaten Treffen: das Buy-in (es kann sich auch online um einen Mindestbetrag von 10 Euro handeln), man kennzeichnet die Summe der Blinds zu Anfang wie auch die Menge der Anfangschips. Wie hoch ist es mit dem Re-buy? Wie wird das Freeze-Out gekennzeichnet? Um welche Poker-Art genau handelt es sich (nutzt man Regelvariationen)? Und, selbstverständlich ist auch die Ausschüttungsstruktur im Voraus zu kennzeichnen (d. h. wird dem Gewinner alles ausbezahlt?).